MDR THÜRINGEN: Unternehmen in #Thüringen haben Rekordwert erreicht. Laut @IHKErfurt wurde 2015 erstmals die 13-Milliarden-Euro-Marke geknackt. MDR SACHSEN: #Chemnitz der bekannte Forscher Thomas Geßner ist tot. Der Leiter des@Fraunhofer ENAS starb unerwartet in Tokio. http://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/tod-forscher-hochschullehrer-gessner-100.html … Freie Presse: Deutsche Post #DHL baut neue Paket-Zustellzentren in #Dresden und #Leipzig http://cvd.de/uYhLA?t  Mega-Fang in #Rathenow – Angler zieht Wels-Brocken aus dem Wasser http://m.maz-online.de/Themen/Fisch-des-Jahres/Angler-zieht-Wels-Brocken-aus-dem-Wasser … via @maz_online Der Tagesspiegel: Angler fangen zenterschwere Riesenwelse in #Havel und #Oder in #Brandenburg: http://www.tagesspiegel.de/berlin/riesenwelse-in-havel-und-oder-angler-fangen-zenterschwere-raubfische/13639788.html … OTZ Online: Metal-Band @officialhsb aus #Saalfeld: Botschaften statt Prinzessinnen und Drachenhttp://bit.ly/1U8jISL  LVZ: Australier und keine Ahnung von Fußball: Koala Oobi-Ooobi wird EM-Orakel http://bit.ly/1TxuHeC  @Zoo_Leipzig stern: Hacker knacken Smart-TV – und filmen Paar beim Sex http://www.stern.de/6865894  /stb Lausitz Kompass: Zittau: IC Immobilien investiert 5,5 Mio. Euro ins Humboldt-Center http://j.mp/1NLSepJ  #Lausitz TLZ: #AfD will nach Bürgerdialog-Fiasko juristisch gegen die Stadt #Jena vorgehen: http://www.tlz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/AfD-will-nach-Buergerdialog-Fiasko-gegen-die-Stadt-Jena-juristisch-vorgehen-166828707 … Lausitzer Rundschau: Nächster Halt: #Gubin. Landkreis #SpreeNeiße will Möglichkeiten einer grenzüberschreitenden Buslinie prüfen. http://bit.ly/1OMzpO6  Arbeit in Leipzig: #Arbeit in #Leipzig – Frühstücksbetreuung (m/w) – ibis Styles Leipzig – Leipzig http://buff.ly/22ozm2H  mz_bitterfeld: Gnadenfrist: Kostenpflichtiges Parken am Klinikum in #Bitterfeld verzögert sich. http://www.mz-web.de/bitterfeld/parkgebuehren-gnadenfrist-am-bitterfelder-klinikum–24114278 … MDR Aktuell: Thüringen will Waldfriedhöfe per Gesetz erlauben: Das hat die Landesregierung beschlossen, das Parlament muss noch zustimmen. pnn.de: Prozess gg mutmaßlichen Mörder von Elias (6) und Mohamed (4) startet Mitte Juni in #Potsdam http://www.pnn.de/potsdam/1077705/ … mrs eastie: Hollywoodstar Angelina Jolie fordert mehr Engagement für Flüchtlinge http://n.mynews.ly/!kB.D2FKi  MDR SACHSEN-ANHALT: Gesundes und Frisches aus den Tafelgärten von Seehausen: Beschäftigung für Langzeitarbeitslose und HartzIV-Empfänger http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/video-18854_zc-3cab68a5_zs-e4873e5f.html … MDR SACHSEN-ANHALT: Magdeburg: 130 Graffiti-Künstler machten die Aerosol-Arena am Wochenende noch bunter. http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/hip-hop-olympics-magdeburg-100.html … MDR Aktuell: Haftpflicht für Hebammen? Unbezahlbar! Es kam zwar Hilfe aus der Politik – aber geholfen hat sie nicht: http://j.mp/27p3VsT  MDR SACHSEN: Lage bei Protesten in der #Lausitz weiter angespannt; Greenpeace-Bus an der Abreise behindert. http://www.mdr.de/sachsen/bautzen/protest-braunkohle-lausitz-102.html … #endegelaende DIE WELT: Karneval der Kulturen:Antanz-Bande belästigt junge Frauen in Berlin MDR SACHSEN-ANHALT: Schnee statt Freibad: Auf dem #Brocken sind trotz kühler Temperaturen von -2 Grad heute Touristen unterwegs. mrs eastie: "Als der Südfriedhof mein Wohnzimmer war": Gruftis in der ehemaligen DDR und im Visier d Stasi… https://derglaesernemensch.wordpress.com/2012/06/16/als-der-sudfriedhof-mein-wohnzimmer-war-gruftis-in-der-ehemaligen-ddr-und-im-visier-der-stasi/ … via @wordpressdotcom mrs eastie: Boris Johnson vergleicht EU mit Hitler http://n.mynews.ly/!kB.D1xul  via @NewsRepublicDe mrs eastie: Die Wiege der Leipziger Subkultur | mephisto 97.6 http://mephisto976.de/news/die-wiege-der-leipziger-subkultur-50984 … #Connewitz #Kultur #Wendezeit mrs eastie: 1990: jugendliche Gruftis in der DDR feiern Robert Smiths Geburtstag http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/1990-jugendliche-gruftis-in-der-ddr-feiern-robert-smiths-geburtstag/ … via @das_kfmw mrs eastie: Unsere Kinder – Grufties, Skinheads und Neonazis in der DDR 1989 (DEFA) http://www.spontis.de/schwarze-szene/dunkle-vergangenheit/unsere-kinder-grufties-skinheads-und-neonazis-in-der-ddr-1989-defa/ … via @Spontis mrs eastie: http://goo.gl/ahrvyq  Gruftis und ihre Kinder25 Jahre Wave-Gotik-Treffen in #Leipzig #wgt2016 sz-online.de: Meister Petz vor der Kamera: Webcam im Bärengehege von Schloss Hartenfels in #Torgau ist sehr beliebt http://bit.ly/1R2yIQl  Freie Presse: #Stollberg: Kommunen sparen eine Viertel Million Euro – einfach mit Warten http://cvd.de/oFfLA?t  News aus Leipzig: Die alten Vernetzungen reichen nicht mehr, um die Region Mitteldeutschland zum Laufen zu bringen http://dlvr.it/LJw5ZV  #leipzig #liz MDR SACHSEN-ANHALT: Messerattacke unter Asylbewerbern in Harbke in der #Börde: 14-Jähriger Afghane wurde schwer verletzt. 25-Jähriger Landsmann sitzt in U-Haft. MDR SACHSEN-ANHALT: Bei den großen Wohnungsunternehmen in #SachsenAnhalt stehen weiterhin viele #Wohnungen leer. Die Leerstandsquote beträgt elf Prozent. n-tv: "Arbeit haben andere gemacht": Seehofer lässt Erdogans Drohung kalt http://n-tv.io/LJvWdt  updatemi: Ukraine gewinnt Eurovision Song Contest in Stockholm https://www.updatemi.com/update/5737a9243b0755913b7b2408/ukraine-gewinnt-eurovision-song-contest-in-stockholm?pk_campaign=twitter&pk_keyword=autopost … #esc #esc2016 #eurovision Daniel: Jetzt was für die Mädels: Justin T-I-M-B-E-R-L-A-K-E #Eurovision #ESC2016 pic.twitter.com/kGRyYh8uyE mrs eastie: @Mama_notes Furchtbar, bekomme Kopfschmerzen Sonja: Was ist das da jetzt für ne schlimmer Zusammenstellung? #esc mrs eastie: @Cookingstar @lehei @JanFeddersen Na schauen wir mal mrs eastie: Soviel USA heute beim #EurovisionSongContest mrs eastie: @Cookingstar @JanFeddersen @lehei Ich denke, Österreich oder Spanien… mrs eastie: #ESC2016 #Austria#Italy are my favourite Songs #Eurovision mrs eastie: @helmi ja, ist sie mrs eastie: @taisbcarvalho I think, it's greatWhy always english? Isis: #GBR Ich liebe Euch Briten, ehrlich. Aber der Song ist echt nur Durchschnitt… #ESC #Eurovision #ESC2016 mrs eastie: #ESC2016 #Eurovision #AUT #austria Yeah really really goodmy favourite Song James O'Malley: America tunes into #eurovision for the first time. mrs eastie: #ESC2016 #Eurovision #MLT #Malta Boring (for me) mrs eastie: @MrsSterzinger genau der isses und das war offensichtlich kopiert. mrs eastie: #ESC2016 #UKR Yes, it's really good. Fascinating… mrs eastie: #ESC2016 #LAT Now, this is kind of interesting….Crazy or so… mrs eastie: #ESC2016 #ESP Hot! mrs eastie: #ESC2016 #RUS It's ok mrs eastie: #ESC2016 #Eurovision #CRO #Croatia Warum kann sie nicht so toll singen, wie sie aussieht Sir Nicolas: Der zweite Milch bube; )#esc #esc2016 #Einsfestival #Ltu мor¡†z: #ESC2016 #Eurovision goodbye Serbia mrs eastie: #ESC2016 #POL Why not a Rock Song?! mrs eastie: @remco1993 mrs eastie: @ezramac_ @Queen_UK Micheal ÓhArrachtain: Her majesty said it right #Eurovision #ESC2016 https://twitter.com/Queen_UK/status/731572844732289024 … David Schibilla: Franzosen die englisch singen? Respekt! #baguette #esc2016 #esc #Einsfestival #FRA mrs eastie: @poppinid Wäre doch witzig gewesen mrs eastie: @ClarisUnicorn Sehe ich auch so, das nervt! mrs eastie: #ESC2016 #GER #Eurovision Sehr gefühlvoll#soulful… But the outfit.. Aaaaargh…. Julia❥: #ESC2016Der deutsche Moderator soll diesen scheiß Hate auf die anderen Länder mal lassen. ES NERVT! mrs eastie: @MrsSterzinger Ja genau!!!! Welches Lied ist das?? Komm nicht drauf, aber voll dasselbe oder? mrs eastie: #ESC2016 #Italy It's so wonderful Matthias Meisner: "#Sachsen fehlt es an Demokratieverständnis" – @gruene_sachsen-Chef @JKasek schreibt in der @TspCausa-Debatte: https://causa.tagesspiegel.de/sachsen-fehlt-es-an-demokratieverstandnis.html … Matthias Meisner: "#Sachsen fehlt es an Demokratieverständnis" – @gruene_sachsen-Chef @JKasek schreibt in der @TspCausa-Debatte: https://causa.tagesspiegel.de/sachsen-fehlt-es-an-demokratieverstandnis.html … MDR SACHSEN: Wo Oma und Enkelin gemeinsam Sport treiben: Sportensemble #Chemnitz feiert 55. Geburtstag: http://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/jubilaeum-sportensemble-chemnitz-100.html … MDR Aktuell: Hacker-Angriff auf die #CDU vereitelt – #Maaßen sieht IT-Sicherheit in Deutschland permanent bedroht http://www.mdr.de/nachrichten/vermischtes/cyberangriff-auf-cdu-100.html … mrs eastie: Schweden ziehen sich aus der #Lausitz zurück http://bernd-mueller.org/schweden-ziehen-sich-aus-der-lausitz-zurueck/ … via @berndmuellercb #Braunkohle #Brandenburg #Ostdeutschland mz_dessau: Pressekonferenz zum Fall der getöteten Chinesin in #Dessau. Der Andrang der Medien ist groß. MDR SACHSEN-ANHALT: Mittelalter-Fest "Spectaculum Magdeburgense" in Magdeburg gestartet. Bis Montag zu besuchen. http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/mittelalter-markt-magdeburg-102_zc-3cab68a5_zs-e4873e5f.html … MDR SACHSEN-ANHALT: Das Job-Center wollte 400 Euro einziehen, die eine Schülerin für den Abi-Ball gesammelt hatte. Jetzt die Kehrtwende: http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/abifeier-jobcenter-rechnet-sammeldose-nicht-an-100_zc-3cab68a5_zs-e4873e5f.html … sz-online.de: #Bautzen Hubschrauber dürfen am Krankenhaus nicht mehr auf dem Dach landen–wegen Bauschäden http://bit.ly/223m8bv  DIE WELT: Überraschendes Wachstum: Deutsche Wirtschaft profitiert von Flüchtlingskrise http://to.welt.de/KPfG2zF  mrs eastie: Kinderbetreuung– Lossatal muss Elternbeiträge für Kindertagesstätten erhöhen http://m.lvz.de/Region/Wurzen/Lossatal-muss-Elternbeitraege-fuer-Kindertagesstaetten-erhoehen … via @lvzonline Märkische Allgemeine: Ein Song für Oranienburg: Ob Rock, Pop, Blues oder Folk. Bei „Lokal Rock 2016“ haben sich zehn Ban… http://bit.ly/1OmUzaD  #Oberhavel UptodateinGrimma: Mülltonnenbrand – Tageseinsatznummer 5 für die FFW Brandis – Medienportal Grimma https://medienportal-grimma.de/nachrichten/landkreis/1562/muelltonnenbrand-tageseinsatznummer-5-fuer-die-ffw-brandis … LVZ: 10.000 Besucher vom #WaveGotikTreffen strömen nach Belantis http://bit.ly/221UkUU  MDR SACHSEN-ANHALT: Überstunden und Personalnot: Krankenpfleger protestieren vor Kliniken in #Gardelegen und #Salzwedel. Video: http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/a-z/video-17930_zc-ca8ec3f4_zs-73445a6d.html … MDR SACHSEN: Ausgewählte Kitas in #Sachsen sollen zu Eltern-Kind-Zentren ausgebaut werden. http://www.mdr.de/sachsen/modellprojekt-entwickelt-kitas-zueltern-kind-zentren-100.html … MDR SACHSEN: Ausgewählte Kitas in #Sachsen sollen zu Eltern-Kind-Zentren ausgebaut werden. http://www.mdr.de/sachsen/modellprojekt-entwickelt-kitas-zueltern-kind-zentren-100.html … DIE WELT: Glücksspiel: Wohin die Gelder des deutschen Staats-Lottos wirklich fließen http://to.welt.de/kLx9o3i  OTZ Online: Endlich erste Ergebnisse: Land unterzeichnet mit #Jena ersten Vertrag zur Übernahme der Hortnerinnen http://bit.ly/1Td4OgC  @redhair54 MDR SACHSEN: Weniger Flüchtlinge – @DRKSachsen entlässt Mitarbeiter http://www.mdr.de/sachsen/drk-sachsen-muss-mitarbeiter-nach-fluechtlingskrise-entlassen-100.html … MDR Aktuell: Drogenrazzia in Leipziger Eisenbahnstraße: Rund 50 Polizisten und mehrere Spürhunde durchsuchten laut @dpa Gebäude nach Rauschmitteln. MDR Aktuell: Was Sie in Zukunft bei der Abgabe der #Steuererklaerung beachten sollten. http://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/steuererklaerung-online-bundestagentscheidung-100.html … MDR SACHSEN-ANHALT: Die Blutkonserven in Sachsen-Anhalt werden knapp. Sondertermine für Blutspender geplant. http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/zu-wenig-blutspender-dessau-100_zc-3cab68a5_zs-e4873e5f.html … Märkische Allgemeine: Immer mehr Flüchtlinge in Premnitzer Schule: Während wegen sinkender Asylbewerberzahlen der Landkr… http://bit.ly/1s1mxyr  #Havelland mrs eastie: #freiberg #burgstraße #innenstadt #sachsen @ Freiberg, Sachsen, Germany https://www.instagram.com/p/BFT8SHcyBk0/  mrs eastie: #freiberg #burgstraße #innenstadt #sachsen @ Freiberg, Sachsen, Germany https://www.instagram.com/p/BFT8SHcyBk0/  MDR THÜRINGEN: Alles soll gut werden: #Nordhausen setzt trotz des Glühweinstreits von 2015 auf denselben Adventsmarkt-Veranstalter. http://www.mdr.de/thueringen/nord-thueringen/gluehwein-weihnachtsmarkt-nordhausen-100.html … pnn.de: Krankenstand bei der Polizei in #Potsdam stark gestiegen – und das hat Folgen: http://www.pnn.de/potsdam/1076370/ … MDR SACHSEN-ANHALT: Leiharbeiter in Sachsen-Anhalt sollen nach 9 Monaten den gleichen Lohn bekommen wie die Stammbelegschaft: http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/leiharbeiter-lohn-sachsen-anhalt-100.html … Der Tagesspiegel: Niemand hat die Absicht.. Außer während der Ost-West-Projekttage an Berliner Grundschulen http://www.tagesspiegel.de/berlin/ost-west-projekttage-berliner-grundschueler-bauen-fuer-eine-woche-die-mauer-wieder-auf/13581132.html# … pnn.de: Brandenburgischer #AfD-Landtagsabgeordneter Wiese kritisiert Mitglieder seiner Partei. Gauland nimmt das nicht ernst http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/1076534/ … tagesschau: Rollstuhlfahrer haben vor dem Bundestag gegen das geplante Behinderten-Gleichstellungsgesetz protestiert. mrs eastie: Hochsensibilität im Beruf 1/5: Großraumbüro – ein Leistungskiller? | B E R U F E B I L D E R http://fb.me/7GaJeybTP 
NCC Text & Medien

Das Jahrhundert der Angst

Die Neunziger waren unbeschreiblich aufregend.

Jeder träumte von der großen Freiheit und vielen unbegrenzten Möglichkeiten.
Wir Jugendlichen nahmen wahrscheinlich die Existenzängste der Eltern nicht wahr, denn uns stand die Welt offen.
Nach der Herauslösung aus ideologischen Bildungsinhalten der zerfallenen DDR wurden wir Stück für Stück mit dem neuen Schulsystem vertraut und gingen unseren Weg.
Halb Kind, halb Teenie fallen solche Umwälzungen nicht sehr schwer. Abgesehen von der Pubertät, die wahrscheinlich sehr viele von uns als ziemlich antiautoritär wahrnahmen, haben sich doch die meisten hinüber gerettet in die neue Welt.

Niemand wusste, wohin der Weg führen würde, geschweige denn, welche Windungen und Kurven da noch vor allen lagen.
Die Neunziger sind für mich Sinnbild einer Selbfindungsphase. Jedoch nicht (nur) meiner, sondern die einer ganzen Generation.

Freiheit, Freiheit hieß es damals. Heute heißt es Angst.

Von der Euphorie blieb nichts da. Denn dieses Jahrhundert scheint mir eher geprägt von Angst, Verzweiflung, Zerwürfnis und Schwere zu sein.
Ein Internetzeitalter ist angebrochen, was die Köpfe der meisten Menschen nicht verstehen. Evolutionsbedingt sind diese vielen Informationen der Rund-um-die-Uhr-Vernetzung wahrscheinlich für die meisten menschlichen Gehirne zu viel. Das meine ich weder arrogant noch ironisch, es ist mein Ernst.
Viele Menschen tragen vor allem eins in sich: Sorgen.
Das Internet kann nichts dafür, dennoch wird vielleicht so manchem erst durch die Interaktivität bewusst, wie die Welt wirklich ist und die Menschen, die in ihr leben.
Angst vor Flüchtlingen. Angst, den Job zu verlieren und in ein menschenunwürdiges Dasein abzurutschen. Angst, dem stets noch höherem Druck gewachsen zu sein. Angst vor Mobbing. Angst, hinten an zu stehen. Angst auch um die Kinder. Vor dem Versagen. Vor Verbrechen. Vor dem finanziellen oder wirtschaftlichen Crash. Vor dem Fanatismus, vor dem Unperfektsein, vor der Zukunft.

Ich beobachte in letzter Zeit eine sehr dramatische Wende in der Gesellschaft.

Seit Jahren empfinde ich einen riesigen Umwälzungsprozeß, in dem wir alle uns befinden, der rein gefühlsmäßig mit Worten nicht zu erklären ist.
Jede Menge Themen stehen im Fokus einer Gesellschaft, die nicht weiß, wohin sie laufen soll. Ob sie überhaupt laufen soll. Ob sie lieber innehalten und sich auf alte Werte besinnen soll. Oder damit den Fortschritt hemmt…
Es gibt auch eine enorme Spaltung im Denkprozess, ein Schwarz-Weiß-Weiß-Denken, welches durch die Medien oft genug noch Futter findet.

Arm oder reich, schlecht oder gut, krank oder gesund… Jede Spaltung dieser Art führt natürlich nicht zusammen, was zusammen gehört. Es ist gefährlich, sich nur auf eine Sichtweise zu verlassen, ohne den Horizont zu erweitern und über den sprichwörtlichen Tellerrand hinaus zu schauen.

Jedoch Angst ist ein schlechter Ratgeber, um Entscheidungen zu treffen und lähmt unsere Gesellschaft.

Wer nicht mehr fröhlich sein kann, wird depressiv. Ein Burnout des sozialen Gedankens rollt auf uns zu.

Vielleicht ist es meine subjektive Empfindung, dass sich hier große Extreme in den einzelnen Gesellschaftsschichten herauskristallisieren. Normalerweise bin ich immer bestrebt, meine Behauptungen auch sachlich zu untermauern.

In diesem Fall geht es jedoch nur um mein Gefühl. Es sagt mir, dass wir alle dem Druck in der Arbeitswelt nicht standhalten werden, denn Menschen sind keine Maschinen. Auch wenn es um das große Geld geht, so kann jeder Mensch nur ein bestimmtes Arbeitspensum schaffen.

Heutzutage ist fast jeder im Schichtdienst beschäftigt. Daran zerbrechen Familien. Der Kitt unseres Systems bröselt.

Die Neunziger waren ein so euphorisches Jahrhundert. Ich sehne mich zurück nach den vielen Ideen, wie wir alle eine bessere Welt gestalten können. Heutzutage haben mehr Menschen Angst vor Krieg, als damals – da gab es „nur“ Kapitalismus gegen Sozialismus.

Jetzt gibt es Gefahren, die lauern scheinbar überall. Eine Art Systemparanoia.

Die Verschwörungstheoretiker wissen es für sich zu nutzen und die Esoteriker auch.

Wer heutzutage kein stabiles inneres Wertesystem besitzt, wird mitgerissen von dieser erdrückenden Angst. Oder er befindet sich in einem Hamsterrad aus Hetzerei und Stress, viel Arbeit und wenig Freizeit. Immer verfügbar zu sein, ist ein gewaltiger Nachteil der Erfindung „Smartphone“.

Wer dazu aufruft, die Menschlichkeit nicht zu verlieren und einen Moment lang den Geldgedanken beiseite zu schieben, der wird als Gutmensch beschimpft. Wer dieses Wort als Schimpfwort nutzt, sollte ohnehin über sich nachdenken.

Andererseits steckt irgendwo immer ein Fünkchen Wahrheit und die Leute schäumen über, wenn sie sehen, dass Kindergärten geschlossen und Flüchtlingsheime hergerichtet werden. Polemik? Ja, es mag sein. Das Volk hat nicht studiert und setzt sich mit dem auseinander, was es vor die Nase gesetzt bekommt.

Wo welche Gelder hinfließen, was wie finanziert wird – das verstehen viele nicht. Denn es wird von den Politikern nicht sehr transparent in die Masse transportiert, dass verschiedene Gelder aus verschiedenen Pötten kommen.

Bildung schadet dabei ganz sicher nicht. Ich möchte auch niemanden verteidigen, der nur motzt und meckert, sich aber nicht informiert. Dennoch besteht unsere Gesellschaft aus den unterschiedlichsten Bildungsschichten und jedem sollte es in etwa nachvollziehbar sein, warum kein Geld für die Kinder in unserem Land da ist.

Wer hier schlau ist, bekommt genug Schafe hinter sich, um eine Revolution auszulösen. Die Frage ist nur, wem rennen die verschiedenen Gruppen dann nach.

Die einen glauben an die Wirkung von Globuli und verteufeln die Schulmedizin. Die anderen bestehen auf einer Verschwörung der Pharmaindustrie, welche mit Medikamenten Kinder und Erwachsene bewusst erkranken lassen soll. Aus reiner Profitgier.

Wieder andere sehen die große Gefahr in den Islamisten, und die, die sie dort nicht sehen – die richten ihren Blick über den großen See. Egal, mit wem ich rede oder was ich lese, früher oder später treffe ich auf Kontroversen, die ich tagelang erst einmal gedanklich auseinander nehmen muss, damit ich selbst weiß, wo ich stehe.

Ist es naiv, glücklich sein zu wollen?

Hin und wieder lehne ich mich bewusst zurück. Ich möchte gerne den Kopf freibekommen von den verschiedenen Sichtweisen. Meine Beobachtungen würde ich manchmal lieber ins Reich eines Science-Fiction-Romans verbannen. Es muss doch möglich sein, das Leben zu genießen und sein Kind glücklich aufwachsen zu sehen, ohne als naiv zu gelten.

Wo kommen wir als Eltern denn hin, wenn wir unseren Kindern ein so schlechtes Weltbild vermitteln?

Garantiert in Teufels Küche. Doch der soll sein Süppchen mal schön ohne mich kochen.

Die nächsten Tage begebe ich mich in die Natur und lasse den Medien-Mainstream nicht an mich heran. Vielleicht lindert das ein wenig den Weltschmerz. Leider kann niemand die ganze Welt verändern – diesen Spruch hörte ich schon als Kind sehr oft.

Ich antwortete dann immer trotzig, ich allein vielleicht nicht, aber wenn viele meiner Meinung sind…“

Ja, vielleicht schaffst du das eines Tages, murmelte eine sanfte Stimme zurück und ich spürte den Blick ernster, blauer Augen auf mir ruhen. Ihr seid eine Generation, die das schaffen könnte.

Nein, es ist nicht naiv – zu lächeln und Spaß am Leben zu haben. Nur wer nicht nachdenkt, ist gefährlich. Alles andere ist erlaubt.

In dem Sinne, eine stressfreie Woche ohne Angst vor…was auch immer

Hier steht eigentlich meine Unterschrift

 

 

 

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Erklärungsnot.

Schau Dir den Tweet von @mrseastie an: Solche Schlagzeilen spalten die Gesellschaft. Und wir haben hier tatsächlich eine Erklärungsnot!

 

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was du mich tun lässt

Was du mich tun lässt

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2013-04-28 11.30.45

Sind so kleine Hände

 

Hier gibts wieder Futter für die Seele. Eins meiner absoluten Liebelingslieder – und immer noch aktuell.

Von Bettina Wegner

Sind so kleine Hände
winz´ge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen
die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße
mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten
könn´ sie sonst nicht gehn.

Sind so kleine Ohren
scharf, und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen
werden davon taub.

Sind so kleine Münder
sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten
kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen
die noch alles sehn.
Darf man nie verbinden
könn´ sie nichts mehr sehn.

Sind so kleine Seelen
offen ganz und frei.
Darf man niemals quälen
gehn kaputt dabei.

Ist so´n kleines Rückgrat
sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen
weil es sonst zerbricht.

Grade, klare Menschen
wär´n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat
hab´n wir schon zuviel.

 

 

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Trotzphase bei Kindern: Stampfen, schreien, wüten

Ein schreiendes Kind auf dem Supermarktboden? Schlecht erzogen, meinen Außenstehende. Doch so sehr der tägliche Ausnahmezustand Eltern nervt – Wüten ist für das Kind unverzichtbar.

Fines Gesicht versteinert. Das kleine Mädchen wird hochrot, fängt an zu schreien. Tränen der Wut kullern über ihre Wangen. Anlass: ein paar Schuhe.

Fine ist zweieinhalb Jahre alt und mitten in der Trotzphase. Obwohl draußen Winter herrscht, möchte sie ihre Ballerinas anziehen. Doch die Mutter steckt Fines Füße in warme Stiefel.

Ein Schreien, weinen, sich auf den Boden werfen: Die meisten Eltern von Kleinkindern kennen solche Szenen. Und dennoch fürchten viele, nur ihre Kinder würden sich so benehmen. „Am Anfang dachte ich, ich hab was in der Erziehung falsch gemacht“, erinnert sich Fines Mutter. Heute weiß sie: Ihre Tochter verhält sich ganz normal. Neun von zehn Kindern zwischen anderthalb und drei Jahren trotzen lautstark. Ein Ausraster pro Tag ist in der Hochphase nicht ungewöhnlich.

Für Eltern ist dieser Lebensabschnitt eine schwere Geduldsprobe, für die Kinder jedoch unverzichtbar. In jener Zeit wird der Grundstein dafür gelegt, ob sie sich als Erwachsene an Regeln halten können, ob sie später ihre Gefühle im Griff haben, wie sie mit Stress und Frust umgehen. Also: Ob sie in der Gesellschaft zurechtkommen werden.

Stampfen, schreien, wüten

„Im Grunde ist der Beginn der Trotzphase eine gute Nachricht“, sagt die Kinderpsychologin Ulrike Petermann von der Universität Bremen. „Denn das Kind hat dann einen wichtigen Entwicklungsschritt gemacht.“ Das ist etwa ab anderthalb Jahren. In diesem Alter lernen die Kinder laufen, sind mobiler und entdecken, dass sie einen eigenen Willen haben. Die Eltern stellen gerade deswegen mehr Regeln und Verbote auf. Der Wille von Eltern und die Ideen der Kinder prallen nun regelmäßig aufeinander. Ihren Unmut teilen Kinder ungefiltert mit: Sie können ihre Gefühle noch nicht kontrollieren oder sie durch Worte auszudrücken. Deshalb stampfen, schreien, wüten sie.

„So wie Kinder laufen und sprechen lernen, müssen sie auch erst lernen, ihre Emotionen zu regulieren und Bedürfnisse aufzuschieben“, sagt Psychologin Ronja Born. Im Rahmen des Erziehungsprogramms „Triple P“ („Positive Parenting Programme“) vermittelt sie Eltern einen positiven Umgang mit ihren Kindern auch in der Trotzphase. Mutter und Vater spielen in dem Lernprozess eine Schlüsselrolle, betont Petermann: „Trotz wächst sich nicht einfach aus.“ Die Eltern müssten in diesen Lebensjahren besonders aktiv erziehen. „Sie sind die Helfer des Kindes“, unterstreicht Petermann. „Sie müssen dem Kind zeigen, wie es seine Wut anders äußern kann, ihm Grenzen aufzeigen, aber auch nicht zu viel verbieten.“

Bloß nicht nachgeben

Und wenn der Wutanfall kommt? Konsequent bleiben. „Geben Sie nicht nach, wenn das Kind anfängt zu toben, weil es einen Schokoriegel nicht bekommt“, sagt Elterntrainerin Born. „Sonst lernt es: Bin ich wütend genug, bekomme ich, was ich möchte.“

Solch eine Szene kann Nerven kosten, weiß auch Fines Mutter. Das Mädchen wird vor dem Schlafen zum Trotzkopf. Gelassen zu bleiben, wenn Fine mit Socken nach ihr wirft oder sich in Rage schreit, fällt ihr manchmal schwer. Sie zählt in Gedanken bis zwanzig, muss sich daran erinnern: Fine meint es nicht persönlich.

Ruhe bewahren, das rät Born auch, wenn es nicht nur beim Schreien bleibt. „Machen Kinder ihrem Zorn durch Schlagen und Treten Luft, sollten Eltern ihnen die klare Botschaft senden: Deine Wut ist in Ordnung. Nur wie du sie äußerst nicht.“ Gleichzeitig sei es wichtig, dem Kind ein alternatives Verhalten anzubieten. Wie ein knappes: „Nicht schlagen. Mit dem Fuß stampfen.“ Setzt das Kind das um, sollten Eltern ausdrücklich loben.

Die Wut in einen Mülleimer schreien

Experten empfehlen, aggressiven Kindern einen Wutwinkel in der Wohnung zu schaffen, wo es seine Emotionen herauslassen kann. Etwa eine Ecke mit vielen Kissen, wo das Kind draufhauen kann, ohne andere und sich zu verletzen. Andere raten Eltern, ihre Kinder all ihren Ärger in einen leeren Mülleimer schreien zu lassen und anschließend gemeinsam mit dem Kind die Wut zu entsorgen. Darüber hinaus mit dem Kind während der Wutminuten ein Gespräch zu beginnen, bringt nichts. „Das würde es überfordern und könnte die Situation noch verschärfen“, sagt Born.

Manche Ausbrüche lassen sich vermeiden. „Oftmals sind die Kinder einfach nur müde oder hungrig, oder sie langweilen sich“, sagt Born. „Darauf sollten Eltern dann eingehen oder solchen Momenten vorbeugen.“ Abends nicht mehr mit dem Kind einkaufen, unterwegs immer etwas zu essen dabei haben und bei Langeweile dem Kind eine Beschäftigung vorschlagen. Sei es beim Einkaufen das Gemüse wiegen, bei langen Wegen zum Bus über Steine hüpfen, auf der Autobahn rote Autos zählen.

Trotzdem Zuneigung zeigen

Mit dem Alter werden die Wutanfälle weniger, das Kind wird kompromissbereiter. Bei manchen dauert das aber länger. „Wenn Eltern zu mir in die Ambulanz kommen und sagen, ihre drei- oder vierjährige Tochter trotzt immer noch sehr stark, dann würde ich dem Kind keine Diagnose aufdrücken“, sagt Petermann, die seit 36 Jahren Kinder behandelt. „Vielmehr würde ich an dem Erziehungsverhalten der Eltern ansetzen.“ Ist das Kind jedoch schon in der ersten Klasse und tobt immer noch täglich auch in der Schule und viel intensiver als etwa seine Geschwister in dem Alter, dann sei eine professionelle Untersuchung angeraten.

Egal ob zwei Jahre alt oder schon fünf: Ebbt ein Wutanfall ab, sollten Eltern die erste Möglichkeit nutzen, ihr Kind in die Arme zu nehmen, um ihm zu zeigen, dass man es trotzdem lieb hat. „Denn auch für Kinder sind diese Anfälle anstrengend und verwirrend“, sagt Born. Sie zu bestrafen, sei kontraproduktiv: „Das Kind bekommt dann Schuldgefühle, unterdrückt zukünftig die Wut, statt zu lernen, mit ihr umzugehen.“

Wenn die kleine Fine nach einem Wutanfall am Abend im Bett liegt, möchte sie ihrer Mama wieder nahe sein. „Das zeigt mir immer, dass ihr Ärger nicht gegen mich gerichtet war“, sagt die Mutter. „Ich halte dann ihre Hand, bis sie einschläft.“

Quelle: Mit freundlicher Unterstützung von www.spiegel.de / Jana Hauschild

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Kassensturz: Auch in Leipzig stieg die Zahl der Kinder in „Bedarfsgemeinschaften“ 2013 wieder

Im Dezember 2013 lebten in der Bundesrepublik Deutschland 1,618 Millionen Kinder im Alter von unter 15 Jahren in 977.000 sogenannten SGB II-Bedarfsgemeinschaften. Dies waren 121.000 weniger als Ende 2008, aber etwa 15.000 Kinder mehr als ein Jahr zuvor. Auch in Leipzig stieg die Zahl der betroffenen Kinder wieder.

Der Anteil der Kinder im Alter von unter 15 Jahren, deren Mütter und/oder Väter auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angewiesen waren, betrug im Dezember 2013 in der Bundesrepublik Deutschland 15,1 Prozent. In den Ländern reichten die Hilfequoten von 33,1 Prozent (331 von 1.000 Kindern) in Berlin bis 6,9 Prozent in Bayern und in den 15 Großstädten von 33,1 Prozent in Berlin bis 11,8 Prozent in München, hat Paul M. Schröder vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) anhand der Daten der Bundesagentur für Arbeit ausgerechnet.

Jahrelang waren die Zahlen bundesweit leicht, aber stetig gesunken. Es wurden weniger Kinder geboren, es gab mehr Jobs für die Eltern. Doch seit 2008 ungefähr scheint – obwohl der Jobaufbau auch in Sachsen und Leipzig weiter geht – irgendwie der Wurm drin zu sein.

Im Dezember 2013 lag die im vergangenen Jahr wieder gestiegene durchschnittliche Hilfequote in der Bundesrepublik Deutschland (15,1 Prozent) lediglich 0,5 Prozentpunkte unter der Hilfequote im Dezember 2008. In Westdeutschland lag die in 2012 und 2013 gestiegene Hilfequote (13,2 Prozent) lediglich 0,1 Prozentpunkte unter der Hilfequote im Dezember 2008 (13,3 Prozent). In Ostdeutschland lag die weiter gesunkene aber noch immer deutlich höhere Hilfequote (23,6 Prozent) 4,0 Prozentpunkte unter der Hilfequote im Dezember 2008.

Das Überraschende auch für Schröder: In 108 ausschließlich westdeutschen kreisfreien Städten und Landkreisen wurde vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) eine höhere Hilfequote ermittelt als im Dezember 2008.

Bezogen auf die insgesamt 10,737 Millionen Kinder im Alter von unter 15 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland, lebten im Dezember 2013 15,1 Prozent der Kinder (151 von 1.000 Kindern) in SGB II-Bedarfsgemeinschaften. In Ostdeutschland betrug diese Quote im Dezember 2013 23,6 Prozent (von 1,927 Millionen Kindern) und in Westdeutschland 13,2 Prozent (von 8,810 Millionen).

Fünf Jahre zuvor (Dezember 2008) lebten in der Bundesrepublik Deutschland, bezogen auf die damals 11,139 Millionen Kinder im Alter von unter 15 Jahren, 15,6 Prozent dieser Kinder in SGB II-Bedarfsgemeinschaften. In Ostdeutschland betrug diese Quote im Dezember 2008 27,6 Prozent (von 1,814 Millionen) und in Westdeutschland 13,3 Prozent (von 9,325 Millionen).

Der Anteil der Kinder, deren Mütter und/oder Väter auf Arbeitslosengeld II angewiesen waren, reichte im Dezember 2013 in den 16 Ländern von 33,1 Prozent in Berlin (Rang 1 im Negativ-Ranking) und 30,5 Prozent in Bremen (Rang 2) bis 8,1 Prozent in Baden-Württemberg (Rang 15) und 6,9 Prozent in Bayern (Rang 16). In drei der 16 Länder lag die Hilfequote im Dezember 2013 über der Hilfequote im Dezember 2008, in Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Bremen.

Das westdeutsche Flächenland mit der höchsten Hilfequote, den gemessen an der altersgleichen Bevölkerung (unter 15 Jahre) relativ meisten Kindern in „Hartz IV-Haushalten“, war im Dezember 2013 mit 18,2 Prozent weiterhin Nordrhein-Westfalen, vor dem Saarland mit einer Hilfequote von 16,5 Prozent und Schleswig-Holstein mit einer Hilfequote von 15,4 Prozent. Die Hilfequote in Nordrhein-Westfalen lag im Dezember 2013 erstmals über der Hilfequote in Thüringen (17,7 Prozent), dem Land mit der niedrigsten Hilfequote in Ostdeutschland.

Das ostdeutsche Flächenland mit der höchsten Hilfequote, den gemessen an der altersgleichen Bevölkerung (unter 15 Jahre) relativ meisten Kindern in „Hartz IV-Haushalten“, war im Dezember 2013 mit 25,9 Prozent weiterhin Sachsen-Anhalt, vor Mecklenburg-Vorpommern mit 23,9 Prozent.

Sachsen lag mit einer Quote von 19,2 auf Rang 7, knapp hinter Brandenburg (19,3 Prozent), jetzt aber mit NRW dicht im Nacken (18,8 Prozent). Dabei hat sich die Zahl der von „Hatz IV“ betroffenen Kinder in Sachsen seit 2008 kontinuierlich verringert – von 109.508 auf 94.404. Am stärksten auf dem flachen Land. In den Großstädten sank die Zahl – auch durch die deutlich gestiegenen Geburtenzahlen – wesentlich langsamer. In Dresden von 13.220 auf 12.546 und in Leipzig von 18.218 auf 17.483.

Wobei an dieser Stelle zu beobachten ist, dass die Zahl in Dresden auch 2013 sank, in Leipzig gab es erstmals seit 2008 wieder einen leichten Anstieg – von 17.320 auf 17.483. Was nichts daran ändert, dass sich das Problem besonders in den Großstädten ballt. Hinter Berlin sind es mittlerweile vor allem Großstädte aus dem Ruhrpott, die unter steigender Kinderarmut zu leiden haben – Essen auf Rang 2 (unter den Städten ab 400.000 Einwohner) mit 31,6 Prozent, Dortmund auf Rang 3 mit 29,4 Prozent, Duisburg auf Rang 5 (27,8 %). Dazwischen rangiert noch Bremen mit einer Quote von 29,3 Prozent.

Leipzig hat sich zwar 2013 leicht von 26,7 auf 27,0 Prozent verschlechtert, landet in der Liste aber weiter auf Rang 6.

Womit es in Leipzig sogar noch ein stückweit besser aussieht als in anderen ostdeutschen Großstädten. In Halle/Saale weist die Statistik eine Quote von 33,8 Prozent aus, in Magdeburg 30,2 Prozent. Chemnitz kommt mittlerweile auf 23,7 Prozent. Die Leipziger Nachbarkreise haben naturgemäß ebenfalls niedrigere Werte: Nordsachsen 21,2 Prozent und der Landkreis Leipzig 16,8 Prozent.

Das BIAJ hat auch ausgerechnet, wie sich der Anteil der Großstädte an dieser Quote entwickelt hat. Die Botschaft ist eigentlich eindeutig. Der Anteil der Großstädte an den Kindern in SGB II-Bedarfsgemeinschaften ist damit weiter gestiegen – von 26,1 Prozent im Dezember 2008 auf 27,7 Prozent im Dezember 2013.

Ein Grund dafür, der von der Landespolitik immer wieder negiert wird: Von den 10,737 Millionen Kindern im Alter von unter 15 Jahren insgesamt (Ende 2012) lebten 17,2 Prozent (1,851 Millionen) in den 15 Großstädten (einschließlich Region Hannover). Ende 2008 betrug der Großstadtanteil an den Kindern insgesamt 16,0 Prozent. Das heißt, auch der Anteil der Kinder, die in Großstädten lebten, ist gestiegen, allerdings langsamer als der Anteil der Kinder, deren Mütter und/oder Väter auf Arbeitslosengeld II angewiesen waren.

Die Großstädte werden mit den Lasten dieser Entwicklung zumeist allein gelassen. Die steigenden Ausgaben im Sozial- und Jugendetat binden die Gelder, die dringend für Kita- und Schulausbau und Beschäftigungsförderung gebraucht würden. Die Zahlen zeigen nicht zuerst die zunehmende Verarmung der Städte, sondern ihre längst spürbare Überforderung mit den ihnen übertragenen Aufgaben, ohne dass sie finanziell dafür ausgestattet sind.

Das BIAJ hat auch ausgerechnet, wie sich der Anteil der Großstädte an dieser Quote entwickelt hat. Die Botschaft ist eigentlich eindeutig. Der Anteil der Großstädte an den Kindern in SGB II-Bedarfsgemeinschaften ist damit weiter gestiegen – von 26,1 Prozent im Dezember 2008 auf 27,7 Prozent im Dezember 2013.

Ein Grund dafür, der von der Landespolitik immer wieder negiert wird: Von den 10,737 Millionen Kindern im Alter von unter 15 Jahren insgesamt (Ende 2012) lebten 17,2 Prozent (1,851 Millionen) in den 15 Großstädten (einschließlich Region Hannover). Ende 2008 betrug der Großstadtanteil an den Kindern insgesamt 16,0 Prozent. Das heißt, auch der Anteil der Kinder, die in Großstädten lebten, ist gestiegen, allerdings langsamer als der Anteil der Kinder, deren Mütter und/oder Väter auf Arbeitslosengeld II angewiesen waren.

Die Großstädte werden mit den Lasten dieser Entwicklung zumeist allein gelassen. Die steigenden Ausgaben im Sozial- und Jugendetat binden die Gelder, die dringend für Kita- und Schulausbau und Beschäftigungsförderung gebraucht würden. Die Zahlen zeigen nicht zuerst die zunehmende Verarmung der Städte, sondern ihre längst spürbare Überforderung mit den ihnen übertragenen Aufgaben, ohne dass sie finanziell dafür ausgestattet sind.

Quelle: Leipziger Internetzeitung http://www.l-iz.de

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Dritte Generation Ostdeutschland, Eisen-, Wost-, Wendekinder … 25 Jahre später

Inzwischen, 25 Jahre nach dem Mauerfall, gibt es einige Studien, Berichte, Gruppierungen, die sich (auch) darüber definieren und Bücher über und zu den Auswirkungen der Wende auf die damaligen Kinder und Jugendlichen. Auch die Taten und der aktuelle Gerichtsprozess der NSU haben das Interesse daran geweckt und erhöht.

Als „verlorene Generation“, als Wende-, Wost-, Eisenkinder werden wir bezeichnet.

Die Angaben über das Alter, in denen die Auswirkungen besonders gravierend gewesen wären, unterschieden sich leicht.

Ich halte die Pubertät für eine kritische Zeit und prägend für die gesamte weitere Entwicklung. Die seelische Entwicklung in vollem Gang ist: Teenager suchen ihren Platz in der Gesellschaft. Sie machen sich auf die Suche nach ihrer eigenen Identität und beginnen mehr und mehr, die Welt der Erwachsenen kritisch zu hinterfragen.

Genau in dieser Phase wurde zum Mauerfall und anschließender Wende mit allen Konsequenzen von „außen“ alles in Frage gestellt.

Es wird vielfach beschrieben, wie Autoritäten wie Eltern, Lehrer, Ausbilder usw. als verlässliche Instanzen für Werte „wegbrachen“.

In der Phase der Auseinandersetzung mit dem Richtig und dem Falsch, in der Suche nach Orientierung, was man wie findet, war mit einem Mal alles Bisherige falsch und verwerflich. Es gab nichts mehr, gegen das man sich auflehnen konnte. Alle, die einem bisher als gutes oder schlechtes Beispiel dienten, wie man werden könnte oder genau so nicht, waren hilflos. Wirklich hilf- und orientierungslos!

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit meinem damaligen Schuldirektor am 10.11.1989. Es fand im Treppenhaus der Schule statt. Ich hatte Angst nach dem Mauerfall. Ich hatte Angst, dass die DDR, dass wir jetzt ausverkauft würden, weil ja bei uns so vieles subventioniert und viel preiswerter als im Westen war. Der bis dahin so autoritäre und verlässliche Schuldirektor konnte meine Ängste und Befürchtungen nur anhören und hatte keine Antworten.

Wir wurden von den Lehrern weiter unterrichtet, mit mehrfach wechselnden Lehrplänen und Schulumzügen, die uns teilweise Gegensätzliches vor dem Mauerfall und der Wende beibrachten.

Es kamen Vertreter, die alle sichtbar über den Tisch zogen. „Halt Dich da raus, Du verstehst das nicht.“ als Antwort auf Fragen und Proteste und „Das ist jetzt eben so.“.

Aus „Wir sind das Volk.“ wurde „Wir sind ein Volk.“. „Das ist jetzt eben so.“
Eine Wahl bei der die CDU die meisten Stimmen bekam. Die Währungsunion, nach der die Ostprodukte aus den Läden verschwunden waren. Waren die so schlecht? Wenn die keiner kaufen würde, gingen die Betriebe kaputt. „Das ist jetzt eben so.“

Wendehals und Fahnen-nach dem Wind-hängen waren alltägliche Ausdrücke.
Die jugendlichen Freunde und Bekannten wurden schnell in links- oder rechtsorientiert kategorisiert.

Mit der Wende konnte man alles werden, stand einem alles offen, was vorher so nicht möglich gewesen wäre.

2009, an dem Samstag vor der Wahl, hatte ich Klassentreffen. Nach Angaben meiner ehemaligen Schulkameraden, waren die meisten noch nie wählen und würden auch am folgenden Sonntag nicht zur Wahl gehen. Viele waren selbstständig. Politik interessierte nicht.

Ich entdeckte Parallelen, die ich bisher bei mir für charakterbedingt hielt.
Wir waren 16 / 17 Jahre zum Mauerfall. In einem Alter, in dem man bewusst sucht und sich entscheidet, was man für richtig und für falsch hält … gab es schlicht keine Orientierungsmöglichkeiten. Es gab nichts Verlässliches.
Unter den damaligen Bedingungen, in diesem Alter, kann das ein grundlegendes Lebensgefühl prägen. Alles und jeder kann sich jederzeit in jede beliebige Richtung ändern. Auf wen kann man sich verlassen, wenn nicht auf sich selbst? Wem kann man vertrauen, wem glauben, wenn nicht sich selbst?

Vergessen und wenig beschrieben wie beachtet scheint zu sein, dass sich die DDR und das Leben in der DDR in der Zeit vor Mauerfall und Wende änderten. Man, zumindest als Jungendliche, konnte diskutieren und fragen. Auch über die Stasi wurde gesprochen. Es gab mehr zu kaufen. Ausreiseanträge und Besuche in den Westen wurden genehmigt. Über die DDR-Fluchten wurde berichtet und gesprochen. Es hätte, wenn auch ein langsamer und schwieriger, so doch Weg für eine sozialistische Gesellschaft in Freiheit sein können.

Das haben wir erlebt! Und dann? „Das ist jetzt eben so.“

Vor ein paar Jahren sagte eine ehemalige Klassenkameradin und damals sehr gute Freundin, dass wir keine gute Klasse gewesen wären, dass wir nicht zusammengehalten hätten.

Ich erinnere mich an Anderes. Aber schon unser 10. Schuljahr 1988 / 89 war von den Veränderungen geprägt. Ich glaube das nachfolgende Allein-gelassen -sein, das Auf-sich-gestellt-sein, die Unzuverlässigkeit des gesamten Umfeldes in dieser Zeit prägt die Erinnerung und das grundlegende Lebensgefühl.
Natürlich ist das nicht zu pauschalisieren! Selbst diese „Lebensgrundlage“ entscheidet nicht über die weitere Entwicklung.

Sabine Rennefanz beschreibt in Ihrem Buch „Eisenkinder“ auch ihre eigene Suche nach verlässlichen Autoritäten, die sie vorübergehend in der Religion fand. Von der radikal-provozierenden Grenzensuche bis zur völligen

Abwendung und Ablehnung jeglicher Autoritäten war und ist alles möglich.
Wir waren alt genug, alles bewusst zu erleben, aber nicht alt genug, gestaltend einzugreifen. „Das ist jetzt eben so.“ Ausgeliefert. Natürlich boten sich mit der Wende alle Chancen, die man so vorher nicht hatte. Und viele haben diese genutzt. Was sollte man sonst machen? Wem glauben, wem vertrauen? Doch nur noch sich selbst.

Natürlich lässt sich das nicht verallgemeinern. Bei den Menschen, die ich in diesem Alter kenne und kannte, ist eine gewisse Selbstständigkeit bis Autonomie, eine generelle Ungläubigkeit, fehlendes Vertrauen, Abwendung von politischen Ideen und Systemen … überdurchschnittlich stark vertreten.

Einzelkämpfer … und das ist nur „die Spitze vom Eisberg“

Quelle: www.meinanzeiger.de/Gera über Sabine Rennefanz – Autorin des Buches „Eisenkinder: Die stille Wut der Wendegeneration“

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Was für eine Gesellschaft wollen wir? Mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein Pferd

Ich kann mich noch gut an meine Jugend in der Nachwendezeit erinnern. Mit  rund 18 Jahren schon (oder noch?!) auf sozialkritischem Beobachtungsposten, was die neue Gesellschaft anbetrifft und skeptisch gegenüber den gefühlten Neureichen, gab es unter uns ehemaligen Kindern der Arbeiterklasse so einen Witz.

Wir ahmten eine Geste nach, mit der wir andeuteten, mehrere Fotos auf den Tisch zu legen, die offensichtlich wichtige Motive trugen.

„Mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein Pferd“

Es brachte uns damals zum Lachen und wir dachten in unserem jugendlichen Leichtsinn nicht mit einem Wimpernzucken daran, jemals so statusbehaftet zu leben.
Heute sind natürlich viele jener Zeitgenossen beruflich sehr erfolgreich. Nicht wenige besitzen einen tollen Mittelklassewagen, wohnen in einer neu eingerichteten Eigentumswohnung oder einem modernen Eigenheim und ich bin mir sicher, auch Pferd oder Segelboot sind im Budget noch drin.
Keiner erinnert sich mehr an Freunde, mit denen man lachend und gewitzt eine fröhliche Zukunft schmiedete. Was hatten wir nach dem Zusammenbruch der DDR für Visionen von einer anderen, besseren Welt!

Gebt den Kindern das Kommando?

Heute sind Mütter wahre Kinderzimmerdesigner mit allem, was sie in der Werbung an Einrichtungsgegenständen so gesehen haben. Autos und Werkzeugkästen für Jungs und rosa Spitzen für die kleine Prinzessin. Und bloß nicht anders herunm – wir leben nicht in den Neunzigern!
Pfützen und Matschwetter müssen doch wirklich Horror für so eine Seifenblasenwelt sein.
Was passiert in solchen sterilen Behausungen mit gesammelten Schneckenhäusern und Steinen, Moos, Haselnussblüten oder gefundenen Wanderstöcken?
Was geschieht, wenn sandige Hände und Füße alles anfassen, durch den Flur stürmen, oder ganz dringend Richtung Badezimmer – dringendes Pullern?!!

Die Perfektion des Alltags

Perfekte Wohnräume, die nicht entstehen, sondern von jetzt auf gleich geschaffen werden, für die ganz viel Geld ausgegeben wird und die trotz allem Chic keine Seele besitzen. Es ist fast ein Unding geworden, bei jemandem spontan zu klingeln. Schließlich könnte es sein, dass noch irgendwo unabgewaschene Kaffeetassen herumstehen, das Bett im Kinderzimmer nicht gemacht ist oder noch nicht frisch bezogen nach der Pullertirade in der Nacht.
Wer arbeitstätig ist, hat sicher noch nicht einmal die Kekskrümel vom Vortag weggesaugt und das Katzenklappe müffelt bestimmt ein wenig.
Natürlich lässt man niemanden in eine unaufgeräumte Wohnung. Schon gar nicht Freunde, die müssen ja nicht wissen, wie man in Wirklichkeit lebt.

Status versus Freundschaft?

Es ist paradox, wenn man bedenkt, dass Freunde früher genau wussten, wie man wirklich lebt und so eine Vertrautheit nicht zu ersetzen war durch Statussymbole.
Was soll denn passieren, wenn andere von mir wissen, welches Muster mein Klopapier hat, welche Fettfinger heute an der Balkontür gelandet sind oder wieviel Bügelwäsche auf dem Wohnzimmertisch gestapelt lag?

Liegt da etwas Menschliches,Unperfektes, Sympathisches in der Luft?

Wenn doch nur ein paar Masken fielen und wieder mehr Authentizität ans Tageslicht käme.
Dann wären spontane Verabredungen wieder möglich.

Und überhaupt: Was für eine Gesellschaft wollen wir?

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Der Zusammenhang Kindergarten – Gesellschaftsentwicklung

 Stephanie Hofschlaeger/ pixelio.de
Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Warum so viele Menschen so wenig Empathie besitzen und was das für ein Land bedeutet

Es war einmal…das Märchen vom artigen Kind

Beim “Kind sein” beginnt alles. Das sollte jedem von uns klar sein. Nahm ich bisher an. Doch in den letzten Wochen wurde ich eines Besseren belehrt. Weder Eltern noch Kindergartenleiter scheinen sich oft darüber bewusst zu sein, was eine Prägung in den ersten fünf Lebensjahren bedeutet. Natürlich werden wir auch darüber hinaus noch intensiv geprägt, jedoch die ersten fünf Lebensjahre legen ein Fundament, einen Grundstein für Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, kognitive Fähigkeiten und ein gesundes Selbstbewusstsein.

Kinder mussten viele Jahre lang funktionieren. Sie mussten das tun, was ihnen die Erwachsenenwelt diktierte – ohne Wenn und Aber. Stillsitzen und Inhalte aufnehmen, die sie meistens nicht wirklich ansprachen. Ohne Widerworte schlucken, was ihnen intellektuell geboten wurde. Ja nicht vorlaut oder altklug sein. Keins dieser “Zappelphilippe” oder “Schmutzfinken” werden, wie Nachbars Kinder.

Nachbars Kinder waren aber oft jene, welche später Erfolg im Beruf hatten, ein zufriedenes Leben führten. Das brachte eine ganze Generation zum Umdenken. Aber nicht nur das. Auch die Hitler-Zeit warf viele Fragen auf. Wie konnte es kommen, dass sich so viele Menschen von einer Person leiten ließen?

Die Antwort darauf ist relativ einfach.

Kinder wurden früher nicht dazu animiert, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

Ich schreibe bewusst “früher” – eine nicht greifbare und schlecht umreissbare Zeitspanne. Früher heißt für mich, Kinder, die in einer Diktatur aufwuchsen, hatten es bedeutend schwer, sich selbst zu entfalten. Außer sie entsprachen dem gängigen gesellschaftlichen Ideal. Diktaturepisoden hatten wir ja nun nicht nur eine in der Geschichte Deutschlands – und hin oder her, wo eine Diktatur vorherrscht, da werden schon Kinder zu späteren unmündigen Bürgern herangezogen.

Die Frage ist nur, was passiert mit den Kindern der Kinder? Welche Erziehungsmaßnahmen reichen bis in die heutige Zeit?

Kinder brauchen Regeln. Jedoch sie benötigen gleichzeitig Zuspruch, Halt und Geborgenheit. Sie sind angewiesen auf uns Erwachsene, um in ihren Gefühlen und Gedanken abgeholt und ernstgenommen zu werden.

Wer als Kind nicht in den Arm genommen wurde, weiß das ein Leben lang und vergisst es nie wieder. Wer im Kindergarten zur Strafe in der Ecke stehen musste oder in einem riesengroßen, leeren Schlafsaal allein einschlafen musste, hat dies ganz gewiss nicht vergessen. Wer immer der Letzte beim Essen war und deshalb ausgelacht wurde, wird sich auch als Erwachsener gut daran erinnern können. Wer eine Frage richtig beantworten konnte, dies jedoch nicht im Schulbuch stand und er daraufhin vom Lehrer eine schlechte Note bekam, wird sich das merken übers 18. Lebensjahr hinaus.

Der Schlüssel zum Gesellschaftswohl liegt in unseren Kindern

Was vielen nicht klar zu sein scheint, ist: Wie wir unsere Kinder behandeln, was wir ihnen ermöglichen oder auch verbieten, wo wir sie lieben, aber ihnen auch unsere Wut zeigen- alle diese Faktoren sind maßgeblich daran beteiligt, wie unsere Gesellschaft sich entwickeln wird. Denn auch wenn Kinder oft als die kleinen süßen oder tyrannischen Menschlein abgetan werden, so ist die Kindheit doch die Wiege zu allem Wohl oder Übel. Nicht nur innerhalb der Familie. Nein- in unserem Land!

So wie Kinder sich frühzeitig entwickeln, so entwickeln sich später Verhaltensformen zwischen Erwachsenen

Selbstverständlich ist der Mensch immer in der Lage, sich weiter zu entwickeln und nicht jede Prägung für sich gesehen wiegt so viel, dass ein Kindergartenalltag oder ein strenger Lehrer in der Schule allein für die persönliche Entwicklung eines jeden von uns verantwortlich sind. Dennoch sollten wir uns darauf besinnen, welche Faktoren wichtig sind, um Diskussionsbereitschaft, Mündigkeit, Problemlösung zu fördern und damit ein neues gesellschaftliches Zeitalter anzutreten.

Erwachsene, die als Kinder oft negative Kritik geerntet haben, sind weniger kritikfähig. Selbst konstruktive Kritik kann und wird dann oft später als persönlicher Angriff gewertet. Wer nicht über seine Gefühle sprechen durfte, dem fehlt später eine gute Selbstreflektion- wichtig für Fairplay und Teamgeist. Nur gestärkte Personen können sich kritisch mit sich selbst und anderen auseinandersetzen. Wo kein Einfühlungsvermögen beigebracht wurde, wird es nie ein Schlüpfen in andere Blickwinkel geben, was jedoch sehr wichtig für Konfliktlösungen und Kompromissbereitschaft ist. Wer in der Kindheit für eigene Ideen und Gedanken bestraft wurde, wird später große Probleme haben, zu sich selbst zu stehen und erfinderisch zu sein.

Kindergarten und Schule sind mehr als Auffangstationen – sie sind eine Ersatzfamilie

Pädagogisches Personal hat eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe im Arbeitsleben mit auf den Weg bekommen. Das sollte jedem bewusst sein. Auch unseren Politikern. Schon in der Kinderkrippe werden Kindern Werte vermittelt, es sind oft die allerersten Erfahrungen in ihrem jungen Leben. Die Gefühle, die dort von Erzieher zu Kind transportiert werden, sind die wichtigsten überhaupt außer denen von Mama, Papa und den entfernteren Verwandten.

Kinder suchen in Pädagogen Halt und Wärme, so abstrus das klingen mag. Hier wird wirklich deutlich, wie wichtig ein fairer und freundschaftlicher Umgang mit den kleinsten Sprösslingen ist. Abgesehen von den liebevollen, aber konsequenten Regeln, die ebenso wichtig sind, werden unsere Kinder so zu wichtigen Teilhabern der Gesellschaft, wenn sie sich angenommen und bestätigt fühlen.

Wenn es nur ums liebe Geld geht – Kindereinrichtungen als Wirtschaftsfaktor

Wir haben ein großes Phänomen in unserem Land. Einerseits halten wir die Demokratie hoch und sind stolz darauf. Das ist auch wirklich gut. Doch immer öfter macht sich das Gefühl breit, dass diese Volksherrschaft gar keine echte ist, sondern von Politik und Wirtschaft diktiert wird. Die schnellen Entwicklungen im Medien- und Forschungsbereich dagegen zeigen einen völlig neuen Weg: Wir befinden uns hier in einem großen Umbruch, einer nie da gewesenen Umwälzung. Auch gesellschaftspolitisch.

Nie war es so wichtig wie heute, gefestigt zu sein, Werte zu besitzen, nach denen wir leben wollen. Werte, die nicht von einem Übervater oder einer Übermutter kommen, sondern aus dem neuen Menschen selbst. Eine Welt, die sich anders anfühlt, als nur vom Geld regiert zu sein. Geld regiert die Welt, diesen Ausspruch kennt jeder. Und doch beginnt dieses Manko bereits bei den Kleinsten der Kleinen. Kinder müssen in Einrichtungen gesteckt werden, damit Mama und Papa für den Arbeitgeber jederzeit und immer verfügbar sind. Damit Geld in die Kassen kommt.

Gleichzeitig wird kräftig an der Bildung gespart. Aber nicht nur das. Auch das elementarste aller Grundbedürfnisse geht verloren: Liebe und Trost, einen Geborgenheitsraum, in dem sich ein Kind in aller Ruhe entwickeln kann. Und die Rahmenbedingungen dafür. Kindergärtnerinnen haben in Sachsen einen Personalschlüssel von 1:17.

Kindergarten und Schule – Orte der sozialen und kognitiven Entwicklung?

Ausgebrannte Pädagogen und Erzieher, die selbst oft traurig und verzweifelt in der Situation gefangen sind, ihren Zöglingen nicht alles bieten zu können und andererseits sowohl kulturelle als auch bildungsrelevante Unterschiede der Ursprungsfamilien überbrücken zu müssen, müssten sich hier wirklich zusammenfinden, um auf die Lage unserer Kinder aufmerksam zu machen.

Das jetzige Bildungssystem ist marode und nicht offen für Neuerungen. Das beginnt leider schon in der Kindergrippe und setzt sich bis an die Hochschulen fort. Kinder brauchen Entfaltung und persönliche Freiheit, individuelle Förderung und liebevollen Halt, denn so entwickeln sich Empathie, Durchsetzungsvermögen und Denksport. Je kleiner unsere Mäuse sind, desto mehr Zuspruch benötigen sie, um zu mündigen Bürgern werden zu können.

So, wie es jetzt ist, kann es einfach nicht weitergehen!!!

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Wer hat die CDU gewählt? Komm mal kurz mit!

Lupo/ pixelio.de
Lupo / pixelio.de

 

Ok ich weiß, ich habe mir auf die Fahne geschrieben, auf mrs-eastie nicht parteiisch zu werden, immerhin werbe ich mit Parteiunabhängigkeit in meinem Blog.

 

Trotzdem habe ich natürlich eine politische Meinung, wenn ich auch bisher keine Partei gefunden habe, die mich mit ihren Inhalten wirklich zufrieden stellt.

 

Ich möchte eine Partei, die sich um die deutschen Bürger kümmert und für ihre Belange ein offenes Ohr hat, sozusagen eine Volkspartei, aber am liebsten weder zu rechts, noch zu links – sondern einfach bürgernah.

 

Eine Partei, die sich um Kinder und Jugendliche kümmert und diese eventuell sogar zum Schwerpunkt ihres Wahlprogramms macht, wäre echt prima. Eine Partei, die nicht nur lapidar von irgendwelchen “Bildungsangeboten” redet, sondern deren Mitglieder Umfragen in Schulen und Kindertageseinrichtungen starten, um den Volk und vor allem dem Nachwuchs dieses Volkes nahe zu sein – ach was sage ich – es zu verstehen, zu fördern, zu bilden und zu mündigen Bürgern heranwachsen zu lassen!

 

Eine Partei, die sich um Familien kümmert, vor allem dann, wenn Krisensituationen vorherrschen, Alleinerziehende, sozial Schwache, durch Schicksalsschläge (Tod, Missbrauch u.ä.) gebeutelte Familien – aber auch die glücklichen Familien unterstützt, Papi-Zeiten, gute Abstimmung von Kindergarten und Beruf, vielleicht Förderung von Betriebskindergärten u.ä.

 

Ich möchte eine Partei, die nicht wegen “klarer Führung” gelobt wird (sogar im Ausland) – weil es mich erschauern lässt und zutiefst schockiert, so etwas in der deutschen Politik überhaupt zu hören!

 

Und ja, ich möchte eine Partei, die vernünftig spart auf der einen Seite und gleichzeitig Geld locker macht auf der anderen, die wenn nötig in wirtschaftliche Ereignisse eingreift, wenn diese aus dem Ruder laufen, die Managergehälter drosselt und mehr Geld unter den Armen verteilt, vor allem unter denen, die zur Tafel gehen müssen – und ihre Kinder gleich noch mit dorthin schleppen müssen!

 

Meiner Familie geht es gut – aber wir wissen noch, wo wir herkommen, wir wissen, dass ein “Hartz IV– Empfänger” von heute nicht zu vergleichen ist mit Sozialhilfeempfängern aus den 80ern, einfach weil seit der Wende wirtschaftsmäßig so viel schief gelaufen ist, dass es nicht nur in Ostdeutschland, sondern auch im Norden eine hohe Arbeitslosigkeit gibt.

 

Es ist mir egal, ob Angela Merkel so erfolgreich gewählt wurde, wie derzeit Konrad Adenauer – Angela Merkel hat nie gelernt, was Armut bedeutet, ihre Eltern haben auch zu DDR-Zeiten nicht jahrelang auf einen Trabant warten müssen, denn unsere Angie kommt aus einer hochbetuchten Familie der damaligen DDR und hat schon in ihrer Kindheit alles ermöglicht bekommen, was geht.

 

Ich will hier keinen Populismus betreiben, denn es ist längst Vergangenheit, es ist vorbei und sie ist erfolgreich. Das sollte man ihr gönnen. Aber die CDU sollte sich nicht feiern lassen wie in alten Tagen, denn die gute alte BRD-Zeit ist ebenso vorbei wie die Diktatur in der DDR.

 

Es gibt keine feierlich gewählte CDU mehr, es gibt eine Partei, deren Stimmen sich aus einer arg veralteten Wähler-Generation erklären, aus über 60 – 70-jährigen, wovon manche zur Schande aller Deutschen auch noch aus Gewohnheit oder Parteitreue heraus wählen, ohne sich einmal die Wahlprogramme aller Parteien angesehen zu haben.

 

Die social media in facebook, aber auch in twitter und anderen Online-Medien zeigt eindeutig, dass viele junge Leute sehr schockiert sind über diesen Wahlausgang.

 

Ich möchte eine Partei, die volksnah ist, die die Fühler ausstreckt und sich nicht nur feiern lässt auf einer hohen Tribüne, zu der man als Bürger aufschauen soll – wenn man denn Zeit dazu hat und nicht gerade für 6 Euro die Stunde arbeiten geht!

 

Jetzt ist auch noch unsere Familienministerin zurückgetreten – ganz sang- und klanglos ist sie einfach weg, hat sich aus der Politik verabschiedet – um mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Ich mochte sie, denn sie saß am Puls der Zeit, sie wusste, was läuft in Deutschland. Es ist also nicht wichtig, in welcher Partei sie war oder ist, sondern ob sie nicht nur geredet – sondern auch gehandelt hat. Ja das hat sie!!! Danke für die gute Arbeit!

 

Ich möchte einfach als Bürger mitbestimmen können, wer unser Land regiert! Ich bin so frustriert und total benommen von diesem Wahlergebnis!

 

Ja, ich gebe zu, dass ich Kreuzchen bei den Oppositionsparteien gesetzt habe – einfach, um zu zeigen, dass meine Stimme genauso viel zählt, genauso viel wert ist wie die gefeierten Stimmen für die CDU.

 

 Ich bin genauso das Volk und so viele andere auch – und dort oben verstehen die Politiker unsere Botschaft einfach nicht.

 

Sie diskutieren nicht zeitgemäß, sondern über “irgendwas”, wie mir scheint – über Europa, über Schuldenschnitt, über Macht, über…???

 

Bitte, nehmt euch die Zeit und schaut euch unsere(n) kleinen Nachwuchs(künstler) an – die brauchen ein Fundament!!!! Sie brauchen Liebe, Kraft, ein offenes Ohr, gute Bildungschancen!

 

Sie brauchen keine Burn-out-Eltern, die in einer Burn-out- Gesellschaft schuften, um sich leere Phrasen von Burn-out-Politikern anzuhören!

 

Verflixt, Politiker sollen unser Land vertreten – und zwar für das Volk! Es ist nicht eure Tribüne und nicht euer Wahlsieg!

 

Der, der wählt – ist der, der das Sagen im Land hat.

 

Und nun noch kurz: Wer hat die CDU gewählt? Komm mal kurz mit! Ich muss dringend mit dir reden!

 

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