Tag : kinder

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Das Jahrhundert der Angst

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Ich bin gelernte Mediengestalterin für Bild und Ton und arbeite nebenbei in meinem kleinen Einzelunternehmen als Online-Texterin.
Es ist mir ein Muss, Bild und Sprache miteinander gefühlvoll zu verbinden, um Emotionen zu wecken und Sinne zu schärfen.
Als social publishing & authentic blogger bin ich seit 2006 im Internet unterwegs.
Mein Schwerpunkte liegen auf der Lebensart im Osten Deutschlands und dem Publizieren derselben sowie alle anderen Themen rund um die neuen Bundesländer und deutschlandweit.
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Die Neunziger waren unbeschreiblich aufregend.

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Erklärungsnot.

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Was du mich tun lässt

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Sind so kleine Hände

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Hier gibts wieder Futter für die Seele. Eins meiner absoluten Liebelingslieder – und immer noch aktuell.

Von Bettina Wegner

Sind so kleine Hände
winz´ge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen
die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße
mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten
könn´ sie sonst nicht gehn.

Sind so kleine Ohren
scharf, und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen
werden davon taub.

Sind so kleine Münder
sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten
kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen
die noch alles sehn.
Darf man nie verbinden
könn´ sie nichts mehr sehn.

Sind so kleine Seelen
offen ganz und frei.
Darf man niemals quälen
gehn kaputt dabei.

Ist so´n kleines Rückgrat
sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen
weil es sonst zerbricht.

Grade, klare Menschen
wär´n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat
hab´n wir schon zuviel.

 

 

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Trotzphase bei Kindern: Stampfen, schreien, wüten

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Ein schreiendes Kind auf dem Supermarktboden? Schlecht erzogen, meinen Außenstehende. Doch so sehr der tägliche Ausnahmezustand Eltern nervt – Wüten ist für das Kind unverzichtbar.

Fines Gesicht versteinert. Das kleine Mädchen wird hochrot, fängt an zu schreien. Tränen der Wut kullern über ihre Wangen. Anlass: ein paar Schuhe.

Fine ist zweieinhalb Jahre alt und mitten in der Trotzphase. Obwohl draußen Winter herrscht, möchte sie ihre Ballerinas anziehen. Doch die Mutter steckt Fines Füße in warme Stiefel.

Ein Schreien, weinen, sich auf den Boden werfen: Die meisten Eltern von Kleinkindern kennen solche Szenen. Und dennoch fürchten viele, nur ihre Kinder würden sich so benehmen. „Am Anfang dachte ich, ich hab was in der Erziehung falsch gemacht“, erinnert sich Fines Mutter. Heute weiß sie: Ihre Tochter verhält sich ganz normal. Neun von zehn Kindern zwischen anderthalb und drei Jahren trotzen lautstark. Ein Ausraster pro Tag ist in der Hochphase nicht ungewöhnlich.

Für Eltern ist dieser Lebensabschnitt eine schwere Geduldsprobe, für die Kinder jedoch unverzichtbar. In jener Zeit wird der Grundstein dafür gelegt, ob sie sich als Erwachsene an Regeln halten können, ob sie später ihre Gefühle im Griff haben, wie sie mit Stress und Frust umgehen. Also: Ob sie in der Gesellschaft zurechtkommen werden.

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„Im Grunde ist der Beginn der Trotzphase eine gute Nachricht“, sagt die Kinderpsychologin Ulrike Petermann von der Universität Bremen. „Denn das Kind hat dann einen wichtigen Entwicklungsschritt gemacht.“ Das ist etwa ab anderthalb Jahren. In diesem Alter lernen die Kinder laufen, sind mobiler und entdecken, dass sie einen eigenen Willen haben. Die Eltern stellen gerade deswegen mehr Regeln und Verbote auf. Der Wille von Eltern und die Ideen der Kinder prallen nun regelmäßig aufeinander. Ihren Unmut teilen Kinder ungefiltert mit: Sie können ihre Gefühle noch nicht kontrollieren oder sie durch Worte auszudrücken. Deshalb stampfen, schreien, wüten sie.

„So wie Kinder laufen und sprechen lernen, müssen sie auch erst lernen, ihre Emotionen zu regulieren und Bedürfnisse aufzuschieben“, sagt Psychologin Ronja Born. Im Rahmen des Erziehungsprogramms „Triple P“ („Positive Parenting Programme“) vermittelt sie Eltern einen positiven Umgang mit ihren Kindern auch in der Trotzphase. Mutter und Vater spielen in dem Lernprozess eine Schlüsselrolle, betont Petermann: „Trotz wächst sich nicht einfach aus.“ Die Eltern müssten in diesen Lebensjahren besonders aktiv erziehen. „Sie sind die Helfer des Kindes“, unterstreicht Petermann. „Sie müssen dem Kind zeigen, wie es seine Wut anders äußern kann, ihm Grenzen aufzeigen, aber auch nicht zu viel verbieten.“

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Kassensturz: Auch in Leipzig stieg die Zahl der Kinder in „Bedarfsgemeinschaften“ 2013 wieder

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Im Dezember 2013 lebten in der Bundesrepublik Deutschland 1,618 Millionen Kinder im Alter von unter 15 Jahren in 977.000 sogenannten SGB II-Bedarfsgemeinschaften. Dies waren 121.000 weniger als Ende 2008, aber etwa 15.000 Kinder mehr als ein Jahr zuvor. Auch in Leipzig stieg die Zahl der betroffenen Kinder wieder.

Der Anteil der Kinder im Alter von unter 15 Jahren, deren Mütter und/oder Väter auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angewiesen waren, betrug im Dezember 2013 in der Bundesrepublik Deutschland 15,1 Prozent. In den Ländern reichten die Hilfequoten von 33,1 Prozent (331 von 1.000 Kindern) in Berlin bis 6,9 Prozent in Bayern und in den 15 Großstädten von 33,1 Prozent in Berlin bis 11,8 Prozent in München, hat Paul M. Schröder vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) anhand der Daten der Bundesagentur für Arbeit ausgerechnet.

Jahrelang waren die Zahlen bundesweit leicht, aber stetig gesunken. Es wurden weniger Kinder geboren, es gab mehr Jobs für die Eltern. Doch seit 2008 ungefähr scheint – obwohl der Jobaufbau auch in Sachsen und Leipzig weiter geht – irgendwie der Wurm drin zu sein.

Im Dezember 2013 lag die im vergangenen Jahr wieder gestiegene durchschnittliche Hilfequote in der Bundesrepublik Deutschland (15,1 Prozent) lediglich 0,5 Prozentpunkte unter der Hilfequote im Dezember 2008. In Westdeutschland lag die in 2012 und 2013 gestiegene Hilfequote (13,2 Prozent) lediglich 0,1 Prozentpunkte unter der Hilfequote im Dezember 2008 (13,3 Prozent). In Ostdeutschland lag die weiter gesunkene aber noch immer deutlich höhere Hilfequote (23,6 Prozent) 4,0 Prozentpunkte unter der Hilfequote im Dezember 2008.

Das Überraschende auch für Schröder: In 108 ausschließlich westdeutschen kreisfreien Städten und Landkreisen wurde vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) eine höhere Hilfequote ermittelt als im Dezember 2008.

Bezogen auf die insgesamt 10,737 Millionen Kinder im Alter von unter 15 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland, lebten im Dezember 2013 15,1 Prozent der Kinder (151 von 1.000 Kindern) in SGB II-Bedarfsgemeinschaften. In Ostdeutschland betrug diese Quote im Dezember 2013 23,6 Prozent (von 1,927 Millionen Kindern) und in Westdeutschland 13,2 Prozent (von 8,810 Millionen).

Fünf Jahre zuvor (Dezember 2008) lebten in der Bundesrepublik Deutschland, bezogen auf die damals 11,139 Millionen Kinder im Alter von unter 15 Jahren, 15,6 Prozent dieser Kinder in SGB II-Bedarfsgemeinschaften. In Ostdeutschland betrug diese Quote im Dezember 2008 27,6 Prozent (von 1,814 Millionen) und in Westdeutschland 13,3 Prozent (von 9,325 Millionen).

Der Anteil der Kinder, deren Mütter und/oder Väter auf Arbeitslosengeld II angewiesen waren, reichte im Dezember 2013 in den 16 Ländern von 33,1 Prozent in Berlin (Rang 1 im Negativ-Ranking) und 30,5 Prozent in Bremen (Rang 2) bis 8,1 Prozent in Baden-Württemberg (Rang 15) und 6,9 Prozent in Bayern (Rang 16). In drei der 16 Länder lag die Hilfequote im Dezember 2013 über der Hilfequote im Dezember 2008, in Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Bremen.

Das westdeutsche Flächenland mit der höchsten Hilfequote, den gemessen an der altersgleichen Bevölkerung (unter 15 Jahre) relativ meisten Kindern in „Hartz IV-Haushalten“, war im Dezember 2013 mit 18,2 Prozent weiterhin Nordrhein-Westfalen, vor dem Saarland mit einer Hilfequote von 16,5 Prozent und Schleswig-Holstein mit einer Hilfequote von 15,4 Prozent. Die Hilfequote in Nordrhein-Westfalen lag im Dezember 2013 erstmals über der Hilfequote in Thüringen (17,7 Prozent), dem Land mit der niedrigsten Hilfequote in Ostdeutschland.

Das ostdeutsche Flächenland mit der höchsten Hilfequote, den gemessen an der altersgleichen Bevölkerung (unter 15 Jahre) relativ meisten Kindern in „Hartz IV-Haushalten“, war im Dezember 2013 mit 25,9 Prozent weiterhin Sachsen-Anhalt, vor Mecklenburg-Vorpommern mit 23,9 Prozent.

Sachsen lag mit einer Quote von 19,2 auf Rang 7, knapp hinter Brandenburg (19,3 Prozent), jetzt aber mit NRW dicht im Nacken (18,8 Prozent). Dabei hat sich die Zahl der von „Hatz IV“ betroffenen Kinder in Sachsen seit 2008 kontinuierlich verringert – von 109.508 auf 94.404. Am stärksten auf dem flachen Land. In den Großstädten sank die Zahl – auch durch die deutlich gestiegenen Geburtenzahlen – wesentlich langsamer. In Dresden von 13.220 auf 12.546 und in Leipzig von 18.218 auf 17.483.

Wobei an dieser Stelle zu beobachten ist, dass die Zahl in Dresden auch 2013 sank, in Leipzig gab es erstmals seit 2008 wieder einen leichten Anstieg – von 17.320 auf 17.483. Was nichts daran ändert, dass sich das Problem besonders in den Großstädten ballt. Hinter Berlin sind es mittlerweile vor allem Großstädte aus dem Ruhrpott, die unter steigender Kinderarmut zu leiden haben – Essen auf Rang 2 (unter den Städten ab 400.000 Einwohner) mit 31,6 Prozent, Dortmund auf Rang 3 mit 29,4 Prozent, Duisburg auf Rang 5 (27,8 %). Dazwischen rangiert noch Bremen mit einer Quote von 29,3 Prozent.

Leipzig hat sich zwar 2013 leicht von 26,7 auf 27,0 Prozent verschlechtert, landet in der Liste aber weiter auf Rang 6.

Womit es in Leipzig sogar noch ein stückweit besser aussieht als in anderen ostdeutschen Großstädten. In Halle/Saale weist die Statistik eine Quote von 33,8 Prozent aus, in Magdeburg 30,2 Prozent. Chemnitz kommt mittlerweile auf 23,7 Prozent. Die Leipziger Nachbarkreise haben naturgemäß ebenfalls niedrigere Werte: Nordsachsen 21,2 Prozent und der Landkreis Leipzig 16,8 Prozent.

Das BIAJ hat auch ausgerechnet, wie sich der Anteil der Großstädte an dieser Quote entwickelt hat. Die Botschaft ist eigentlich eindeutig. Der Anteil der Großstädte an den Kindern in SGB II-Bedarfsgemeinschaften ist damit weiter gestiegen – von 26,1 Prozent im Dezember 2008 auf 27,7 Prozent im Dezember 2013.

Ein Grund dafür, der von der Landespolitik immer wieder negiert wird: Von den 10,737 Millionen Kindern im Alter von unter 15 Jahren insgesamt (Ende 2012) lebten 17,2 Prozent (1,851 Millionen) in den 15 Großstädten (einschließlich Region Hannover). Ende 2008 betrug der Großstadtanteil an den Kindern insgesamt 16,0 Prozent. Das heißt, auch der Anteil der Kinder, die in Großstädten lebten, ist gestiegen, allerdings langsamer als der Anteil der Kinder, deren Mütter und/oder Väter auf Arbeitslosengeld II angewiesen waren.

Die Großstädte werden mit den Lasten dieser Entwicklung zumeist allein gelassen. Die steigenden Ausgaben im Sozial- und Jugendetat binden die Gelder, die dringend für Kita- und Schulausbau und Beschäftigungsförderung gebraucht würden. Die Zahlen zeigen nicht zuerst die zunehmende Verarmung der Städte, sondern ihre längst spürbare Überforderung mit den ihnen übertragenen Aufgaben, ohne dass sie finanziell dafür ausgestattet sind.

Das BIAJ hat auch ausgerechnet, wie sich der Anteil der Großstädte an dieser Quote entwickelt hat. Die Botschaft ist eigentlich eindeutig. Der Anteil der Großstädte an den Kindern in SGB II-Bedarfsgemeinschaften ist damit weiter gestiegen – von 26,1 Prozent im Dezember 2008 auf 27,7 Prozent im Dezember 2013.

Ein Grund dafür, der von der Landespolitik immer wieder negiert wird: Von den 10,737 Millionen Kindern im Alter von unter 15 Jahren insgesamt (Ende 2012) lebten 17,2 Prozent (1,851 Millionen) in den 15 Großstädten (einschließlich Region Hannover). Ende 2008 betrug der Großstadtanteil an den Kindern insgesamt 16,0 Prozent. Das heißt, auch der Anteil der Kinder, die in Großstädten lebten, ist gestiegen, allerdings langsamer als der Anteil der Kinder, deren Mütter und/oder Väter auf Arbeitslosengeld II angewiesen waren.

Die Großstädte werden mit den Lasten dieser Entwicklung zumeist allein gelassen. Die steigenden Ausgaben im Sozial- und Jugendetat binden die Gelder, die dringend für Kita- und Schulausbau und Beschäftigungsförderung gebraucht würden. Die Zahlen zeigen nicht zuerst die zunehmende Verarmung der Städte, sondern ihre längst spürbare Überforderung mit den ihnen übertragenen Aufgaben, ohne dass sie finanziell dafür ausgestattet sind.

Quelle: Leipziger Internetzeitung http://www.l-iz.de

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Dritte Generation Ostdeutschland, Eisen-, Wost-, Wendekinder … 25 Jahre später

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Inzwischen, 25 Jahre nach dem Mauerfall, gibt es einige Studien, Berichte, Gruppierungen, die sich (auch) darüber definieren und Bücher über und zu den Auswirkungen der Wende auf die damaligen Kinder und Jugendlichen. Auch die Taten und der aktuelle Gerichtsprozess der NSU haben das Interesse daran geweckt und erhöht.

Als „verlorene Generation“, als Wende-, Wost-, Eisenkinder werden wir bezeichnet.

Die Angaben über das Alter, in denen die Auswirkungen besonders gravierend gewesen wären, unterschieden sich leicht.

Ich halte die Pubertät für eine kritische Zeit und prägend für die gesamte weitere Entwicklung. Die seelische Entwicklung in vollem Gang ist: Teenager suchen ihren Platz in der Gesellschaft. Sie machen sich auf die Suche nach ihrer eigenen Identität und beginnen mehr und mehr, die Welt der Erwachsenen kritisch zu hinterfragen.

Genau in dieser Phase wurde zum Mauerfall und anschließender Wende mit allen Konsequenzen von „außen“ alles in Frage gestellt.

Es wird vielfach beschrieben, wie Autoritäten wie Eltern, Lehrer, Ausbilder usw. als verlässliche Instanzen für Werte „wegbrachen“.

In der Phase der Auseinandersetzung mit dem Richtig und dem Falsch, in der Suche nach Orientierung, was man wie findet, war mit einem Mal alles Bisherige falsch und verwerflich. Es gab nichts mehr, gegen das man sich auflehnen konnte. Alle, die einem bisher als gutes oder schlechtes Beispiel dienten, wie man werden könnte oder genau so nicht, waren hilflos. Wirklich hilf- und orientierungslos!

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit meinem damaligen Schuldirektor am 10.11.1989. Es fand im Treppenhaus der Schule statt. Ich hatte Angst nach dem Mauerfall. Ich hatte Angst, dass die DDR, dass wir jetzt ausverkauft würden, weil ja bei uns so vieles subventioniert und viel preiswerter als im Westen war. Der bis dahin so autoritäre und verlässliche Schuldirektor konnte meine Ängste und Befürchtungen nur anhören und hatte keine Antworten.

Wir wurden von den Lehrern weiter unterrichtet, mit mehrfach wechselnden Lehrplänen und Schulumzügen, die uns teilweise Gegensätzliches vor dem Mauerfall und der Wende beibrachten.

Es kamen Vertreter, die alle sichtbar über den Tisch zogen. „Halt Dich da raus, Du verstehst das nicht.“ als Antwort auf Fragen und Proteste und „Das ist jetzt eben so.“.

Aus „Wir sind das Volk.“ wurde „Wir sind ein Volk.“. „Das ist jetzt eben so.“
Eine Wahl bei der die CDU die meisten Stimmen bekam. Die Währungsunion, nach der die Ostprodukte aus den Läden verschwunden waren. Waren die so schlecht? Wenn die keiner kaufen würde, gingen die Betriebe kaputt. „Das ist jetzt eben so.“

Wendehals und Fahnen-nach dem Wind-hängen waren alltägliche Ausdrücke.
Die jugendlichen Freunde und Bekannten wurden schnell in links- oder rechtsorientiert kategorisiert.

Mit der Wende konnte man alles werden, stand einem alles offen, was vorher so nicht möglich gewesen wäre.

2009, an dem Samstag vor der Wahl, hatte ich Klassentreffen. Nach Angaben meiner ehemaligen Schulkameraden, waren die meisten noch nie wählen und würden auch am folgenden Sonntag nicht zur Wahl gehen. Viele waren selbstständig. Politik interessierte nicht.

Ich entdeckte Parallelen, die ich bisher bei mir für charakterbedingt hielt.
Wir waren 16 / 17 Jahre zum Mauerfall. In einem Alter, in dem man bewusst sucht und sich entscheidet, was man für richtig und für falsch hält … gab es schlicht keine Orientierungsmöglichkeiten. Es gab nichts Verlässliches.
Unter den damaligen Bedingungen, in diesem Alter, kann das ein grundlegendes Lebensgefühl prägen. Alles und jeder kann sich jederzeit in jede beliebige Richtung ändern. Auf wen kann man sich verlassen, wenn nicht auf sich selbst? Wem kann man vertrauen, wem glauben, wenn nicht sich selbst?

Vergessen und wenig beschrieben wie beachtet scheint zu sein, dass sich die DDR und das Leben in der DDR in der Zeit vor Mauerfall und Wende änderten. Man, zumindest als Jungendliche, konnte diskutieren und fragen. Auch über die Stasi wurde gesprochen. Es gab mehr zu kaufen. Ausreiseanträge und Besuche in den Westen wurden genehmigt. Über die DDR-Fluchten wurde berichtet und gesprochen. Es hätte, wenn auch ein langsamer und schwieriger, so doch Weg für eine sozialistische Gesellschaft in Freiheit sein können.

Das haben wir erlebt! Und dann? „Das ist jetzt eben so.“

Vor ein paar Jahren sagte eine ehemalige Klassenkameradin und damals sehr gute Freundin, dass wir keine gute Klasse gewesen wären, dass wir nicht zusammengehalten hätten.

Ich erinnere mich an Anderes. Aber schon unser 10. Schuljahr 1988 / 89 war von den Veränderungen geprägt. Ich glaube das nachfolgende Allein-gelassen -sein, das Auf-sich-gestellt-sein, die Unzuverlässigkeit des gesamten Umfeldes in dieser Zeit prägt die Erinnerung und das grundlegende Lebensgefühl.
Natürlich ist das nicht zu pauschalisieren! Selbst diese „Lebensgrundlage“ entscheidet nicht über die weitere Entwicklung.

Sabine Rennefanz beschreibt in Ihrem Buch „Eisenkinder“ auch ihre eigene Suche nach verlässlichen Autoritäten, die sie vorübergehend in der Religion fand. Von der radikal-provozierenden Grenzensuche bis zur völligen

Abwendung und Ablehnung jeglicher Autoritäten war und ist alles möglich.
Wir waren alt genug, alles bewusst zu erleben, aber nicht alt genug, gestaltend einzugreifen. „Das ist jetzt eben so.“ Ausgeliefert. Natürlich boten sich mit der Wende alle Chancen, die man so vorher nicht hatte. Und viele haben diese genutzt. Was sollte man sonst machen? Wem glauben, wem vertrauen? Doch nur noch sich selbst.

Natürlich lässt sich das nicht verallgemeinern. Bei den Menschen, die ich in diesem Alter kenne und kannte, ist eine gewisse Selbstständigkeit bis Autonomie, eine generelle Ungläubigkeit, fehlendes Vertrauen, Abwendung von politischen Ideen und Systemen … überdurchschnittlich stark vertreten.

Einzelkämpfer … und das ist nur „die Spitze vom Eisberg“

Quelle: www.meinanzeiger.de/Gera über Sabine Rennefanz – Autorin des Buches „Eisenkinder: Die stille Wut der Wendegeneration“

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Was für eine Gesellschaft wollen wir?

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Ich kann mich noch gut an meine Jugend in der Nachwendezeit erinnern. Mit  rund 24 Jahren schon (oder noch?!) auf sozialkritischem Beobachtungsposten, was die neue Gesellschaft anbetrifft und skeptisch gegenüber den gefühlten Neureichen, gab es unter uns ehemaligen Kindern der Arbeiterklasse so einen Witz.

Man ahmte so eine Geste nach, mit der man andeutete, mehrere Fotos auf den Tisch zu legen, die offensichtlich wichtige Motive trugen.

„Mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein Pferd“

Es brachte uns damals zum Lachen und wir realisierten im jugendlichen Leichtsinn nicht mit einem Wimpernzucken daran, jemals so statusbehaftet zu leben.

Heute sind natürlich viele jener Zeitgenossen beruflich sehr erfolgreich. Nicht wenige besitzen einen tollen Mittelklassewagen, wohnen in einer neu eingerichteten Eigentumswohnung oder einem modernen Eigenheim und ich bin mir sicher, auch Pferd oder Segelboot sind im Budget noch drin.

Keiner erinnert sich mehr an Freunde, mit denen man lachend und gewitzt eine fröhliche Zukunft schmiedete.

Heute sind Mütter wahre Kinderzimmerdesigner mit allem, was sie in der Werbung an Einrichtungsgegenständen so gesehen haben. Autos und Werkzeugkasten für Jungs und rosa Spitzen für die kleine Prinzessin.

Pfützen und Matschwetter müssen doch wirklich Horror für so eine Seifenblasenwelt sein.

Was passiert in solchen sterilen Behausungen mit gesammelten Schneckenhäusern, gesammelten Steinen, Moos, Haselnussblüten oder gefundenen Wanderstöcken?

Was geschieht, wenn sandige Hände und Füße alles anfassen, durch den Flur stürmen, oder ganz dringend Richtung Badezimmer – dringendes Pullern?!!

Perfekte Wohnräume, die nicht entstehen, sondern von jetzt auf gleich geschaffen werden, für die ganz viel Geld ausgegeben wird und die trotz allem Chic keine Seele besitzen.

Es ist fast ein Unding geworden, bei jemandem spontan zu klingeln. Schließlich könnte es sein, dass noch irgendwo unabgewaschene Kaffeetassen herumstehen, das Bett im Kinderzimmer nicht gemacht ist oder noch nicht frisch bezogen nach der Pullertirade in der Nacht.

Wer arbeitstätig ist, hat sicher noch nicht einmal die Kekskrümel vom Vortag weggesaugt und das Katzenklappe müffelt bestimmt ein wenig.

Natürlich lässt man niemanden in eine unaufgeräumte Wohnung. Schon gar nicht Freunde, die müssen ja nicht wissen, wie man in Wirklichkeit lebt.

Es ist paradox, wenn man bedenkt, dass Freunde früher genau wussten, wie man wirklich lebt und so eine Vertrautheit nicht zu ersetzen war durch Statussymbole.

Was soll denn passieren, wenn andere von mir wissen, welches Muster mein Klopapier hat, welche Fettfinger heute an der Balkontür gelandet sind oder wieviel Bügelwäsche auf dem Wohnzimmertisch gestapelt lag?

Liegt da etwas Menschliches,Unperfektes, Sympathisches in der Luft?

Wenn doch nur ein paar Masken fielen und wieder mehr Authentizität ans Tageslicht käme.

Dann wären spontane Verabredungen wieder möglich.

Und überhaupt: Was für eine Gesellschaft wollen wir?

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Der Zusammenhang Kindergarten – Gesellschaftsentwicklung

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 Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de

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Warum so viele Menschen so wenig Empathie besitzen und was das für ein Land bedeutet

Es war einmal…das Märchen vom artigen Kind

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Wer hat die CDU gewählt? Komm mal kurz mit!

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Lupo  / pixelio.de

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