Themen Sechs der Todesopfer kommen aus Ostdeutschland – Terroranschlag in Istanbul Wo sind die ostdeutschen Eliten? Die Rolle der Frau. Wir sind kein Vieh. Polizei sperrt Kanzleramt wegen verdächtiger Postsendung ab Ich habe gelernt….!!!! Gedankliches Jogging… Bulgare findet in Zwickau neue Heimat Ostdeutsche Ministerpräsidenten lehnen zusätzliche Flüchtlinge ab Zwei Maßnahmen gegen die Demografiefalle Auszubildende: Mehr Neuverträge in Ostdeutschland 25 Jahre nach dem Reset hinkt Ostdeutschland weiter hinterher Schlechtes Wetter sorgt für leere Storchen-Nester in Ostdeutschland Mercedes-Benz-Vertrieb verabschiedet sich aus Ostdeutschland Weißt du zufällig, wo die Briefumschläge sind? Wer ordentlich ist, ist nur zu faul zum Suchen… Mein allererster Blogeintrag über Word2007 Der feine Unterschied zwischen Selbstbewusstsein und Egoismus Das Jahrhundert der Angst Fantasie der Liebe Warten auf ein Zeichen Ins Sprayen vertieft – Festnahme durch Bundespolizei Warum Allergikern die Höhenluft so gut tut Mit einem Gruß vom Pavor nocturnus Welt – CED – Tag Ich bestimme hier, du Rotznase! Wie viel Freiheit Eltern ihren Kindern beim Surfen geben Essen wie Popeye. Ohne iih und bääh. Hello world! Sample Page Eiskalter Augenblick Deine Nähe Bloggen als Beruf Hochbegabte Minderleister Warum schlaue Kinder schlechte Schüler sein können Glaubst du, sie hat Defizite – oder wieso Frühförderung? Was ich noch sagen wollte Hand in Hand gegen Intoleranz und Gewalt – Jan Kleen Wenn WordPress im Wartungsmodus verweilt Mysterious baltic darkfolk group with Lyrics in (Old)-Prussian Klimawandel in der Familie: Kinder brauchen keine perfekten Eltern, die über jeden Zweifel erhaben sind! Erklärungsnot. Warme Stube Was du mich tun lässt Bloggen via Android Frage der Relation Spiegelproblem Zu viel verlangt Wann wird endlich wieder Frühling! Brauchen wir Glaubenskriege? Schön, dass Sie hier sind! Kitas fehlen 120.000 Erzieherinnen Kein Blog für Shitstorm Spiegelneuronen – wichtig für die Empathie? Sind so kleine Hände Hat dein Kindergarten ein pädagogisches Konzept? Trotzphase bei Kindern: Stampfen, schreien, wüten Stille Revolution im Kindergarten Deutschland im Diätenwahn!!! Schreib´doch mal was über Fußball… Von Flucht und Einsamkeit Alle Farben – She Moves (Far Away) feat. Graham Candy Es izjāju prūšu zemi Koklēdamis Regelmäßig gestellte Fragen zur Hochsensibilität Wenn dein Kind nicht mehr mit jedem redet – Der Anfang Petition „Beibehaltung der Normalzeit – Abschaffung der Sommerzeitverordnung“ Mitführen einer Warnweste ab heute Pflicht Morbus Crohn und die Hilflosigkeit der Ärzte Grundeinkommen und Demokratie Sinnieren auf der Hollywoodschaukel Die Welt in unserer Zeit Montagsdemos unter Feuer Wenn die Zeit stillsteht… Aktionstag „Chronisch entzündliche Darmerkrankungen 2014“ Nur zu Besuch! Heute ist dein Tag – Ich trage dich in meinem Herzen. Die Tomoffelpflanze – praktisch, originell und gut Bürgerverein Machern – Mitte ruft zum Voting auf – Macherns Spielplatz muß gewinnen! Brennnessel für eine gesunde Kopfhaut Zunehmender Mond im Zeichen Zwillinge – 1. bis 3. Mai 2014 Ich schweige lieber – dann mache ich auch nichts falsch Wohin mit den vielen Ostereiern? Was ist (s)elektiver Mutismus? Gibt es eine ostdeutsche Mentalität? Hebammen – Versicherung bis 2015 geregelt Gewalt in Kinder- und Jugendpsychiatrien : Geschlagen, missbraucht – Hölle Kinderpsychiatrie! die story „Hölle Kinderpsychiatrie – Gewalt und Missbrauch hinter Anstaltsmauern“ | Heute, 22.00 – 22.45 Uhr | WDR Fernsehen Kassensturz: Auch in Leipzig stieg die Zahl der Kinder in „Bedarfsgemeinschaften“ 2013 wieder Was hat Tropical Islands dem Steuerzahler gebracht? Hypnose kann Morbus Crohn heilen Linke-Abgeordnete: Staatsregierung redet Arbeitsmarkt schön Flughäfen Leipzig und Dresden präsentieren Sommerflugplan Ost-Unis punkten bei Abiturienten aus dem Westen Oha! Kiga-Erzieherinnen „vom alten Schlag“… – gefunden bei Rabeneltern.biz Kindergarten „Knirpsenhaus“ ab April ohne Leitung Dritte Generation Ostdeutschland, Eisen-, Wost-, Wendekinder … 25 Jahre später Was gibts bei euch heute zum Mittagessen? Rentenerhöhung zum Juli 2014: Ostdeutschland holt auf Wie erstelle ich Screenshots oder Auszüge davon? Hilfe, meine Formatvorlage fehlt im WordPress – Dashboard Warum Hochbegabte sehr wahrscheinlich nicht als Hochbegabte gesehen werden Teil 1 Der Bachelor – Tyme out Trackbacks und Pingbacks in WordPress Filinchen mit Schmelzkäse
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Sechs der Todesopfer kommen aus Ostdeutschland – Terroranschlag in Istanbul

Eine rote Nelke an einem Geländer vor dem Obelisken des Theodosius, jener Sehenswürdigkeit in Istanbul, die die deutsche Touristengruppe am Dienstagmorgen gerade bewunderte, als der Attentäter seinen Sprengsatz zündete – eine der vielen Beileidsbekundungen für die Opfer und ihre Hinterbliebenen. Die türkischen Zeitungen erscheinen mit den Worten „Im Herzen bei Euch“ auf der Titelseite.

Am Tag nach dem Selbstmordattentat auf dem Sultanahmet-Platz stieg die Zahl der deutschen Opfer auf zehn: Zwei weitere Touristen erlagen ihren schweren Verletzungen. Sechs der Toten stammen aus Ostdeutschland, darunter auch Brandenburg. Der Attentäter hatte sich auf dem Platz unter die 33-köpfige deutsche Reisegruppe gemischt und dann seinen Sprengsatz gezündet.

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) sprach den Angehörigen seine Anteilnahme aus. „Wir stehen in dieser Stunde zusammen, um Trost denen zu spenden, die jetzt um ihre Lieben trauern“, erklärte Schröter: „Ich wünsche den Angehörigen aufrichtig viel Kraft, das Untragbare zu tragen.“ Brandenburg und Berlin ordneten Trauerbeflaggung an, im Berliner Dom und in der Berliner Marienkirche wurden Kondolenzbücher ausgelegt.

Innenminister Thomas de Maizière, der gestern nach Istanbul kam, sieht dennoch „keine Anzeichen, dass der Anschlag gezielt gegen Deutsche gerichtet war“. Nach einem Treffen mit seinem türkischen Kollegen Efkan Ala sagte de Maizière, beide Länder wollten eng zusammenarbeiten: „Wir wissen, wir sind beide bedroht vom Terrorismus. Deshalb muss auch die Antwort eine gemeinsame sein.“ Deutschland und die Türkei „rücken noch enger zusammen“, so der Minister. Gemeinsam mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu besuchte de Maizière Verletzte. Noch sieben Deutsche befanden sich gestern in Krankenhäusern, fünf von ihnen auf der Intensivstation.

Als Täter haben die türkischen Behörden den 28 Jahre alten Nabil Fadli identifiziert. Er stammt aus Saudi-Arabien, besaß die syrische Staatsangehörigkeit und hatte sich der Terrormiliz IS angeschlossen. Er stand in der Türkei auf keiner Fahndungsliste, war erst kürzlich aus Syrien gekommen und hatte am 5. Januar bei der Ausländerbehörde in Istanbul Asyl beantragt. Jetzt suchen die Fahnder nach möglichen Komplizen und weiteren potenziellen Attentätern. Die Behörden meldeten am Mittwoch 13 Festnahmen. In der Touristenmetropole Antalya wurden drei Russen verhaftet, mutmaßliche Mitglieder des IS.

In den türkischen Medien gab es am Tag nach dem Anschlag nur spärliche Informationen über die bisherigen Ermittlungsergebnisse der Sicherheitsbehörden. Der Grund: Ein Istanbuler Gericht hat eine Nachrichtensperre über den Fall verhängt. So viel aber sickerte durch: Offenbar hatte der türkische Geheimdienst MIT Hinweise auf geplante Attentate und gab entsprechende Warnungen an die Polizeibehörden heraus, berichtete gestern die Zeitung „Hürriyet“.

Der MIT warnte demnach am 17. Dezember und erneut am 4. Januar vor geplanten Anschlägen „gegen Nato-Einrichtungen, ausländische Botschaftsgebäude und Konsulate sowie auf Orte, an denen sich viele Ausländer und Touristen aufhalten.

Wer sind die deutschen Opfer des Terroranschlags in Istanbul?

Rheinland-Pfalz: Ein Ehepaar aus Mainz– der Mann 61, die Frau 59 –kommen ums Leben. Auch ein 73-Jähriger aus Bad Kreuznach stirbt, seine Ehefrau liegt mit schweren Verletzungen in einer Istanbuler Klinik.

Sachsen: Eine 70-jährige Frau aus Leipzig sowie zwei 51 und 75 Jahre alte Männer aus Dresden sind unter den Todesopfern.

Brandenburg: Ein Ehepaar aus Falkensee, 71 und 73 Jahre alt, stirbt beim Anschlag.

Berlin: Ein Berliner wurde getötet, eine Frau schwer, ein Mann leicht verletzt.

Hessen: Ein 67 Jahre alter Mann aus Stadtallendorf kommt ums Leben, seine 50-jährige Frau wird bei der Attacke verletzt.

Quelle: SVZ.de // Autor: Gerd Höhler

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Wo sind die ostdeutschen Eliten?

Deutschlands Eliten sind westdeutsch. Nur fünf bis neun Prozent der Führungsposten in Politik, Wirtschaft, Militär, Justiz etc. sind derzeit von Menschen besetzt, die in Ostdeutschland geboren worden sind. Gemessen am Anteil der Ostdeutschen an der Gesamtbevölkerung in Deutschland müssten es 17 Prozent sein – wenn man den Anspruch erhebt, dass jede Region, jedes Bundesland, jede Bevölkerungsgruppe entsprechend ihrem prozentualen Anteil in den Führungszirkeln dieses Landes vertreten sein soll.

Der Jenaer Soziologe Raj Kollmorgen hat die hier referierten Zahlen und Erkenntnisse zusammengetragen. Zum Beispiel: Nur zwei von 180 Vorständen von DAX-Unternehmen haben eine ostdeutsche Herkunft. In der Bundeswehr gibt es nur einen General aus den neuen Bundesländern. Immerhin: Im Bundestag sind dank Wahlrecht und Wahlkreis-Einteilung die Ostdeutschen angemessen vertreten. Und: Zwei der fünf höchsten Repräsentanten der Bundesrepublik sind Ostdeutsche: Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel.
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Welche Ursachen hat nun diese Unterrepräsentierung Ostdeutscher in den Kreisen und Zirkeln der Macht? Das hat – laut Kollmorgen – vor allem mit der Art und Weise der deutschen Wiedervereinigung zu tun. Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik übernahm diese auch die Gesetze und sonstigen “Spielregeln” der BRD. Wer aber hätte diese Regeln den neuen Bundesbürgern nur vermitteln und beibringen können? Natürlich westdeutsche Eliten. Hinzu kam eine Kompromittierung vieler Angehöriger der DDR-Elite: Wer als Staatsanwalt in der DDR Grenzflüchtlinge angeklagt hatte, konnte unmöglich ein solches Amt in einem demokratischen Rechtsstaat ausüben.

Diese neuen, aus dem Westen stammenden Eliten in Ostdeutschland haben mittlerweile eigene Netzwerke gebildet, die – natürlich – vorzugsweise aus Westdeutschen bestehen und sich gegenseitig unterstützen. Für Ostdeutsche ist da wenig Platz.

Soweit der empirische Befund des Soziologen. Man kann (und muss wohl auch) die Unterrepräsentanz Ostdeutscher in den Zirkeln der Macht und des Einflusses in Deutschland beklagen. Aber: Welche spezifisch ostdeutschen Interessen sollten oder könnten ostdeutsche Eliten beispielsweise in der Bundeswehr oder in der Justiz vertreten? Kann ein ostdeutscher General dafür sorgen, dass Soldaten aus Ostdeutschland schneller befördert werden oder vorzugsweise in die weniger gefährlichen Auslandseinsätze geschickt werden? Ein Richter, egal ob er in Ost- oder Westdeutschland geboren wurde, ist an die Einhaltung von Recht und Gesetz gebunden. Besonders milde Strafen für Angeklagte aus dem Osten zu verhängen, dürfte daher kaum möglich sein.

Vielleicht spielt die Herkunft in der Wirtschaft eine größere Rolle. Möglicherweise könnte ein ostdeutscher Vorstandsvorsitzender eines Unternehmens Investitionen lieber in Mecklenburg oder Sachsen-Anhalt ansiedeln als in Hessen oder Schleswig-Holstein. Bei solchen Entscheidungen spielen aber wohl doch eher Aktionärsinteressen oder Kostenargumente eine Rolle. Und wenn ein ostdeutscher Standort zum Beispiel durch niedrigere Lohnkosten einen Vorteil hat, dann dürfte auch die Wahl eines westdeutschen Managers eher auf diesen fallen. Vermute ich. Und dass eines der DAX-Unternehmen seinen Sitz in den Osten verlagert, sobald an dessen Spitze ein Mensch mit ostdeutscher Biografie einrückt, darf bezweifelt werden.

Immerhin spielt die Herkunft wohl bei Verteilungskämpfen auf politischer Ebene eine Rolle. Dieser Tage konnte man das an der Empörung der (überwiegend aus Ostdeutschland stammenden) Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer über die Kungelei ihrer Westkollegen beobachten, die ein paar EU-Patentgerichtsstandorte unter sich aufgeteilt hatten. Aber in der Politik spielen in erster Linie Mehrheiten eine Rolle, und die machen sich selten an landsmannschaftlichen Kriterien fest.

Was bleibt den Ostdeutschen also? Kollmorgen rät ihnen, eigene Netzwerke zu bilden und so ihren Einfluss in den Elitezirkeln zu vergrößern. Na, vielleicht hilft das. Aber die Frage bleibt: Welche spezifisch ostdeutschen Interessen kann oder will man vertreten, wenn man einmal da oben angekommen ist? Vielleicht fragen wir mal die Frau Merkel.

Quelle: Ost-Blog // zeit.de Autor: Dirk Reinhardt

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Die Rolle der Frau. Wir sind kein Vieh.

Vielleicht ist die Überschrift etwas exzentrisch, mag sein. So ist das doch heute, jeder muss ein wenig übertreiben, sonst wird er nicht gehört…
Ich bin in der letzten Zeit nur noch stille Beobachterin der vielen Geschehnisse in Deutschland, die uns oft fremd sind. So jedenfalls sagt es mir mein Gefühl – es ist meine Empfindung, dass sich hier viele Situationen explosionsartig aneinander reihen, bevor man überhaupt Luftholen kann.
Bevor ich in Ruhe überlegen konnte, wie ich alle diese Gefühle in Worte packen könnte – eigentlich genau das einzigartige Talent eines Schreiberlings – ist die Zeit bereits wieder rasend an mir vorbeigegangen und das nächste Geschehnis steht auf dem Tagesplan. Dabei wäre es in mancherlei Hinsicht besser, etwas zur Ruhe kommen zu können und sich zu „sammeln“, bevor man sich zu einem Thema äußert.

Ich beobachte mit großen staunenden Augen, wie sich die Rolle der Frau zu verändern scheint. Zuerst schrie jeder nach Emanzipation, und vor allem wir Kinder der DDR erlebten unsere Mütter als autark, finanziell vom Mann unabhängig und stark. Wir wuchsen in Krippen und Kindergärten auf und die Muttis arbeiteten so wie die Papas. Das war normal. Darauf sind viele heute stolz und genau da wollen heute alle hin.

Nur wenige sahen auch die großen Nachteile. Ich zum Beispiel. Warum ich so anders darüber denke, ist mir ein Rätsel. Vielleicht hängt es einerseits mit religiösen – in dem Falle katholischen – Werten zusammen, die mir während meiner Kindheit vermittelt wurden. Etwas altmodisch zugegebenermaßen. Das Mädchen half mit im Haushalt, der Junge nicht…

Rum wie num…ich habe mich schon lange vom christlichen Glauben abgewendet. Es hat persönliche Gründe und ich achte und respektiere jeden Menschen in seiner Art und mit seinem Glauben, solange er auch mir diese Wertschätzung entgegen bringt.

Doch zum Mütterdasein habe ich so meine eigene Einstellung. Ich fand die DDR modern, keine Frage. Jedoch eine Mutter ist eben auf natürlichem Wege mütterlich, wenn sie ein Kind bekommt (vorausgesetzt, es sind keine Bindungsstörungen oder andere Störfelder zu erkennen). Was ich sagen will ist: Ja ich bin der Ansicht, Frauen sind anders als Männer, und das ist keine Einstellungssache. Natürlich dürfen Frauen arbeiten, was sie wollen. Sie dürfen entscheiden, wie sie leben wollen. Versteht mich nicht falsch. Ich stehe total auf Emanzipation. Doch eine Frau darf auch sagen dürfen, wenn sie lieber eine Mutter sein will, die für ihre Kinder zuhause bleibt, das Mittagessen kocht, die Wohnung sauber hält. Es muss jeder Frau selbst überlassen bleiben, wie sie ihren Nachwuchs erzieht. Dem Vater steht diese Freiheit selbstverständlich auch zu, jedoch es geht ja gerade um die Rolle der Frau.

Frauen unterliegen Zyklen, und sie können manche Aufgaben besser oder sagen wir anders bewältigen als Männer. Um vor einer starken Frau Respekt haben zu können, muss jeder Mann erst einmal Respekt vor dem Frausein haben können. Da liegt ein gewisser Unterschied.

Wir Frauen haben es weit geschafft, inzwischen haben wir Wahlrecht, wir haben vielfältige Entscheidungsrechte über unser Leben und wir können finanziell unabhängig sein, wenn wir es wollen.

Doch es gibt Männer, die die Frau wohl eher als Lustobjekt betrachten – immernoch oder schon wieder. Zumindest wenn ich nach den Vorkommnissen auf dem Kölner Hauptbahnhof urteilen soll. Welcher Nationalität diese Männer angehören, das spielt für mich überhaupt keine Rolle. Ich verachte zutiefst, was in der Silvesternacht mit den vielen Frauen geschah, die eingekesselt, begrapscht und gedemütigt wurden. Ähnliches gilt für die Vorfälle in Hamburg, die sich in ihrer Art und Weise gleichen.

Wir Frauen haben Rechte und niemand auf der Welt hat uns gegen unseren Willen sexuell zu demütigen. Egal welcher Religion eine Frau angehört, wo und wie sie lebt, egal woran sie glaubt oder auch nicht, wir haben hier in Deutschland lange gekämpft, um als Frauen heutzutage so autark auftreten zu können, wie wir es tun. Dazu gehört auch, im Minirock herumzulaufen oder einem aufreizenden Oberteil, da die Männer bei uns lernen mussten, Respekt vor uns zu haben. Viele Männer tun sich bis heute schwer damit und das unabhängig von jeder Herkunft.

Es gibt sie immer noch, die Herren der Schöpfung, die sich nicht zu benehmen wissen, und dieser oder jener Dame zuleibe rücken. Gerade bei Dorffesten ist das kein Einzelfall und ich möchte nicht wissen, wie oft über derartige Aufdringlichkeit aus Scham noch immer geschwiegen wird.

Ein noch viel heikleres Thema sind heranwachsende Frauen mit ihrem bekannten „Lolita-Effekt“, aber auch davon will heutzutage niemand mehr etwas hören. In einer schizophrenen Welt von political correctness reden wir vor lauter Emanzipation weder über die (naturgegebenen) Unterschiede von Mann und Frau, noch über sexuelle Tabuthemen – schon gar nicht über die Pubertät und ihre stürmischen Learning-by-doing-Abschnitte. ( Irgendwann beginnt jeder, „es“ auszuprobieren?)

Es gibt ohnehin wie weiter oben angeschnitten große kulturelle Unterschiede zwischen ehemaliger DDR – Erziehung und der Erziehung in der ehemaligen BRD. So wurden Kinder im Osten weitaus weniger geschlechtsspezifisch erzogen, andererseits gab es in der DDR keine Kindergärtner ( bitte berichtigt mich, falls ich falsch liege). Es gab Vor – und Nachteile auf allen Seiten, doch es ist nach der Wiedervereinigung trotzdem ein großer Schmelztiegel mit den verschiedensten Ansichten zum Frausein und Mannsein, zur Sexualität, zur Rolle der Frau und Mutter entstanden. Vielleicht ein schleichender Prozess, den viele zwar „irgendwie“ bemerken, jedoch wenige nur so wie ich auf die zwei deutschen Kulturen zurückführen.

Jetzt kommt dazu jedoch ein weiteres Phänomen. Die jungen Leute gleichen sich einander an. Frauen wollen heutzutage finanziell unabhängig sein, ob sie Kinder wollen, steht eh in den Sternen. Und wenn, dann spät…
Ältere Mütter wie ich wiederum wollen keine Krippenkinder mehr großziehen, sondern legen Wert auf die drei wichtigsten Prägejahre zuhause bei der Mama. Hier streiten und zerfleischen sich die Frauen von heute öffentlich in den sozialen Netzwerken untereinander, welche von allen wohl das beste Mutterdasein führt. Wie albern und doch scheint es ja ein wichtiges Thema zu sein. Sich damit auseinanderzusetzen, ist ja erst einmal gut.

Und nun kommt dort hi8nzu noch eine dritte Kategorie zum Thema „Die Rolle der Frau“. Frauen als Lustobjekte, als Dienerinnen und als Gebärmaschinen – Mensch zweiter Klasse unter Gott und neben dem Manne.

Bevor hier manche wieder versuchen, politisch zu diskutieren. Ich rede von keiner besonderen Religion und keiner bestimmten Nationalität. Wären alle Männer hierzulande Lämmchen, gäbe es keine Frauenhäuser. Und das Wahlrecht gibt es für die deutsche Frau erst seit 1918. Und ich rede dabei noch nicht von ganz Europa.

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Quelle: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Würtemberg

Wir Europäer sind damit noch gar nicht so lange so emanzipiert, wie wir vielleicht glauben. Unsere Väter hatten noch ihre eigenen Vorstellungen von „ihrer“ Frau, dass kann heutzutage jeder auf der Straße an den älteren Generationen beobachten.

Doch trotzdem ist eine klassische Rollenverteilung in der Beziehung oder Ehe nicht gleichzusetzen mit dem, was Silvester passierte!

Wir sind kein Vieh! Wer Frauen an Busen oder Hintern fasst ohne deren Erlaubnis, handelt respektlos. Alle weiteren, viel schlimmeren Details möchte ich hier nicht nennen. Sexuelle Nötigung im „Rudel“, dass gehört vor einen Richter! Aber noch viel wichtiger ist die Frage, sind solche Männer überhaupt zu rehabilitieren? Ist Wertschätzung gegenüber Frauen erlernbar? Wieviele Generationen wird es noch brauchen, ehe die Frau mit ihrem intelligentem, zauberhaftem, aber auch stolzem und starkem Wesen gesehen und erkannt wird? Als Mütter eurer aller Töchter und Söhne, die unter Schmerzen auf die Welt gebracht wurden?

 

In dem Sinne, schockierte Grüße aus Leipzig und Mitgefühl mit den Opfern,

Hier steht eigentlich meine Unterschrift

 

 

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Ich habe gelernt….!!!! Gedankliches Jogging…

Ich habe gelernt, dass du niemanden dazu bringen kannst, dich zu lieben. Alles was du tun kannst,…

Posted by Silberperltropfen on Donnerstag, 22. Oktober 2015

Juana Kreßner/ pixelio.de

Bulgare findet in Zwickau neue Heimat

Am 3. Oktober jährt sich die Wiedervereinigung zum 25. Mal. Aus diesem Anlass haben junge Leute aus Zwickau 25 Zeitzeugen befragt. Einer von ihnen ist Stefan Kolev – der Bulgare lehrt als Professor an der WHZ. Eine 21-Jährige hat ihn porträtiert.

Von Sara Voigt*
erschienen am 30.09.2015

Zwickau. Stefan Kolev, geboren in Bulgarien, kann sich noch genau daran erinnern, dass er am 9. November 1989 bei seinen Großeltern war. Sein Opa sagte mit Blick auf den Fernseher: „Ach, in Berlin tut sich etwas.“ Am Tag darauf stürzt auch das sozialistische Regime in Bulgarien in sich zusammen. Noch heute sieht sich Stefan Kolev als Kind bei einer der größten Kundgebungen in Sofia im Juni 1990 auf den Schultern seines Vaters sitzen – inmitten von einer Million Menschen.

Dass eine neue Zeit angebrochen ist, merkt er vor allem im Klassenzimmer. Stefan Kolev geht damals auf die Deutsche Schule in Sofia und hat Kontakt zu ost- wie westdeutschen Lehrern. Doch schnell wird deutlich, dass die alten Eliten die neuen Zeiten für sich zu nutzen wissen. „Aus den sozialistischen Funktionären der Partei und ihrer Satellitenorganisationen wurden einfach kapitalistische Unternehmer“, sagt er. In diesem System will er nicht leben. Kaum hat er mit 18 Jahren sein deutsches Abitur in der Tasche, geht er nach Hamburg.

Dort kann der gebürtige Bulgare studieren, als Volkswirt promovieren, erhält Stipendien und verdient mitunter in der Stunde mehr als seine Eltern pro Woche in Bulgarien – als Ärzte. „Die Bundesrepublik oder Westdeutschland, wie es damals hieß, war von Bulgarien aus geradezu ein Synonym für das Paradies“, erinnert er sich. Und auch für ihn sind die zehn Jahre in Hamburg eine tolle Zeit. Er wird sehr gut aufgenommen, fühlt sich nur in ganz wenigen Situationen als Ausländer. Als es ihn beruflich in den Osten verschlägt, zunächst nach Erfurt und vor drei Jahren nach Zwickau, bedauern ihn Freunde und Familie für den „Rückschritt“, den er selbst jedoch nicht als solchen empfindet.

Die Distanz ist seinem Empfinden nach aber größer, wenn die Menschen am Akzent merken, dass er kein Sachse ist. Diese Unterschiede in der Mentalität, diesen Umgang mit dem „Anders sein“ führt der Professor der Westsächsischen Hochschule Zwickau auf die unterschiedliche Sozialisation zurück.

In einem Forschungsprojekt beschäftigt er sich mit der DDR-Planwirtschaft. Während der Westen schon lange mit permanenten Veränderungen im Wirtschaftsalltag lebt, neigen ehemalige DDR-Bürger eher dazu, Neues als Bedrohung wahrzunehmen. Dabei kann der Osten stolz auf sich sein: Die deutsche Wiedervereinigung ist nach Meinung von Stefan Kolev eine große Erfolgsgeschichte, auch wenn immer wieder Fehler gemacht wurden. Den neuen Bundesländern ist erspart geblieben, was Ländern wie Bulgarien passiert ist: Dass die alten Eliten unter neuen Vorzeichen einfach weiter machen wie bisher.

Ostdeutschland betrachtet Stefan Kolev als „Paradebeispiel für eine Schocktherapie“: Innerhalb von wenigen Monaten wurde das Land komplett umgekrempelt. Das ist nicht ohne Probleme abgelaufen, aber im Gegensatz dazu hat sich in seiner Heimat vieles überhaupt nicht verändert. 25 Jahre nach dem Zusammenbruch des Ostblocks sitzen oft dieselben Menschen und Netzwerke in Machtpositionen. „Bei aller Kritik, die man an die Nachwendezeit in den neuen Bundesländern äußern muss, ist das ein Schicksal, dass der jungen Generation hier erspart geblieben ist.“

In Bulgarien sieht nach außen hin alles bunt, modern und westlich aus. Doch hinter der Fassade haben die alten Seilschaften die Wende gut überlebt, ist die Gesellschaft nach dem Aufbruch der 1990er-Jahre wieder eine oft geschlossene Gesellschaft, deren alte Muster Bestand haben und reproduziert werden. Wer nicht die richtigen Leute kennt, hat aus eigener Anstrengung deutlich schlechtere Karten. An eine wirkliche bulgarische Wende glaubt Stefan Kolev daher kaum, auch eine Rückkehr schließt er aus diesem Grund nahezu aus. Deshalb wandern seiner Meinung nach auch heute noch so viele Bulgaren aus – nicht nur weil ihr Land arm ist, sondern weil es ihnen nicht genügend Aufstiegschancen bietet.

Der Professor kann zwar aus psychologischen Gründen verstehen, dass sich insbesondere ältere Menschen die DDR und damit ein Stück weit ihre Jugend zurückwünschen. Doch er stellt die Behauptung auf, dass „wir in der Geschichte nie in einer freieren und besseren Welt gelebt haben.“ Das sollten wir zu schätzen wissen. Denn der verklärende Rückblick sei kein fairer Blick zurück. Es stimme nicht, dass alle gleich waren und alle Arbeit hatten und alles so „kuschelig“ war. Die DDR war in den Augen von Stefan Kolev vor allem eines: ein Gefängnis.

*Die Autorin Sara Voigt (21) gehört zu einem Team von jungen Zwickauern zwischen 14 und 27 Jahren, die sich in einem medienpädagogischen Projekt mit der Deutschen Einheit befasst haben.

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dpa

Ostdeutsche Ministerpräsidenten lehnen zusätzliche Flüchtlinge ab

Aus Ostdeutschland kommt Widerstand gegen den Vorschlag Baden-Württembergs, dass die neuen Bundesländer gegen Bezahlung zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen sollten. Gleich drei Ministerpräsidenten stellen klar: „Das geht so nicht.“

Der Vorschlag von Baden-Württembergs grünem Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, dass die neuen Bundesländer gegen Bezahlung zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen sollten, stößt in den neuen Ländern auf Ablehnung.
„Das geht so nicht“, sagte der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering (SPD), der „Bild“-Zeitung. Alle Bundesländer müssten „mehr Flüchtlinge aufnehmen, als vorherzusehen“ gewesen sei.

Das stelle „auch die ostdeutschen Länder vor große Herausforderungen.“

Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kritisierte Kretschmanns Vorschläge als „unrealistisch“. Es mute eigentümlich an, wenn gerade ein grüner Politiker Flüchtlinge als Handelsware etikettiere.
Die Kommunen in seinem Bundesland seien „an der Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit angelangt“.
Zugleich sei die „große Hilfsbereitschaft und die Willkommenskultur“ der Brandenburger Kommunen ungemein wertvoll. „Es gilt, dieses Engagement zu erhalten und die Menschen in den aufnehmenden Orten nicht mit unrealistischen Vorschlägen zu demotivieren“, sagte Woidke. 

Auch Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) lehnt den Vorstoß aus Baden-Württemberg ab

Unterdessen forderte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), vom Bund eine Verdoppelung der Flüchtlingshilfe für die Kommunen auf mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr. „Grundsätzlich muss der Bund im nächsten Jahr den Kommunen eine deutlich höhere Hilfe zukommen lassen“, sagte Özoguz der „Rheinischen Post“. „Eine Verdoppelung der bisherigen Milliarde sollte es mindestens sein angesichts der mehr als verdoppelten Flüchtlingszahlen“, fügte Özoguz hinzu.

Länder machen Druck

Die Bundesländer drängen unterdessen immer stärker auf eine monatliche Pauschale. „Jeder Flüchtling kostet das Land etwa 1000 Euro im Monat“, sagte Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) der Zeitung. „Der Bund sollte 50 Prozent der Kosten pro Flüchtling übernehmen.“

Auch NRW-Innenminister Ralf Jäger bekräftigte den Wunsch der Länder nach einer Pauschale. „Das würde die Kommunen sofort entlasten“, sagte der SPD-Politiker. Als weiteren Beitrag des Bundes beim Umgang mit den steigenden Flüchtlingszahlen nannte der Innenminister eine schnellere Bearbeitung von Asylanträgen sowie Erleichterungen, um Immobilien des Bundes wie etwa Kasernen leichter für die Unterbringung zu nutzen.

Quelle: schä./spo./AFP/dpa
Frankfurter Allgemeine

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Andreas Hermsdorf/ pixelio.de

Zwei Maßnahmen gegen die Demografiefalle

Die Bevölkerung in Ostdeutschland schrumpft schneller als im Westen und sie wird immer älter. Manche Regionen entvölkern sich. IWH-Präsident Gropp rät zur Konzentration auf die Städte und hofft auf Zuwanderung.

Ostdeutschland drohen nach Meinung des Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Reint E. Gropp, in Zukunft Betriebsschließungen wegen Fachkräftemangels. Die Probleme durch den Bevölkerungsschwund und den steigenden Anteil älterer Menschen könnten durch Zuwanderung zumindest abgefedert werden. Nach Prognosen des Statistischen Bundesamts ist im Jahr 2030 jeder dritte Ostdeutsche 65 Jahre und älter.

Gerät der Osten Deutschlands in eine Demografiefalle?

Auf jeden Fall sind die demografischen Effekte viel drastischer in Ostdeutschland als in Westdeutschland und viel gravierender auf dem Land als in der Stadt. Ich glaube, dass das die größte Herausforderung der nächsten Jahrzehnte sein wird. Die Wirtschaft leidet schon jetzt unter dem Fachkräfte- und Azubi-Mangel. In einigen ländlichen Gebieten mit starkem Bevölkerungsschwund entstehen kaum neue, produktive Unternehmen. Es wird eine Ausdünnung bei kleinen Betrieben geben, auch weil Unternehmensnachfolger fehlen. Das könnte die Land-Stadt-Wanderung noch verstärken.

Wie sollte ihrer Meinung nach auf diese Entwicklungen reagiert werden?

Ich glaube, die Politik muss irgendwann den Mut haben und sagen, dass die Infrastruktur in dünn besiedelten Gebieten nicht auf Dauer auf dem bisherigen Niveau gehalten werden kann. Es ist unheimlich teuer, Abwasserleitungen oder schnelles Internet für ganz wenige Menschen bereitzustellen. Ich weiß, dass so ein Eingeständnis schwer fällt, weil wir bisher den Anspruch auf überall gleiche Lebensbedingungen haben.

Also weg vom Land?

Ich befürchte mittelfristig schon. Man muss sich auf die Städte konzentrieren, gerade in Ostdeutschland. Sie müssen attraktiver werden für die Zielgruppe der gut ausgebildeten, möglichst kinderreichen jungen Familien. Wahrscheinlich können die nur aus dem Ausland kommen, weil es ja auch im Westen Fachkräftemangel gibt. Es verlangt von Politikern schon großen Mut, Politik für eine Gruppe zu machen, die noch gar nicht da ist und daher auch keine Stimme bei Wahlen hat.

Dann schnappt die Demografiefalle nicht zu, wenn es ausreichend Zuwanderung in Ostdeutschland gibt?

Einwanderung kann den Prozess verlangsamen und abfedern, aber die Probleme nicht vollständig lösen. Man muss dabei die Asylproblematik vollständig von der Einwanderung trennen. Es geht darum, für junge Fachleute, für High Potentials, attraktiver zu werden. Dabei muss eine Kultur geschaffen werden, die Zuwanderung zuträglich ist. Pegida sorgt für das Gegenteil. Die Verwirrung um Asylsuchende und Immigrationswillige behindert die Debatte entscheidend. Bei den einen geht es um den berechtigten Schutz vor Verfolgung in ihren Heimatländern, bei den anderen um Menschen, die sich hier dauerhaft eine Zukunft aufbauen könnten, weil sie auf dem Arbeitsmarkt gebraucht werden. Ein Zuwanderungsgesetz könnte da schon helfen, auch wenn es eigentlich zu spät kommt.

Aber warum sollten Migranten nach Rostock, Halle oder Erfurt gehen und nicht in die Großstädte im Westen?

Es gibt ja durchaus einige Bedingungen, die beispielsweise in Halle besser sind als in Frankfurt am Main: Man findet besser eine schöne, bezahlbare Wohnung, die Kinderbetreuungsangebote sind deutlich besser, es gibt mehr Ganztagsschulen und die Qualität der Schulen ist in einigen Fächern höher als im Westen. Das macht die ostdeutschen Städte attraktiv für gut ausgebildete Paare, von denen beide arbeiten.

Ist der starke Bevölkerungsrückgang nur ein Fluch, oder birgt er auch Chancen?

Der Osten ist in der demografischen Entwicklung dem Westen etwa zehn Jahre voraus. Ich sehe darin auch Chancen. Die Probleme sind anders als in Berlin, München oder Frankfurt schon jetzt offensichtlich. Daher könnten die neuen Bundesländer zu Vorreitern beim Entwickeln und Umsetzen von Lösungen werden. Für meinen Geschmack macht sich die Politik darüber aber noch immer viel zu wenige Gedanken. Übrigens: Der Rückgang hat ja auch positive Seiten für qualifizierte Arbeitnehmer: Die Löhne werden steigen und es gibt mehr attraktive Stellenangebote.

Quelle: dpa

 

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Karl-Heinz Laube/ pixelio.de

Auszubildende: Mehr Neuverträge in Ostdeutschland

In Ostdeutschland wächst die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im Handwerk.
7289 Neuverträge wurden zum Stichtag 30. Juni gezählt, das sind 7,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Laut Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, steigt in den ostdeutschen Bundesländern die Zahl der Schulabgänger wieder an. „Sie treffen auf ein großes Angebot im Handwerk und nutzen ihre Chance“, so der ZDH-Präsident. Insgesamt liegt die Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverträge im Handwerk Ende Juni mit 58.532 (plus 0,4 Prozent) über dem Vorjahresergebnis zu diesem Zeitpunkt, trotz eines Minus von 0,6 Prozent in Westdeutschland.

Aktuell 29.000 freie Ausbildungsstellen 

Während in Ostdeutschland der Tiefpunkt des demografisch bedingten Rückgangs der Schulabgänger bereits überwunden ist, beginnt in den übrigen Bundesländern diese Entwicklung erst.
In den Ausbildungsbörsen der Handwerkskammern sind aktuell rund 29.000 freie Ausbildungsstellen gemeldet. „Jugendliche sollten täglich nachschauen, denn es werden noch laufend neue Plätze eingestellt“, verspricht Wollseifer.
Die App Lehrstellenradar www.lehrstellen-radar.de kann kostenlos heruntergeladen werden und hilft bei der Suche.

rm / Handwerk-Magazin.de

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Rolf Jürgens/ pixelio.de

25 Jahre nach dem Reset hinkt Ostdeutschland weiter hinterher

Bild: Rolf Jürgens  / pixelio.de

25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung, der wirtschaftlich wie gesellschaftlich einen Neustart (“Reset”) zur Folge hatte, wirken die „schwierigen Startbedingungen Ostdeutschlands noch immer nach“. Das schätzt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Arbeitsagentur in Nürnberg in einer neuen Analyse ein. Die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland sei heute etwa 1,5-mal so hoch wie im Westen, im Schnitt bekomme ein ostdeutscher Beschäftigter 20 % weniger Lohn als ein Westdeutscher. Und die wirtschaftliche Produktivität – zu DDR-Zeiten erreichte die etwa ein Drittel des bundesdeutschen Standes – habe sich bei etwa ¾ des Westniveaus eingepegelt.

Fortschritte beim Abbau der Arbeitslosigkeit, aber Stagnation bei Produktivität und Lohn

Vergleichsweise günstig habe sich dabei noch die Arbeitslosigkeit entwickelt: Die war in den 1990er Jahren noch doppelt so hoch wie im Westen. Jedoch „gleichen sich Ost und West seit der Jahrtausendwende in puncto Produktivität und Durchschnittseinkommen kaum noch an“, so die IAB-Forscher.

Zu wenig Industrie und private Forschung

Sie machen für die Stagnation vor allem die wirtschaftlichen Strukturen in großen Teilen Ostdeutschlands verantwortlich: Im Vergleich zum Westen gebe es zu wenig Industriebetriebe, zu wenig privatwirtschaftliche Forschung, kaum erfolgreiche Großunternehmen mit Hauptsitz in Ostdeutschland und „ein Defizit an wissensintensiven Unternehmensdienstleistungen“.

Ausnahmen sind nur Leuchttürme wie Jena und Dresden

Ausnehmen von dieser Einschätzung könne man nur wenige „Leuchttürme“ wie Jena oder Dresden. Dort gebe es viele „hochproduktive Betriebe, die westdeutschen Betrieben in nichts nachstehen“ und „hochrangigen Forschungseinrichtungen herausgebildet, die selbst einem internationalen Vergleich standhalten“.

Vorbild Singapur: IAB plädieren für Öffnung gen Osteuropa

Chancen, aus dem Tal der Stagnation auszubrechen, sehen die IAB-Analysten vor allem in einer „internationalen Öffnung Ostdeutschlands“: „Die schneller wachsenden Volkswirtschaften in Osteuropa bieten Entwicklungsperspektiven, die bisher zu wenig genutzt werden. Berlin könnte zur Drehscheibe für den Handel mit diesen Regionen werden und eine ähnliche Funktion einnehmen wie einst Singapur für die Märkte Südostasiens.”

Quelle: Nachrichtenportal Oiger, Heiko Weckenbrodt

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