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Mutti, du hast nichts falschgemacht – von Morbus Crohn und Psyche und dem Appell an einen Psychologen

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Online-Texterin & Social publishing bei NCC Text & Medien
Ich bin gelernte Mediengestalterin für Bild und Ton und arbeite nebenbei in meinem kleinen Einzelunternehmen als Online-Texterin.
Es ist mir ein Muss, Bild und Sprache miteinander gefühlvoll zu verbinden, um Emotionen zu wecken und Sinne zu schärfen.
Als social publishing & authentic blogger bin ich seit 2006 im Internet unterwegs.
Mein Schwerpunkte liegen auf der Lebensart im Osten Deutschlands und dem Publizieren derselben sowie alle anderen Themen rund um die neuen Bundesländer und deutschlandweit.
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Es ist soweit, ich muss mal wieder zu dem Thema Morbus Crohn und psychische Ursachen schreiben. Ich hoffe innigst, dass die gesamte Ärzteschaft, die sich mit diesem Thema befasst, diesen Artikel liest, aber auch alle Morbus-Crohn-Betroffenen.

Gleich vorneweg, ich halte im Zusammenhang mit meiner Erkrankung Morbus Crohn wenig von Heilpraktikern und Geistheilern

… und was es sonst noch so aus der Esoterikschiene gibt. Generell mag ich zwar das Spirituelle und bin auch davon überzeugt, dass wir Menschen Spiritualität, Glauben und Esoterik brauchen – weil es einfach zu unserem Menschsein dazu gehört.

Ich glaube auch, dass Körper, Geist und Seele zusammenhängen. Doch was derzeit hier in Deutschland (ich weiß nicht, ob auch anderswo in Europa) passiert, ist, dass viele dieser sogenannten Heiler behaupten, der Morbus Crohn wäre heilbar. Und das sagen sie sowohl zu denjenigen, die in Remission sind (Krankheit ruht und verursacht wenig Beschwerden) als auch zu denjenigen, die sehr schwere Schübe haben und sich an diese einzige Hoffnung der “Heilung” klammern, wenn die Schulmedizin “versagt”.

Bevor ich den Bogen zu meiner Überschrift schlage, möchte ich jetzt erst einmal ein paar Dinge rund um das Thema Psyche und Morbus Crohn auseinanderklamüsern.

Der Morbus Crohn wurde sehr lange als psychosomatische Krankheit eingestuft.

Wie auch bei manchen anderen Erkrankungen, von denen angenommen wird, dass sie psychosomatischen Ursprungs seien, ist Morbus Crohn in psychosomatischer Hinsicht oft untersucht worden, ohne zu einem wissenschaftlich einhelligen Urteil über die Krankheitsentstehung kommen zu können. Bräutigam et al. (1992) tendieren zu der Sichtweise, verschiedene Ursachen für entzündliche Darmerkrankungen anzunehmen, die physiologischer, allergischer, autoimmunologischer, genetischer und psychologischer Art sein können. Erkrankungen des Verdauungstraktes werden jedoch allgemein oft mit Überforderung, stetem äußerem Druck, Stress, extremer Aufregung und Angst als auslösendem und aufrechterhaltendem Moment in Zusammenhang gebracht. Lebenssituationen werden beispielsweise als “nicht verdaut” beschrieben. Immerhin kann man es als gesicherte Tatsache ansehen, dass der Darm ein Organ ist, welches auf Emotionen oft empfindlich reagiert. Bei seelischer Anspannung wird es plötzlich wesentlich besser durchblutet, wobei auch unwillkürliche Muskelbewegungen (Motilität) und die Schleimproduktion und –absonderung (Sekretion) ansteigen. Dies führt zu einem austreibenden Effekt, im Extrem zum Durchfall. (Entnommen der Webseite: http://www.beratung-therapie.de)

Es ist schon eine bodenlose Frechheit, Menschen mit einer schweren Darmerkrankung zu unterstellen, sie hätten irgendein Erlebnis nicht verdaut oder wären mit irgendeiner Überforderung nicht klargekommen.

Gar Angst im schlimmsten Maße gehabt, womöglich noch in der Kindheit. Aber o.k., da steht ja eindeutig, dass mehrere Faktoren für den Ausbruch der Erkrankung zusammenspielen müssen (vermutlich! d. h. kein Mensch weiß das bisher), allerdings wird gleich hinterher geschoben, dass Erkrankungen des Verdauungstraktes mit diesem und jenem Verhalten in Verbindung gebracht werden – von wem, wie, wo und seit wann – das steht nirgends. Was dem (unbedarften) Leser bleibt, ist der Eindruck, Morbus Crohn bekommen Menschen, die leicht überfordert sind, stetem äußeren Druck nicht standhalten. Oder was hast du aus dem obigen Zitat mitgenommen?

Theoretisch müsste zuerst die Hypothese oben stehen, unten dann die Beweisführung – aber egal. Was soll ich diese Seite analysieren, wo es auf tausend anderen im Netz so oder so ähnlich nachzulesen ist und das teilweise haarsträubend:

Verschiedene Aspekte der psychosomatischen Krankheitsursachen

Schon früh wurde bei Morbus Crohn die Frage nach Persönlichkeitsmerkmalen gestellt, die auf eine Disposition für die Erkrankung hinweisen. Obwohl Internisten unter ihren Morbus-Crohn-Patienten meist keine Personen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen und psychopathologischen Strukturmerkmalen ausmachen und eine für alle Patienten spezifische Persönlichkeits- oder Konfliktstruktur nicht aufzufinden ist, gibt es doch einige gemeinsame Auffälligkeiten. Zum Beispiel wurde beobachtet, dass viele dieser Patienten nur schwer in der Lage sind, sich durchzusetzen und zu entfalten. In Belastungssituationen zeigen sie eher ein vermeidendes Verhalten, welches oftmals als “Pseudoautonomie” beschrieben wird. Hierdurch wird versucht, dem Konfliktbereich auszuweichen. Oft lässt sich auch eine Entspannungs- und Genussblockade feststellen, die sich in nervöser Ungeduld, Überempfindlichkeit und leichter Erregbarkeit äußern kann. Hinzu kommt, dass im kognitiven Bereich häufig zwanghaftes und stark kontrollierendes Verhalten an den Tag gelegt wird. Es wurde beobachtet, dass bei vielen Morbus-Crohn-Patienten ein innerer Konflikt entstanden war, zum einen durch die Aufrechterhaltung weniger, aber enger Beziehungen (mit einem starken Wunsch nach Geborgenheit und Nähe) und zum anderen einem gleichzeitigen großen Wunsch nach Unabhängigkeit und Angst vor zu viel Nähe, wobei die sozialen Erwartungen hier viel Raum einnehmen. In diesem Sinne wurden die häufigen Durchfälle auch als Versuch symbolischer (!) Art angesehen, sich von etwas zu trennen, was bedrohlich erscheint und Angst macht. Gleichzeitig wurden anklammernde und regressive Bindungstendenzen festgestellt. (wieder entnommen aus www.beratung-therapie.de)

Das ist der Gipfel der Unverschämtheit!

Es wurden keine empirischen Studien dazu herausgebracht und Sie, lieber Herr Dipl.-Psych. Volker Drewes, sollten darauf hinweisen, dass der ganze letzte Abschnitt über Morbus-Crohn-Patienten eine reine Vermutung ist!

Wieso sich hier kein DCCV (Verband für an Morbus-Crohn-Erkrankte) einschaltet, fragt sich auch! Tausendfach sind solche Albernheiten im Internet verbreitet und das halte ich für sehr gefährlich. Aus dem einfachen Grund, weil der Morbus Crohn das hier ist:

Der Morbus Crohn ist eine Entzündung des Magen-Darm-Trakts, die vom Mund bis zum After auftreten kann. Meistens sind der untere Dünndarm und der Übergang zum Dickdarm betroffen.

Der Name Morbus Crohn geht zurück auf einen der Beschreiber der Krankheit, den Magen- und Darmspezialisten Burrill Bernard Crohn (USA). Im Gegensatz zur Colitis ulcerosa sind beim Morbus Crohn alle Schichten der Darmwand entzündet, die sich mit fortschreitendem Krankheitsverlauf verdickt. Die Entzündung tritt dabei typischerweise segmental auf, das heißt, neben erkrankten Abschnitten des Darms finden sich in direkter Nachbarschaft gesunde Bereiche.

Als Folge des Entzündungsprozesses kann es zu Einengungen des Darms (Stenosen) und zu Fisteln kommen. Fisteln sind neu entstandene Entzündungsgänge. Es kann sich um Verbindungen zwischen verschiedenen Darmabschnitten, aber auch um solche zwischen dem Darm und der Haut oder anderen inneren Organen handeln. Gehäuft finden sich diese Fisteln im Bereich des Afters.

Die Ursachen

Bisher ist nicht geklärt, wie der Morbus Crohn entsteht und welche Auslöser für die Krankheit verantwortlich sind. Morbus Crohn kann erblich bedingt sein: Bisher sind mehr als 70 Gene bekannt, die mit einem Morbus Crohn in Verbindung gebracht werden.

Umweltfaktoren spielen zudem ebenfalls eine wichtige Rolle: So ist es von Bedeutung für die Erkrankungswahrscheinlichkeit, in welchem Land man lebt, ob im ländlichen oder städtischen Raum, und unter welchen hygienischen Verhältnissen.

Als gesichert gilt auch, dass Rauchen ein Auslöser sein kann, da das Risiko, an Morbus Crohn zu erkranken, bei Rauchern doppelt so hoch ist wie bei Nichtrauchern.

Beschwerden und Symptome

Die Hauptsymptome eines Morbus Crohn sind dünnflüssiger Stuhl und Bauchschmerzen über einen längeren Zeitraum. Auch Blähungen, Fieberschübe, Übelkeit – nicht selten begleitet von Erbrechen – sowie Krämpfe können auf die Krankheit hinweisen.

Durch die Durchfälle und die verminderte Fähigkeit des Körpers, genug Nahrung aufzunehmen, kann es zu Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit kommen. Bei Kindern und Jugendlichen können weitere Symptome auftreten, insbesondere auch Wachstumsstörungen.

Die Diagnose

Ob es sich bei den Symptomen um einen Morbus Crohn handelt oder nicht, stellt der Experte anhand von Blutuntersuchungen, Ultraschall, Magen- und Darmspiegelung sowie ggf. Kernspintomographie oder Computertomographie fest. Im Verlauf der Erkrankung müssen bestimmte Untersuchungen wiederholt werden, wenn sich daraus Entscheidungen für die Behandlung ableiten lassen.

Die Therapie

Morbus Crohn ist derzeit noch nicht heilbar und da die Ursachen nicht gesichert feststehen, zielen Therapiemaßnahmen vor allem darauf ab, die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern, Beschwerden zu mildern und Entzündungsprozesse zu stoppen. Besonders wichtig für die Behandlungsempfehlung ist es, den genauen Ort der Entzündung im Magen-Darm-Trakt zu kennen, zudem die Intensität der Entzündung, die Häufigkeit der Krankheitsschübe und die assoziierten Komplikationen.

Neben Empfehlungen zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag und in Bezug auf die Ernährung, stellen Medikamente einen zentralen Bestandteil der Therapie dar. Sie sollen die Erkrankung in eine möglichst lang andauernde Ruhephase, die Remission, überführen.

Wesentliche Gruppen von Medikamenten stellen die Glukokortikosteroide, Immunsuppressiva und Antikörper gegen den Entzündungsstoff Tumornekrosefaktor dar. Unterschieden wird zwischen Medikamenten, die den akuten Krankheitsschub bessern sollen und solchen, die darüber hinaus auch die Wahrscheinlichkeit für neue Schübe reduzieren sollen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient mit einem Morbus Crohn in seinem Leben operiert werden muss, ist hoch. Eine Operation kann nötig werden, wenn es zu darmverschließenden Engstellen kommt, zu bestimmten Fistelformen, starken Blutungen und Abszessen.

Da auch eine Operation die Krankheit nicht heilen kann, ist es besonders wichtig, möglichst wenig Darm operativ zu entfernen, um Funktionsstörungen, z.B. durch eine unzureichende Nährstoffaufnahme, zu vermeiden. In interdisziplinären Konferenzen wird daher die für den Betroffenen am besten geeignete Therapieempfehlung entwickelt. (www.kompetenznetz-ced.de)

Nun noch mal zu den esoterischen Heilern

Heilpraktiker und auch viele andere Heiler haben ein gutes Konzept, das kann man nicht bestreiten. Sie hören zu und wirken beruhigend. Der Mensch fühlt sich ernst und wichtig genommen und aus vielen wird wieder etwas mehr Gefühl heraus gekitzelt, weil sie den Bezug zu ihrer Gefühlswelt längst verloren hatten, viele verdrängte Inhalte irgendwo unter der Oberfläche herum sausten und unbewusste Wut produzierten, die sich oft vielfältig im Körper niederschlägt. Genannt Psychosomatik. Höllische Schmerzen, aber keine Diagnose zum Beispiel. Diese Menschen brauchen jemanden, der ihnen zuhört, sie emotional stützt, ihnen Wärme ins Herz zaubert, sie wichtig nimmt.

Sicherlich hilft das auch bei Morbus Crohn, denn jeder Mensch braucht Liebe und Fürsorge, Mitsprache, was seine Gesundheit anbetrifft und natürlich das absolute sich “Ernstgenommen” fühlen, was eben leider sehr oft in der Schulmedizin fehlt.

ABER: Es gibt auch Krankheiten, die werden durch Bakterien oder Viren ausgelöst.

Das ist ein Faktum! Man denke nur an Wurst, die in Weichmacherverpackungen herumschwimmt, oder angegammeltes Fleisch, oder Fleisch von Tieren, die mit Antibiotika behandelt wurden. Und all´ das wirkt wohl nicht auf den Darm?

Na gut. Kommen wir zurück zur eigentlichen Überschrift.

“Wenn sich eine Mutti Sorgen macht”, heißt eigentlich: wenn sich meine Mutti Sorgen macht.

Ihre beiden erwachsenen Kinder leiden seit 2007 an Morbus Crohn. Bei mir und meinem Bruder brach die Erkrankung im selben Jahr aus.

Bei ihm wurde gespiegelt, eine Biopsie gemacht und die Diagnose gestellt: Morbus Crohn im Anfangsstadium.

Bei mir wurde nach 5 Darmperforationen sofort notoperiert, ein künstlicher Darmausgang angelegt (jetzt wieder rückverlegt) und danach eine Biopsie gemacht: Morbus Crohn in einem schweren Stadium (das, was man eigentlich präventiv immer verhindern möchte). Von Speiseröhre bis After.

Bevor die Erkrankung bei uns beiden ausbrach, hatten unsere Hunde beide Durchfälle. Wir wohnen nicht zusammen und haben zu dem Zeitpunkt weit auseinander gelebt, haben uns aber im Sommer für zwei Wochen getroffen. (für die, die es interessiert wegen des merkwürdigen Krankheitsverlaufes)

Eine Mutti, die dann solche Informationen im Netz wie die da oben von dem Psychologen liest, stellt sich unheimlich viele Fragen. Vor allem, was schief gelaufen sein soll bei uns.

Und nun ein Schlusswort an alle Eltern, denen es ähnlich geht

Ich bin eine absolut selbstbewusste Frau, ich habe weder Angst vor Konflikten noch leide ich an mangelndem Selbstwertgefühl. Ich bin zwar ein durchaus feinsinniger und höflicher Mensch, und stecke hin und wieder auch zurück. Aber eher deswegen, weil ich für mich abschätze, ob es sich lohnt, darüber zu streiten.

Bevor der Crohn ausbrach, habe ich erfolgreich zwei Lehrausbildungen absolviert und erfolgreich in meinem Job gearbeitet. Ich habe keine Bindungsprobleme, kann meine Meinung sagen (und schreiben), bin mit mir selbst im Klaren, habe keine Entspannungs- oder Genussblockade, kann mich durchsetzen und bin psychisch total fit.

Ihr braucht euch also keine Gedanken machen, ob irgendein Trauma aus der Kindheit oder irgendein anderer extremer Stress den Morbus Crohn bei euren Kindern ausgelöst hat. Es ist schlicht und ergreifend der absolute Oberquatsch!

Dass Stress auf den (erkrankten) Körper eine negative Wirkung hat, ist klar

Das die teils furchtbar belastende, schmerzvolle Krankheitsanamnese irgendwann auch auf die Psyche drückt, ist sicher jedem mehr als verständlich. Dass bei einem von blutigen Geschwülsten durchzogenen Darm auch Aggression entstehen kann – man braucht kein Heilpraktiker oder Psychologe sein, um das zu verstehen.

Aber im Vorlauf der Erkrankung bereits von psychischen Besonderheiten zu sprechen…

ohne empirische Erhebungen, und das im Internet auch noch zu veröffentlichen – als Wahrheit(!!) – das geht eindeutig zu weit.

Durch solche Texte haben es Morbus-Crohn-Patienten wie ich extrem schwer, uns dagegen “durchzusetzen”. Denn wie “beweist” man jemandem, dass man psychisch vollkommen in Ordnung ist, wenn jeder glaubt, man ist es nicht? Und das, weil man eine entzündliche chronische Darmerkrankung hat!

Mein Leben hat sich seitdem ich 2007 aus dem Koma aufgewacht bin, extrem verändert

Im Uniklinikum Magdeburg musste ich Fragen nach gescheiterten Beziehungen beantworten (ja habe ich), danach ob ich ein Scheidungskind wäre (ja bin ich, ich war ein Jahr alt), ob ich Mobbingsituationen ausgesetzt gewesen wäre (ich nicht, aber ältere Kolleginnen meiner Schicht)…keiner fragte mich, ob ich rohe Eier gegessen habe, Frischmilch getrunken oder Hackepeter gegessen – (als Auslöser für Morbus Crohn könnten ja durchaus kontaminierte Produkte in Betracht kommen, wie mir ein Gastroenterologe aus dem Krankenhaus Mittweida bestätigte).

Während der Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt durch die Deutsche Rentenversicherung Bund (sogenannte Teilhabe am Arbeitsleben) sollte ich gar vorgetestet werden, ob ich geistig und seelisch in der Lage bin, noch arbeiten zu gehen, und wurde in eine Gruppe mit lernbehinderten Menschen gesteckt und ein Sachbearbeiter des VDK sagte wortwörtlich zu mir, seine Schwägerin hätte auch Morbus Crohn und sie wäre manchmal sehr sonderbar vom Verhalten her, ich solle auf jeden Fall auch psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen.(!)

Es war eine Irrfahrt durch die verschiedensten Institutionen, bis hin zum medizinischen Dienst der Krankenkassen – und manche Gutachter dachten, ich hätte eine psychosomatische Erkrankung. Bis ich ihnen meinen Bauch zeigte, die großen Narben – die unter anderem durch eine Wundheilungsstörung ewig nicht zuheilten (verursacht durch den MRSA, aber das wird ein neuer Artikel!)

Ich ärgere mich so sehr, dass alles das nie an die Öffentlichkeit kommt…

dass es nie von den Medien publiziert wird, denn die psychischen Beschwerden beginnen mit solchen furchtbaren Belastungen – inszeniert von deutschen Institutionen, die eigentlich für die Gesundheit des Menschen zuständig sein wollen.

Ich ärgere mich auch so sehr, dass meine Mutti sich Vorwürfe macht, nicht alles für uns Kinder getan zu haben – nur weil im Internet steht, wir wären nicht durchsetzungsfähig, hätten eine extreme ungesunde Mutterbindung, hätten “Schiss” vor Konflikten, wären nicht stressresistent und was es da nicht noch alles gibt. (ich rede nicht nur von oben erwähnter Seite)

Wir hatten beide eine richtig gute Kindheit, gute Noten in der Schule und super Berufsausbildungen. Viele Erinnerungen sind einfach nur wunderschön, und unsere Eltern haben uns alles mit auf den Weg gegeben, was wir brauchen, um durchs Leben zu kommen. Auch mit einer Erkrankung!

Danke Mutti und Vati! Ihr habt nichts falsch gemacht und eure Kinder sind stolz auf euch.

Wer sich für das Thema interessiert, kann ja mal in die Suchmaschine seiner Wahl eingeben: “Morbus Crohn psychosomatisch?”

Ich wünsche allen Betroffenen und deren Familien einen schönen Tag, lasst euch ja nicht unterkriegen!

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IBD – Wenn die Lieblingskatze an Morbus Crohn erkrankt

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Ich bin gelernte Mediengestalterin für Bild und Ton und arbeite nebenbei in meinem kleinen Einzelunternehmen als Online-Texterin.
Es ist mir ein Muss, Bild und Sprache miteinander gefühlvoll zu verbinden, um Emotionen zu wecken und Sinne zu schärfen.
Als social publishing & authentic blogger bin ich seit 2006 im Internet unterwegs.
Mein Schwerpunkte liegen auf der Lebensart im Osten Deutschlands und dem Publizieren derselben sowie alle anderen Themen rund um die neuen Bundesländer und deutschlandweit.
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IBD ist die Abkürzung für „Inflammatory Bowel Disease“, Formen der chronischen Darmentzündung, deren Ursache häufig unklar ist und die auch bei der Katze vorkommt. Die Bezeichnung stammt ursprünglich aus der Humanmedizin, eine Form ist dort als „Morbus Crohn“ bekannt.
Durch die Entzündung können sich Verdickungen im Darm bilden, die zu Schwierigkeiten bei der Verdauung führen. Die verdickten Darmschlingen sind bei entsprechend starker Ausbildung tastbar und können zu einem schmerzhaften Abdomen führen. Erkrankte Tiere haben fast immer Durchfall, gelegentlich Erbrechen sie auch.

Die Symptome einer IBD unterscheiden sich, in Abhängigkeit davon, ob der Dünndarm oder der Dickdarm betroffen ist.

Ist der Dünndarm betroffen, wird gelegentlich schwarzer Kot abgesetzt (verdaute Blutbeimengungen). Der Durchfall führt meist zu deutlichem Gewichtsverlust.
Ist der Dickdarm betroffen, so ist meist keine wesentliche Gewichtsabnahme zu beobachten. Es werden häufig, kleine Kotmengen abgesetzt.

Bei einem starken Verlust von Proteinen über den Darm sind Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum, verbunden mit einem birnenförmig aufgetriebenen Abdomen, möglich.

Die Ursachen der IBD sind wie bereits erwähnt unklar. Es ist daher wichtig, dass im Rahmen der Diagnose andere mögliche Erkrankungen der Katze ausgeschlossen werden. Hierzu gehören Parasiten, Salmonellen, Leber- und Nierenerkranungen, FIV, FELV, FIP, Allergien (gegen Futtermittel) und Schilddrüsenüberfunktion.

Wurden andere mögliche Erkrankungen mit entsprechender Symptomatik ausgeschlossen, so wird eine Therapie eingesetzt, die auf zwei Grundpfeilern basiert:
Als Nahrung soll die Katze eine Eliminations- oder hydrolisierte Diät erhalten. Bei Dickdarmdurchfall können auch verstärkt rohfaserhaltige Futtermittel eingesetzt werden.
Darüber hinaus werdn entzündungshemmende Medikamente verabreicht.

Quelle: Mit freundlicher Unterstützung von http://www.welt-der-katzen.de

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