Kuhbakterien fördern Morbus Crohn
John Rhodes und seine Kollegen von der Universität Liverpool haben nun einen Mechanismus aufgedeckt, der diesen Verdacht erhärtet. „Wir konnten zeigen, dass dieses Bakterium ein komplexes Zuckermolekül absondert, die sogenannte Mannose“, erklärt der Wissenschaftler. Der Zucker verhindert, dass bestimmte Immunzellen, sogenannte Makrophagen, eindringende Kolibakterien (E. coli) abtöten.
Tatsächlich hatten Wissenschaftler schon früher entdeckt, dass Menschen, die unter Morbus Crohn leiden, erhöhte Mengen an E. coli im Darm aufweisen. Die britischen Forscher fanden außerdem heraus, dass das Mcyobacterium paratuberculosis die Produktion eines bestimmten Antikörpers fördert. Eben diesen findet man bei zwei Drittel aller Morbus-Crohn-Patienten – das könnte darauf hinweisen, dass sie sich mit dem Mycobakterium infiziert hatten.
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