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Die News: Selbstständige brauchen festen Arbeitsrhythmus

08.04.2008

Selbstständige brauchen eigene Ziele und festen Arbeitsrhythmus

Selbstständige müssen sich oft anstrengen, um in ihrem Alltag ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit zu finden. «Dafür sollten sie sich zunächst genaue Ziele für ihre Tätigkeit festlegen», sagt die Diplompsychologin und Gesundheitswissenschaftlerin Karin Joder. Es gelte beispielsweise zu überlegen, wie viel Geld man mindestens einnehmen muss und wie viel Zeit man investieren will.

Beim Berechnen seines Arbeitspensums sollte man als Selbstständiger auch die «unproduktiven» Stunden zählen, in denen man etwa neue Kunden akquiriert oder Rechnungen schreibt. Wird man nicht durch familiäre oder andere Pflichten begrenzt, sollte man sich ein eigenes Limit setzen. «Es hat sich bewährt, auf Dauer nicht mehr als 50 Wochenstunden anzusetzen», sagt Joder.

Als nächstes kann man versuchen, seinen Tagen einen festen Rhythmus zu geben. Wann man selbst aktiv wird, hängt zum einen davon ab, wann in der eigenen Branche üblicherweise gearbeitet wird. Wann sind etwa Kunden oder Zulieferer erreichbar? «Oft hat man auch einen Spielraum, in dem man eigene Vorlieben berücksichtigen kann», berichtet die Psychologin. Wer zum Beispiel gern früh morgens arbeitet, legt sich seine Kernarbeitszeiten auf 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Andere fangen später an und hören erst am Abend auf.

«An seine eigenen Vorgaben sollte man sich möglichst halten», empfiehlt Joder. Kurzfristige Mehrarbeit in Stresszeiten sei okay. Wer aber ständig seine Freizeit kürze oder ganz auf ein Sozialleben und Sport verzichte, gefährde auf Dauer seine Gesundheit. Dann sollte man sich zum Beispiel überlegen, wie es mit der eigenen Leistungsfähigkeit aussieht oder ob man seine Arbeitsstrategien verbessern kann.

Quelle: Kiel (ddp)

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