Archive for the Category » Geschichte «

Die Balten – wie lebten sie, wer waren sie? Vielleicht auch deine Ahnen!

Zu der großen Gruppe der Indogermanen gehören sie – die Balten, welche den Ostseeraum zwischen Polen und Russland sowie Estland und Finnland besiedelten und heute noch bewohnen. So wohnten die Balten Sie siedelten sich häufig in der Nähe von Flüssen und Seen an – auf kleinen Inseln und in Flusstälern waren sie zuhause und das umliegende Wasser gab ihren Siedlungen meist ausreichenden Schutz vor Feinden, sodass sie fast nie Wälle bauten. Dichte Moore hielten Eindringlinge außerdem fern. Die Siedlungen waren recht klein, maximal 500 Menschen lebten in einem Baltendorf. Die Häuser wurden aus Baumstämmen errichtet und auf den Dächern wuchsen Moose, Gräser oder [ ... ]

Französische Schweizer in Ostpreußen

Die ersten Schweizer kamen 1709 nach Ostpreußen; in den folgenden Jahren nahm die Einwanderung erheblich zu. Der größte Teil der Schweizer Kolonisten wurde im Kreise Gumbinnen angesiedelt. Sie sind es gewesen, die als erste Kolonie die Befreiung vom Scharwerk erkämpft und damit zur sozialen Hebung des Bauernstandes wesentlich beigetragen haben. Im Jahre 1714 entstand die deutsch-schweizerische Gemeinde Sadweitschen. Die Gottesdienste wurden in der ersten Zeit in einer Scheune abgehalten. 1739 wurde in Gumbinnen die reformierte Kirche gebaut, und die kirchliche Betreuung der reformierten Gemeinden erfolgte nun von Gumbinnen aus. 1716 wurde eine französisch-schweizerische Gemeinde in Judtschen gegründet. Der Gottesdienst wurde in deutscher [ ... ]

Von der Idee des Kommunismus

Jeder Mensch der nachdenken kann und nicht nur auf sein eigenes, sondern auch auf das gesellschaftliche Wohl aus ist, muss doch zumindest innerlich mit der Idee des Kommunismus sympathisieren. Oder doch nicht? Was ist denn an der Idee einer klassen- und herrschaftslosen Gesellschaft sooo schlecht, dass man wie ein Schwerverbrecher behandelt wird, wenn man öffentlich auch nur ein kleines Interesse an dem Thema zeigt? Vielleicht sollte hier mal ein wenig differenziert werden zwischen dem bisher versuchten praktizierten Sozialismus und der zugegebenermaßen etwas utopischen Idee des Kommunismus. Utopisch deshalb, weil die Menschen , so wie es aussieht, noch nicht soweit sind, humanistische Ziele auch [ ... ]

Masuren in Masuren

Die Masuren – meine Urgroßmutter war eine von ihnen – sprachen masurisch, eine westslawische Sprache mit einer vom Deutschen stark beeinflussten Mundart. Um 1900 wurde sie von über 130.000 Menschen und um 1940 noch von rund 40.000 Menschen gesprochen, neben etwa 20.000 Menschen, die sowohl masurisch als auch deutsch sprachen. Das Masurische hätte man ursprünglich als polnischen Dialekt bezeichnen können, jedoch machte es dessen Veränderungen in der Neuzeit nicht mehr mit. Meine Urgroßmutter sprach Deutsch, aber sie sprach es mit Akzent. Und doch war sie keine Polin, sondern eben „aus Masuren“! Sie redete von ihrer Heimat immer als „Masuren“ – den Begriff Ostpreußen [ ... ]

Welche Menschenarten gab es?

• Pliopithecus: Einer der ersten Proto-Menschen-Affen, Pliopithecus, hatte das Aussehen eines modernen Gibbon, obgleich seine Arme nicht so übermässig lang und dem Hangeln in den Bäumen angepasst waren. Aufgrund seines Schädels und seiner Zähne hat man ihn heutzutage als Vorfahre der Gibbonlinie eingestuft. • Proconsul: Der von zahlreichen Fragmenten bis zu fast vollständigen Skeletten her bekannte Proconsul wird als sehr früher Menschenaffe, als Vorfahr des Schimpansen und vielleicht des Gorilla angesehen. Als Zeitgenosse des Pliopithecus ist er häufig mit ihm zusammen an der gleichen Fossilfundstätte angetroffen worden. • Dryopithecus: Obwohl sein Skelett bedrückend unvollständig ist, kann [ ... ]

Salzburger in Ostpreußen

Während der Jahre 1709 bis 1711 hatte die Pest in Ostpreußen weite Landstriche entvölkert. Das betraf vor allen Dingen die Gebiete von Tilsit über Insterburg bis nach Masuren, also vorwiegend das ohnehin dünn besiedelte Gebiet der ehemaligen „Wildnis“, die jetzt wegen der Ansiedlung durch Litauer auch Preußisch-Litauen genannt wurde. Von der Bevölkerung Ostpreußens waren rund 40 Prozent Opfer der Pest geworden. Ganze Dörfer waren ausgestorben, viele Bauernhöfe standen leer. Bereits 1711 forderte Friedrich I. eine schnelle Wiederbesiedlung. Noch im selben Jahr gelang es, in den westlichen Gebieten überwiegend deutsche Siedler ins Land zu holen. Aber die Kolonisten reichten nicht, um [ ... ]

Mutter DDR

Im Schutz des Staates sind wir aufgewachsen, bis wir ca. 11- 15 Jahre alt waren und das fanden wir normal, denn wir kannten es nicht anders. Muttis gingen in unserer Kindheit grundsätzlich arbeiten und deshalb waren wir alle Kinderkrippen- und Kindergartenkinder. Daher ist das Rollenverständnis einer ostdeutschen Frau ein ziemlich modernes, sogar das der Nachfolge-Generation, sprich uns. Unsere Mütter haben es uns vorgelebt, selbstbewusst und selbstständig als Frau und Mutter zu sein. Es gab eine Augenhöhe mit dem Mann, denn vieles regelt sich auch innerhalb der Partnerschaft über Geld, und Geld verdienten Mütter und Väter gleichermaßen. Auch wenn es ein [ ... ]

Mein Heimatland gibt es nicht mehr

Erwachsene Kinder der Wende- und Nachwendezeit gibt es viele. Eigentlich ist von Wendekindern die Rede, welche 1990 geboren wurden. Eigentlich gibt es sowieso für fast jede Generation einen Begriff durch die Sozialwissenschaft: Nachkriegskinder, Golfgeneration… Aber von den Kindern, die während der Wendezeit gerade ihren Eintritt in die Pubertät hatten oder in der Pubertät waren, redet kein Mensch. Das wird nicht analysiert und durchleuchtet. Traut sich niemand an das Thema heran oder erscheint es unwichtig? Ich denke, es ist so prägend für einen jungen Menschen, was in der Pubertät mit ihm passiert? Ich gehöre mit 32 Jahren zu einer selbst ernannten Zwischengeneration. Zwar [ ... ]

Waren die Germanen ein einheitliches Volk?

Im Grunde genommen weiß man noch sehr wenig von den Germanen. Zahlreiche Stämme und Sippen sind Wissenschaftlern noch heute ein Rätsel. Den Begriff “Germanen” haben römische Autoren als Sammelbezeichnung für bestimmte Völker in Nord- und Mitteleuropa geprägt. Doch die betroffenen Völker und Stämme hatten selber kein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Wer waren die Germanen? Die Germanen als einheitliches Volk hat es nie gegeben. Vielmehr ist die Bezeichnung ein Oberbegriff für bestimmte Stämme, die im Gebiet zwischen Rhein, Donau und Weichsel lebten. Diese Stämme bildeten keinen gemeinsamen Staat und hatten keine gemeinsame Identität. Vielmehr bekämpften [ ... ]
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