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Astrid

Ich habe gelernt. Gedankliches Jogging.

Ich habe gelernt

Ich habe gelernt, dass du niemanden dazu bringen kannst, dich zu lieben. Alles was du tun kannst, ist, jemand zu sein, den man lieben kann. Der Rest liegt an den anderen.

Ich habe gelernt, egal wie viel ich mich kümmere, manche Menschen kümmert es nicht.

Ich habe gelernt, dass es Jahre braucht Vertrauen aufzubauen, aber nur Sekunden, um es zu zerstören.

Ich habe gelernt, dass im Leben nicht zählt, was du hast, sondern wen du hast.

Ich habe gelernt, das du dich nicht mit dem Besten, das andere geben können vergleichen solltest, sondern mit dem Besten das du geben kannst.

Ich habe gelernt, dass es nicht wichtig ist, was Leuten passiert, sondern was sie daraus machen.

Ich habe gelernt, dass du impulsiv etwas tun kannst, was dir für den Rest deines Lebens Kopfschmerzen bereitet.

Ich habe gelernt, dass egal wie dünn du etwas schneidest, es immer zwei Seiten gibt.

Ich habe gelernt, dass es lange dauert, die Person zu werden, die ich wirklich sein möchte.

Ich habe gelernt, dass es oft einfacher ist zu reagieren als zu denken.

Ich habe gelernt, dass du immer jemanden mit lieben Worten verlassen solltest. Es könnte das letzte mal sein, das du ihn siehst.

Ich habe gelernt, dass du noch lange weitermachen kannst, nachdem du dachtest du kannst nicht mehr.

Ich habe gelernt, dass wir verantwortlich sind für das was wir tun, egal wie wir uns fühlen.

Ich habe gelernt, dass entweder du deine Haltung steuerst oder sie dich steuert.

Ich habe gelernt, dass ungeachtet dessen, wie heiß und feurig deine Beziehung anfangs ist, die Leidenschaft verblasst und besser etwas anderes diesen Platz einnimmt.

Ich habe gelernt, dass Helden Menschen sind die das tun, was getan werden muss, wenn es notwendig ist, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen.

Ich habe gelernt, dass es Übung braucht Verzeihen zu erlernen.

Ich habe gelernt, dass es Menschen gibt, die dich aufrichtig lieben, aber nicht wissen, wie sie es zeigen sollen.

Ich habe gelernt, dass Geld ein lausiger Weg ist Anerkennung zu bekommen.

Ich habe gelernt, das mein Freund und ich alles oder nichts tun können und dabei eine tolle Zeit haben.

Ich habe gelernt, dass manchmal die Leute, von denen du erwartest, einen Tritt zu bekommen, wenn du ganz unten bist, diejenigen sind, die dir beim Aufstehen helfen.

Ich habe gelernt, dass ich manchmal, wenn ich wütend bin, das Recht habe wütend zu sein, aber nicht das Recht, grausam zu sein.

Ich habe gelernt, dass wahre Freundschaft selbst über große Entfernungen hinweg Bestand hat. Dasselbe gilt für wahre Liebe.

Ich habe gelernt, dass, nur weil jemand dich nicht auf die Art und Weise liebt, die du dir wünschst, das nicht heißt, dass er es nicht mit allem tut was er hat.

Ich habe gelernt, dass Reife mehr damit zu tun hat, was für Erfahrungen du gemacht hast und was du daraus gelernt hast, als damit, wie viel Geburtstage du schon gefeiert hast.

Ich habe gelernt, dass du niemals einem Kind sagen solltest, seine Träume sind unglaubwürdig und befremdlich. Es gibt nur wenige Dinge, die demütigender sind und was wäre es schon für eine Tragödie, sie es glauben zu lassen.

Ich habe gelernt, dass eine Familie nicht immer für dich da ist. Es hört sich seltsam an, aber Menschen mit denen du nicht verwandt bist, können sich genauso um dich sorgen, dich lieben und dir das Vertrauen an die Menschen zurückgeben.

Ich habe gelernt, dass egal wie gut ein Freund ist, er dich von Zeit zu Zeit verletzt und du ihm verzeihen musst.

Ich habe gelernt, dass es nicht immer reicht, wenn andere dir verzeihen. Manchmal musst du lernen, dir selber zu verzeihen.

Ich habe gelernt, dass egal wie sehr dein Herz gebrochen ist, die Welt sich wegen deines Kummers nicht aufhört zu drehen.

Ich habe gelernt, dass unser Hintergrund und gewisse Umstände uns beeinflusst haben können, wer wir sind, aber wir sind letztendlich dafür verantwortlich, wer wir werden.

Ich habe gelernt, dass ich manchmal, wenn zwei Freunde streiten, gezwungen bin, eine Seite zu wählen, selbst wenn ich es nicht will

Ich habe gelernt, dass, wenn zwei Menschen sich streiten, das nicht bedeutet, dass sie sich nicht lieben. Und nur weil sie sich nicht streiten bedeutet es nicht, dass sie es tun.

Ich habe gelernt, dass du manchmal eine Person und deren Handlungen trennen musst.

Ich habe gelernt, dass wir Freunde nicht ändern müssen, wenn wir verstehen, dass Freunde sich ändern.

Ich habe gelernt, dass du nicht eifrig versuchen solltest, ein Geheimnis herauszufinden. Es könnte dein Leben für immer verändern.

Ich habe gelernt, dass zwei Leute, die genau die gleiche Sache betrachten, etwas total Unterschiedliches sehen können.

Ich habe gelernt, dass es viele Wege gibt, sich zu verlieben und verliebt zu bleiben.

Ich habe gelernt, dass diejenigen, die ungeachtet der Konsequenzen aufrichtig mit sich selber sind, im Leben weiterkommen.

Ich habe gelernt, dass egal wie viel Freunde du hast, bist du ihre Stütze, wirst du dich einsam und verloren fühlen in den Zeiten, in denen du sie am meisten brauchst.

Ich habe gelernt, dass dein Leben in wenigen Augenblicken von Menschen geändert werden kann, die dich noch nicht einmal kennen.

Ich habe gelernt, dass, selbst wenn du denkst, du hast nichts mehr zu geben, du die Kraft finden wirst zu helfen, wenn ein Freund nach dir ruft.

Ich habe gelernt, dass Schreiben sowie Reden emotionalen Schmerz erleichtern können.

Ich habe gelernt, dass das Paradigma, das wir leben, nicht alles ist, was uns angeboten wird.

Ich habe gelernt, dass Diplome an der Wand aus dir noch keinen anständigen Menschen machen.

Ich habe gelernt, dass Menschen, die dir viel im Leben bedeuten, dir oft viel zu früh genommen werden.

Ich habe gelernt, dass, obgleich das Wort Liebe viele unterschiedliche Bedeutungen hat, es an Wert verliert, wenn es übermäßig benutzt wird.

Ich habe gelernt, dass es schwierig ist, eine Grenze zu ziehen zwischen der Rücksichtnahme auf die Gefühle anderer und zu dem zu stehen, an das du glaubst.

Ich wünsche euch ein bisschen Zeit, um über euch und euer Leben nachzudenken. Manchmal ist es ganz gut, sich den Spiegel vorzuhalten und im „Selbst“ zu ruhen, anstatt sich immer am „Außen“, an anderen zu orientieren. Es gibt nichts und niemanden, der perfekt ist.

Eine schöne Woche wünscht euch

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Die Rolle der Frau. Wir sind kein Vieh.

Die Rolle der Frau. Wir sind kein Vieh.

Vielleicht ist die Überschrift etwas exzentrisch, mag sein. So ist das doch heute, jeder muss ein wenig übertreiben, sonst wird er nicht gehört…
Ich bin in der letzten Zeit nur noch stille Beobachterin der vielen Geschehnisse in Deutschland, die uns oft fremd sind. So jedenfalls sagt es mir mein Gefühl – es ist meine Empfindung, dass sich hier viele Situationen explosionsartig aneinander reihen, bevor man überhaupt Luftholen kann.
Bevor ich in Ruhe überlegen konnte, wie ich alle diese Gefühle in Worte packen könnte – eigentlich genau das einzigartige Talent eines Schreiberlings – ist die Zeit bereits wieder rasend an mir vorbeigegangen und das nächste Geschehnis steht auf dem Tagesplan. Dabei wäre es in mancherlei Hinsicht besser, etwas zur Ruhe kommen zu können und sich zu „sammeln“, bevor man sich zu einem Thema äußert.

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Bulgare findet in Zwickau neue Heimat

Bulgare findet in Zwickau neue Heimat
Juana Kreßner / pixelio.de

Am 3. Oktober jährt sich die Wiedervereinigung zum 25. Mal. Aus diesem Anlass haben junge Leute aus Zwickau 25 Zeitzeugen befragt. Einer von ihnen ist Stefan Kolev – der Bulgare lehrt als Professor an der WHZ. Eine 21-Jährige hat ihn porträtiert.

Von Sara Voigt*
erschienen am 30.09.2015

Zwickau. Stefan Kolev, geboren in Bulgarien, kann sich noch genau daran erinnern, dass er am 9. November 1989 bei seinen Großeltern war. Sein Opa sagte mit Blick auf den Fernseher: „Ach, in Berlin tut sich etwas.“ Am Tag darauf stürzt auch das sozialistische Regime in Bulgarien in sich zusammen. Noch heute sieht sich Stefan Kolev als Kind bei einer der größten Kundgebungen in Sofia im Juni 1990 auf den Schultern seines Vaters sitzen – inmitten von einer Million Menschen.

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Ostdeutsche Ministerpräsidenten lehnen zusätzliche Flüchtlinge ab

Ostdeutsche Ministerpräsidenten lehnen zusätzliche Flüchtlinge ab
dpa

Aus Ostdeutschland kommt Widerstand gegen den Vorschlag Baden-Württembergs, dass die neuen Bundesländer gegen Bezahlung zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen sollten. Gleich drei Ministerpräsidenten stellen klar: „Das geht so nicht.“

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Zwei Maßnahmen gegen die Demografiefalle

Zwei Maßnahmen gegen die Demografiefalle
Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Die Bevölkerung in Ostdeutschland schrumpft schneller als im Westen und sie wird immer älter. Manche Regionen entvölkern sich. IWH-Präsident Gropp rät zur Konzentration auf die Städte und hofft auf Zuwanderung.

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Auszubildende: Mehr Neuverträge in Ostdeutschland

Auszubildende: Mehr Neuverträge in Ostdeutschland
Karl-Heinz Laube / pixelio.de

In Ostdeutschland wächst die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im Handwerk.
7289 Neuverträge wurden zum Stichtag 30. Juni gezählt, das sind 7,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

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25 Jahre nach dem Reset hinkt Ostdeutschland weiter hinterher

25 Jahre nach dem Reset hinkt Ostdeutschland weiter hinterher
Rolf Jürgens / pixelio.de

Bild: Rolf Jürgens  / pixelio.de

25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung, der wirtschaftlich wie gesellschaftlich einen Neustart (“Reset”) zur Folge hatte, wirken die „schwierigen Startbedingungen Ostdeutschlands noch immer nach“. Das schätzt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Arbeitsagentur in Nürnberg in einer neuen Analyse ein. Die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland sei heute etwa 1,5-mal so hoch wie im Westen, im Schnitt bekomme ein ostdeutscher Beschäftigter 20 % weniger Lohn als ein Westdeutscher. Und die wirtschaftliche Produktivität – zu DDR-Zeiten erreichte die etwa ein Drittel des bundesdeutschen Standes – habe sich bei etwa ¾ des Westniveaus eingepegelt.

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Schlechtes Wetter sorgt für leere Storchen-Nester in Ostdeutschland

Schlechtes Wetter sorgt für leere Storchen-Nester in Ostdeutschland
Moni Sertel / pixelio.de

Storchen – Nachwuchs fällt dieses Jahr rar aus. Vor allem im Osten des Landes.

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Mercedes-Benz-Vertrieb verabschiedet sich aus Ostdeutschland

Mercedes-Benz-Vertrieb verabschiedet sich aus Ostdeutschland
E. Kopp / pixelio.de

Daimler strukturiert sich um – Autohäuser könnten nach China verkauft werden

Demnach werden alle ostdeutschen Niederlassungen des Mercedes-Benz-Vertriebes verkauft.

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Wer ordentlich ist, ist nur zu faul zum Suchen

Oder irgendwie so ähnlich.
Fakt ist: Wer einen chaotischen Partner hat, der muß wohl notgedrungen damit klarkommen. Wer allerdings kleine Kinder hat, dem ist meist eine gewohnte Unordnung ganz vertraut.

Das kommt offensichtlich darauf an, wie kreativ die Kinder sind – und wie ordentlich die Eltern.

Unordnung ist meiner Ansicht nach nicht nur eine Frage der Erziehung, sondern des Charakters. Ich erinnere mich noch sehr genau daran, daß ich als kleines Mädchen meine Anziehsachen brav zusammengelegt habe und abends auf meinen Stuhl getan. Denn ich wollte früh lieber ein paar Minuten länger schlafen können und nicht die knappe Zeit damit verbringen, Klamotten zu suchen.

Leider war das mit zwei Brüdern nicht sehr einfach. Der Große ging einen steilen Weg auf die Pubertät zu, der kleine interessierte sich mehr für sein warmes Milchfläschchen. Der Platzmangel vor Umbau des Hauses tat auch sein Übriges. Denn wer mit anderen auf engstem Raum zusammen lebt, der muß sich den Gegebenheiten ganz anders anpassen.

Diese Eigenschaft habe ich offensichtlich bis heute beibehalten. An meine Tochter habe ich jedoch weder diese Besonderheit weiter vererbt noch das Ordnungs-Gen.

Ich hoffe auf ein großes Wunder, aber ich befürchte, das Leben wird mich lauthals auslachen. Vor allem dann, wenn sie irgendwann in die Pubertät kommt.

Was kostet die Welt

Ja, die Pubertät. Da ist alles anders und im Ausnahmezustand. Dementsprechend sehen oft auch die Zimmer der Heranwachsenden aus. Meine Eltern verstanden das damals nicht. Ich hatte schlichtweg keine Zeit, aufzuräumen. Es gab echt Wichtigeres. Mit Freunden abhängen. Ins Kino gehen. Der erste Liebeskummer. So Sachen halt.

Zuhause war ich in der Zeit selten und mein Zimmer war eine Art riesige Aufbewahrungsbox. Es hielt sich aber in Grenzen. Schlimmer war es, als ich mein Zimmer noch teilen mußte. Zuerst mit der großen Variante von Bruder. Der klaute sich schonmal meinen Zirkel und mein Lineal für die Schule, weil er seine Sachen schlichtweg nicht fand. Den Eintrag ins Hausaufgabenheft bekam dann ich.

Jungs sind schon komisch. Socken hier, Pullover da – in Häufchen vor dem Bett, egal was die Mama sagt. Es gab Zank und Tränen, denn ich wollte wirklich meine Ruhe. Doch ein eigenes Zimmer bekam ich  trotzdem nicht.

Die geniale Lösung des Problems sah anders aus:

Großer Bruder raus, der Kleine rein. Da blieb es nicht bei Söckchenhaufen.

Es war viel schlimmer. Er krallte sich alles aus meinem Regal, was er fassen konnte, bekritzelte meine Hausaufgaben und zerstreute sein gesamtes Spielzeug auf dem Fußboden. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich keinen Weg mehr zu meinem Bereich im Zimmer fand, ohne auf irgend etwas zu treten.

Mütter und Söhne

Wer sich wie ich Gedanken um die tägliche Unordnung in seinem Leben macht, der schielt auch hin und wieder nach den Ursachen. Weshalb bin nur ich diejenige, die das Auto aussaugt oder die Fenster putzt?

Manche Menschen besitzen das Talent, da wo sie auch nur stehen, Chaos zu hinterlassen. Kommoden dienen als komplette Ablagefläche. Wenn die voll ist, wird die Schrankwand als Lagerstelle zweckentfremdet.

Im Flur türmt sich die neueste Steine-Sammlung auf meinem Schreibtisch – die lagen doch vorhin noch nicht da? Schraubenzieher auf dem Tisch und Spielzeug auf dem Fußboden. Hier braucht es einen General!

Es ist nicht immer einfach, ruhig zu bleiben. Natürlich strahlt das Glück der Liebe in mein Herz und läßt mich verständnisvoll über das Chaos blicken. Augenscheinlich zumindest. In Wahrheit fühle ich mich zurückversetzt in das Jahr 1987 und später. Was mache ich nur falsch?

Gelassen sehen? Aber selbstverständlich bin ich die relaxteste Mutter und Hausfrau…äh… Frau, die es gibt.

Dennoch sinniere ich oft über die Ursachen. Sind tatsächlich alle Männer unfähig, einen Haushalt zu organisieren? Haben die Mütter bei ihren Söhnen in der Erziehung etwas falsch gemacht?

Eine Freundin vertraute mir vor einiger Zeit einmal an, daß sie sich manchmal fühlt wie ein Aschenbrödel. Eine andere sagt, sie fährt das Putzfrauenauto und ihr Freund das tolle. Anspielungen, die mich nachdenklich machen.

Ich bin auf einer ganz heißen Spur! Männer sind tatsächlich oft so, wie die Mama es ihnen beigebracht hat. Was für eine gruselige Vorstellung! Denn ich wette, die meisten mussten keinen Lappen im Haushalt schwingen.

Die berühmtesten „Such-mich-Verstecke“

Vielleicht kennt ihr das Phänomen. Das was gesucht wird, kurz bevor es zur Haustür hinaus geht, ist meist an verschiedenen, aber doch bekannten Stellen wieder zu finden.

1. Meine Schlüssel liegen desöfteren im Kühlschrank.

Das hat zwei Gründe. Erstens, bevor wir wegfahren, räume ich oft noch schnell Sachen auf. Ich mag es nicht, in eine unaufgeräumte Wohnung heim zu kommen.

Unter anderem stelle ich dann auch Dinge vom Tisch in den Kühlschrank.

Die zweite Ursache ist, dass ich manchmal kurz vorher noch etwas trinke. Beide Male bleibt dann der Schlüssel, den ich zum Abschließen schon in der Hand hatte, im Kühlschrank liegen.

Wenn er also nicht da hängt, wo er hängen soll, laufen wir automatisch zum Kühlschrank.

2. Wo ist mein Autoschlüssel?

In Schichten arbeiten, Terminen nachkommen, von Berufswegen mit dem Auto unterwegs sein, das Kind zum Kindergarten schaffen, Papier wegbringen …. das ist so die Kurzform unseres Eltern-Daseins. Mitzwei Auto´s ist es nicht immer unkompliziert, auch wenn man es denken mag.

Je nachdem, wie weit ich fahre, wie schnell ich da sein muß und was ich vorhabe, wechsel ich von meinem in das Auto meines Mannes. Das beginnt eigentlich schon damit, ein k-inderfahrrad mit Stützrädern in einen winzigen Kofferraum einer alten Blechkarre zu stopfen. Klappt nicht. Großes Auto muß her.

Fliegender Wechsel sozusagen. Da verschwinden die Autoschlüssel schon mal im Alltagsnirwana. Oder noch vielsimpler in Hosentaschen. Neue Hose = totales Chaois. Da wir alle sehr temperamentvoll sind und leicht an die Decke gehen, reicht so eine Streßsituation kurz vor dem Wegfahren, um durch diese blöde Suche nach dem Autoschlüssel schlechte Laune zu bekommen.

Wenn es also heißt, Autoschlüssel suchen, dann schauen wir zuerst in Hosen- und Jackentaschen nach.

3. Wo ist meine Mütze?

Ganz ehrlich. Sie hat wirklich ein großes Mützenproblem. Töchterchen bekam schon einen ganz süßen, bunten Beutel an die Garderobe gehängt mit sehr vielen Mützen und Käppi´s. (Heißt übrigens nicht so, es heißt „Basecap, Mama“!)

Ich bin praktisch veranlagt und versuche einfach zu ordnen, was irgendwie zu ordnen geht. Doch aus irgend einem Grund ist genau die Kopfbedeckung, die wir an dem Tag brauchen, nicht in diesem verflixten Beutel. Und ganz sicher auch keine 20 Meter drumherum.

Beliebte Verstecke bzw. Ablageflächen für Mützen sind auf jeden Fall die zwei Autos, der Kindersitz oder der Kofferraum, ihr Rucksack, das Ablagefach im Kindergarten oder die Gartenlaube. Da wird es wirklich schon dramatisch.

Könnt ihr euch vorstellen, wie lange wir brauchen, um aus dem Haus zu kommen, wenn

a) die Mütze vielleicht im Auto liegt

b) der Autoschlüssel vielleicht in einer Hosentasche steckt und

c) wir zum Schluß den Wohnungsschlüssel suchen?

4. Wo sind Haarspangen und Zopfgummi?

Wer Mädchen zuhause hat, kennt es vielleicht. Wir haben einen wirklich riesigen Verschleiß an besagten Artikeln. Egal, wieviele ich davon nachkaufe, nach spätestens zwei Wochen stehen wir früh da und finden weder Haarspangen noch Zopfgummis. Die sind meistens leider auch unauffindbar.

Als Versteck dient dennoch das Kinderzimmer. Die Haare von Puppen sind generell verschönert. Und nicht nur mit Haarspangen. Aber dazu später mehr.

Verzweifelt also nicht, wenn der Haushalt nicht so geleckt aussieht, wie ihr es gerne hättet. Es gibt eben auch Familien, wo nicht alles an seinem Platz steht. Vom Boden essen kann man nicht, aber wozu gibt es Tische? Und das Leben zu genießen, kann manchmal auch entspannender als Putzen sein!
Ich wünsche euch einen wunderschönen stressfreien Freitag.

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