Experimentierfreudigkeit nicht dämpfen bei 18 Monate altem Kind ;)
Ich habe es tausendmal gelesen: Kinder sind neugierig und experimentierfreudig – und wenn dein Kind dazu gehört, dann hast du alles richtig gemacht.
Denn Kinder, die gerne experimentieren, haben Selbstbewusstsein, und können ihren eigenen Kopf einschalten, sie hatten also bisher in ihrem Leben durch uns Eltern die Möglichkeit, sich frei zu entfalten.
Wie schön, das freut mich natürlich, denn unsere kleine Tochter ist sehr experimentiefreudig, sie bemalt die Wände schon jetzt mit Stiften, was mich als Mutter sehr begeistern müsste, denn welches Kind ist mit 18 Monaten schon so weit?
Immerhin hat sich mein Mädchen quasi kreativ beteiligt an der Wandgestaltung in unserer neuen Wohnung und alle schönen frisch gestrichenen Wände supertoll bemalt. Klasse!
Sie kann sogar schon mit dem Pinsel malen – am liebsten betreibt sie Bodypainting, beginnt mit den Füßen und wenn ihr das zu lange dauert, dann zieht sie die Hände gleich komplett über die Wasserfarbnäpfchen – ohne Pinsel, was auch von absolut logischer Denkweise zeugt. Wie stolz schlägt da das Mutterherz.;)
Gestern vormittag hat sie nun ein neues Wort aufgeschnappt, beim Frühstücken übte sie es mehrfach und wir haben zuerst gar nicht verstanden, was sie plappert. Es war das Wort “Eier” – manchmal gebraucht sie aber ein ähnliches Wort, wenn sie schlafengehen will.. “ei-aaa” für Heia … und hin und wieder ahmt sie auch mein “Ahja” nach, wenn ich mir mal wieder meinen Teil denke und einfach nur dieses eine Wort loslasse, um zu signalisieren “Ich weiß nicht, was ich davon halten soll!”
So tönte es nun den ganzen Tag aus dem Mund unserer Tochter “Eier…Eier” und wir haben dem nicht großartig Augenmerk geschenkt – sie übt halt reden aufgrund ihrer allgemein gut ausgeprägten Neugier und Kreativität.
Ich lag ein viertel Stündchen auf dem Sofa, surfte per Handy im Internet, und freute mich, dass die Kleine im Kinderzimmer so rege spielt. Mein Freund war gerade nachhause gekommen und hatte einen Einkaufsbeutel in den Flur gestellt, und ich hörte so vage, daß es knisterte und auch etwas umfiel.
An meine Tochter dachte ich dabei eigentlich nicht, erst als es sehr ruhig wurde in Kinderzimmer und Flur, mein Freund in der Küche verschwunden war und mein Kind glucksende Laute von sich gab, wurde mir bewusst, dass sie die ganze Zeit wieder “Eier, Eier” gerufen hatte, so wie den ganzen Tag…
Und ich weiß nicht, ob mütterlicher Instinkt oder so.. auf jeden Fall sprang ich wie von der Tarantel gestochen vom Sofa auf, und rannte in den Flur.
Da saß mein Kind freudestrahlend, grinste mich an und sagte immer wieder “Eier, Eier” … was soll ich sagen, sie wollte damit nicht sagen, dass sie ins Bett will, sondern sie hatte die rohen Eier aus dem Einkaufsbeutel geholt und zwischen ihren Händen zerquetscht.
Einen Teil davon schlürfte sie sich von den Fingern und der restliche Glibber war regelmäßig von oben bis unten auf Pullover und Hose verteilt – dass Eier schön zwischen den Fingern hindurchflutschen, ist ja allgemein bekannt.
Ein wenig verdutzt war sie schon, daß die Eier genauso aussahen wie die von heute früh, aber irgendwie einen anderen Inhalt hatten. Aber dank ihrer Experimentierfreudigkeit wusste sie gleich etwas mit der Substanz anzufangen und verschönerte ihre Haare und ihr Gesicht damit.
Eins ist mir und meinem Freund gewiss: Wir müssen wirklich in der “Erziehung” alles richtig gemacht haben, denn unsere Tochter ist ganzschön kreativ im Umgang mit neu entdeckten Dingen.
Und Mama im Umgang mit der Schadensbeseitigung – soviel Ideen wie zur Zeit hatte ich nichtmal auf Arbeit in den letzten fünf Jahren
Also bitte! Nicht die Experimentierfreudigkeit kleiner Kinder dämpfen – es werden vielleicht große geniale Zeitgeister, wer weiß
- Woher komme ich und von wem stamme ich ab?
- Trackback- ach du meine Güte, wieder ein neues Wort beim Bloggen