Mai 232014
 

Astrid

Ich bin gelernte Mediengestalterin für Bild und Ton und arbeite in meinem kleinen Einzelunternehmen als Werbe- und Onlinetexterin. Es ist mir ein Muss, Bild und Sprache miteinander gefühlvoll zu verbinden, um Emotionen zu wecken und Sinne zu schärfen.

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Manchmal kann man schon ins Sinnieren kommen über die Begrifflichkeiten von Freundschaft, Liebe, freiem Denken, Zusammenhalt.

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Mai 192014
 
schwarzerose9

Es gibt Momente, da könnte ich die Wände hochgehen. Heute war so ein Augenblick. Und das an deinem Geburtstag.

Bestimmt hättest du mich für verrückt gehalten. Aber du kennst ja dein Schwesterherz.

Ich habe heute den ganzen Tag an dich gedacht. Anlass war eine Frage, die auf facebook gestellt wurde. Das ist ein riesiges soziales Netzwerk, was die verschiedensten Personen miteinander vernetzt – zusammenbringt oder entzweit. Von oberflächlichem small talk über tiefgründige Gespräche bis hin zu absoluter Sinnfreiheit ist alles dabei.

Jedenfalls kann man dort neuerdings Fragen beantworten, die dann jeder in deiner Freundesliste lesen kann. Verrückt, nicht wahr?

So verrückt, wie dir heute hier einen Platz in meinem Blog zu geben. Warum öffentlich?

Zwischen den vielen Meldungen  des Tages gehen oft die kleinen Einzelschicksale unter.

Doch wenn schon Internet, dann doch mit einem klein wenig mehr Gefühl. Wenn schon im Rampenlicht stehen, dann doch mit einem bisschen weniger Maskerade. Wenn schon öffentlich, dann bitte mit dem Gesicht des Menschen dahinter, der dieses Blog verfasst.

Wie es mal Aurora Lacasa sagte: Warum soll ich verheimlichen, wo ich wohne und wie ich zu erreichen bin? Schließlich bin ich durch meine Fans erst die, die ich eben bin. (sinngemäß)

Weißt du, wie die Frage auf facebook lautete?

Sie lautete: Wann hast du Fahrrad fahren gelernt?

Ich musste ein bisschen lächeln. Ich musste ein bisschen weinen …

Du hast meinen Gepäckträger festgehalten und bist nebenher gelaufen, während ich krampfhaft versuchte, in die Pedalen zu treten und gleichzeitig zu lenken.

Ich schaffte es, weil du da warst. Doch irgendwann wurde ich zu schnell. Und als ich merkte, dass du nicht mehr neben mir mitläufst, fuhr ich ins Feld … und kippte um …

Ich war so sauer auf dich und dachte, du willst mich ärgern. Schließlich machen das Brüder ganz gerne, kleine wütende Schwestern aufziehen.

Aber du hast mir an diesem Tag einen Satz gesagt, der bis heute so oft in meinen Ohren hallt. Vor allem, an Tagen wie diesem!

„Hättest du dir mehr vertraut als mir, dann wärst du gefahren und hättest gleichzeitig in die richtige Richtung gelenkt! Du musst dir vertrauen, um vorwärts zu kommen!“

Du läufst nicht neben mir. Du bist einfach nicht mehr da. Und ich vermisse dich immer noch so sehr. Aber ich habe durch dich eine wichtige Lektion gelernt!

Heute geht es aber nicht um mich. Heute ist dein Tag – Ich wollte dir nur sagen: Ich trage dich in meinem Herzen.

Danke!

Nov 272013
 
 Stephanie Hofschlaeger/ pixelio.de

Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Warum so viele Menschen so wenig Empathie besitzen und was das für ein Land bedeutet

Es war einmal…das Märchen vom artigen Kind

Beim “Kind sein” beginnt alles. Das sollte jedem von uns klar sein. Nahm ich bisher an. Doch in den letzten Wochen wurde ich eines Besseren belehrt. Weder Eltern noch Kindergartenleiter scheinen sich oft darüber bewusst zu sein, was eine Prägung in den ersten fünf Lebensjahren bedeutet. Natürlich werden wir auch darüber hinaus noch intensiv geprägt, jedoch die ersten fünf Lebensjahre legen ein Fundament, einen Grundstein für Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, kognitive Fähigkeiten und ein gesundes Selbstbewusstsein.

Kinder mussten viele Jahre lang funktionieren. Sie mussten das tun, was ihnen die Erwachsenenwelt diktierte – ohne Wenn und Aber. Stillsitzen und Inhalte aufnehmen, die sie meistens nicht wirklich ansprachen. Ohne Widerworte schlucken, was ihnen intellektuell geboten wurde. Ja nicht vorlaut oder altklug sein. Keins dieser “Zappelphilippe” oder “Schmutzfinken” werden, wie Nachbars Kinder.

Nachbars Kinder waren aber oft jene, welche später Erfolg im Beruf hatten, ein zufriedenes Leben führten. Das brachte eine ganze Generation zum Umdenken. Aber nicht nur das. Auch die Hitler-Zeit warf viele Fragen auf. Wie konnte es kommen, dass sich so viele Menschen von einer Person leiten ließen?

Die Antwort darauf ist relativ einfach.

Kinder wurden früher nicht dazu animiert, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

Ich schreibe bewusst “früher” – eine nicht greifbare und schlecht umreissbare Zeitspanne. Früher heißt für mich, Kinder, die in einer Diktatur aufwuchsen, hatten es bedeutend schwer, sich selbst zu entfalten. Außer sie entsprachen dem gängigen gesellschaftlichen Ideal. Diktaturepisoden hatten wir ja nun nicht nur eine in der Geschichte Deutschlands – und hin oder her, wo eine Diktatur vorherrscht, da werden schon Kinder zu späteren unmündigen Bürgern herangezogen.

Die Frage ist nur, was passiert mit den Kindern der Kinder? Welche Erziehungsmaßnahmen reichen bis in die heutige Zeit?

Kinder brauchen Regeln. Jedoch sie benötigen gleichzeitig Zuspruch, Halt und Geborgenheit. Sie sind angewiesen auf uns Erwachsene, um in ihren Gefühlen und Gedanken abgeholt und ernstgenommen zu werden.

Wer als Kind nicht in den Arm genommen wurde, weiß das ein Leben lang und vergisst es nie wieder. Wer im Kindergarten zur Strafe in der Ecke stehen musste oder in einem riesengroßen, leeren Schlafsaal allein einschlafen musste, hat dies ganz gewiss nicht vergessen. Wer immer der Letzte beim Essen war und deshalb ausgelacht wurde, wird sich auch als Erwachsener gut daran erinnern können. Wer eine Frage richtig beantworten konnte, dies jedoch nicht im Schulbuch stand und er daraufhin vom Lehrer eine schlechte Note bekam, wird sich das merken übers 18. Lebensjahr hinaus.

Der Schlüssel zum Gesellschaftswohl liegt in unseren Kindern

Was vielen nicht klar zu sein scheint, ist: Wie wir unsere Kinder behandeln, was wir ihnen ermöglichen oder auch verbieten, wo wir sie lieben, aber ihnen auch unsere Wut zeigen- alle diese Faktoren sind maßgeblich daran beteiligt, wie unsere Gesellschaft sich entwickeln wird. Denn auch wenn Kinder oft als die kleinen süßen oder tyrannischen Menschlein abgetan werden, so ist die Kindheit doch die Wiege zu allem Wohl oder Übel. Nicht nur innerhalb der Familie. Nein- in unserem Land!

So wie Kinder sich frühzeitig entwickeln, so entwickeln sich später Verhaltensformen zwischen Erwachsenen

Selbstverständlich ist der Mensch immer in der Lage, sich weiter zu entwickeln und nicht jede Prägung für sich gesehen wiegt so viel, dass ein Kindergartenalltag oder ein strenger Lehrer in der Schule allein für die persönliche Entwicklung eines jeden von uns verantwortlich sind. Dennoch sollten wir uns darauf besinnen, welche Faktoren wichtig sind, um Diskussionsbereitschaft, Mündigkeit, Problemlösung zu fördern und damit ein neues gesellschaftliches Zeitalter anzutreten.

Erwachsene, die als Kinder oft negative Kritik geerntet haben, sind weniger kritikfähig. Selbst konstruktive Kritik kann und wird dann oft später als persönlicher Angriff gewertet. Wer nicht über seine Gefühle sprechen durfte, dem fehlt später eine gute Selbstreflektion- wichtig für Fairplay und Teamgeist. Nur gestärkte Personen können sich kritisch mit sich selbst und anderen auseinandersetzen. Wo kein Einfühlungsvermögen beigebracht wurde, wird es nie ein Schlüpfen in andere Blickwinkel geben, was jedoch sehr wichtig für Konfliktlösungen und Kompromissbereitschaft ist. Wer in der Kindheit für eigene Ideen und Gedanken bestraft wurde, wird später große Probleme haben, zu sich selbst zu stehen und erfinderisch zu sein.

Kindergarten und Schule sind mehr als Auffangstationen – sie sind eine Ersatzfamilie

Pädagogisches Personal hat eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe im Arbeitsleben mit auf den Weg bekommen. Das sollte jedem bewusst sein. Auch unseren Politikern. Schon in der Kinderkrippe werden Kindern Werte vermittelt, es sind oft die allerersten Erfahrungen in ihrem jungen Leben. Die Gefühle, die dort von Erzieher zu Kind transportiert werden, sind die wichtigsten überhaupt außer denen von Mama, Papa und den entfernteren Verwandten.

Kinder suchen in Pädagogen Halt und Wärme, so abstrus das klingen mag. Hier wird wirklich deutlich, wie wichtig ein fairer und freundschaftlicher Umgang mit den kleinsten Sprösslingen ist. Abgesehen von den liebevollen, aber konsequenten Regeln, die ebenso wichtig sind, werden unsere Kinder so zu wichtigen Teilhabern der Gesellschaft, wenn sie sich angenommen und bestätigt fühlen.

Wenn es nur ums liebe Geld geht – Kindereinrichtungen als Wirtschaftsfaktor

Wir haben ein großes Phänomen in unserem Land. Einerseits halten wir die Demokratie hoch und sind stolz darauf. Das ist auch wirklich gut. Doch immer öfter macht sich das Gefühl breit, dass diese Volksherrschaft gar keine echte ist, sondern von Politik und Wirtschaft diktiert wird. Die schnellen Entwicklungen im Medien- und Forschungsbereich dagegen zeigen einen völlig neuen Weg: Wir befinden uns hier in einem großen Umbruch, einer nie da gewesenen Umwälzung. Auch gesellschaftspolitisch.

Nie war es so wichtig wie heute, gefestigt zu sein, Werte zu besitzen, nach denen wir leben wollen. Werte, die nicht von einem Übervater oder einer Übermutter kommen, sondern aus dem neuen Menschen selbst. Eine Welt, die sich anders anfühlt, als nur vom Geld regiert zu sein. Geld regiert die Welt, diesen Ausspruch kennt jeder. Und doch beginnt dieses Manko bereits bei den Kleinsten der Kleinen. Kinder müssen in Einrichtungen gesteckt werden, damit Mama und Papa für den Arbeitgeber jederzeit und immer verfügbar sind. Damit Geld in die Kassen kommt.

Gleichzeitig wird kräftig an der Bildung gespart. Aber nicht nur das. Auch das elementarste aller Grundbedürfnisse geht verloren: Liebe und Trost, einen Geborgenheitsraum, in dem sich ein Kind in aller Ruhe entwickeln kann. Und die Rahmenbedingungen dafür. Kindergärtnerinnen haben in Sachsen einen Personalschlüssel von 1:17.

Kindergarten und Schule – Orte der sozialen und kognitiven Entwicklung?

Ausgebrannte Pädagogen und Erzieher, die selbst oft traurig und verzweifelt in der Situation gefangen sind, ihren Zöglingen nicht alles bieten zu können und andererseits sowohl kulturelle als auch bildungsrelevante Unterschiede der Ursprungsfamilien überbrücken zu müssen, müssten sich hier wirklich zusammenfinden, um auf die Lage unserer Kinder aufmerksam zu machen.

Das jetzige Bildungssystem ist marode und nicht offen für Neuerungen. Das beginnt leider schon in der Kindergrippe und setzt sich bis an die Hochschulen fort. Kinder brauchen Entfaltung und persönliche Freiheit, individuelle Förderung und liebevollen Halt, denn so entwickeln sich Empathie, Durchsetzungsvermögen und Denksport. Je kleiner unsere Mäuse sind, desto mehr Zuspruch benötigen sie, um zu mündigen Bürgern werden zu können.

So, wie es jetzt ist, kann es einfach nicht weitergehen!!!

Sep 242013
 
Lupo/ pixelio.de

Lupo / pixelio.de

 

Ok ich weiß, ich habe mir auf die Fahne geschrieben, auf mrs-eastie nicht parteiisch zu werden, immerhin werbe ich mit Parteiunabhängigkeit in meinem Blog.

 

Trotzdem habe ich natürlich eine politische Meinung, wenn ich auch bisher keine Partei gefunden habe, die mich mit ihren Inhalten wirklich zufrieden stellt.

 

Ich möchte eine Partei, die sich um die deutschen Bürger kümmert und für ihre Belange ein offenes Ohr hat, sozusagen eine Volkspartei, aber am liebsten weder zu rechts, noch zu links – sondern einfach bürgernah.

 

Eine Partei, die sich um Kinder und Jugendliche kümmert und diese eventuell sogar zum Schwerpunkt ihres Wahlprogramms macht, wäre echt prima. Eine Partei, die nicht nur lapidar von irgendwelchen “Bildungsangeboten” redet, sondern deren Mitglieder Umfragen in Schulen und Kindertageseinrichtungen starten, um den Volk und vor allem dem Nachwuchs dieses Volkes nahe zu sein – ach was sage ich – es zu verstehen, zu fördern, zu bilden und zu mündigen Bürgern heranwachsen zu lassen!

 

Eine Partei, die sich um Familien kümmert, vor allem dann, wenn Krisensituationen vorherrschen, Alleinerziehende, sozial Schwache, durch Schicksalsschläge (Tod, Missbrauch u.ä.) gebeutelte Familien – aber auch die glücklichen Familien unterstützt, Papi-Zeiten, gute Abstimmung von Kindergarten und Beruf, vielleicht Förderung von Betriebskindergärten u.ä.

 

Ich möchte eine Partei, die nicht wegen “klarer Führung” gelobt wird (sogar im Ausland) – weil es mich erschauern lässt und zutiefst schockiert, so etwas in der deutschen Politik überhaupt zu hören!

 

Und ja, ich möchte eine Partei, die vernünftig spart auf der einen Seite und gleichzeitig Geld locker macht auf der anderen, die wenn nötig in wirtschaftliche Ereignisse eingreift, wenn diese aus dem Ruder laufen, die Managergehälter drosselt und mehr Geld unter den Armen verteilt, vor allem unter denen, die zur Tafel gehen müssen – und ihre Kinder gleich noch mit dorthin schleppen müssen!

 

Meiner Familie geht es gut – aber wir wissen noch, wo wir herkommen, wir wissen, dass ein “Hartz IV– Empfänger” von heute nicht zu vergleichen ist mit Sozialhilfeempfängern aus den 80ern, einfach weil seit der Wende wirtschaftsmäßig so viel schief gelaufen ist, dass es nicht nur in Ostdeutschland, sondern auch im Norden eine hohe Arbeitslosigkeit gibt.

 

Es ist mir egal, ob Angela Merkel so erfolgreich gewählt wurde, wie derzeit Konrad Adenauer – Angela Merkel hat nie gelernt, was Armut bedeutet, ihre Eltern haben auch zu DDR-Zeiten nicht jahrelang auf einen Trabant warten müssen, denn unsere Angie kommt aus einer hochbetuchten Familie der damaligen DDR und hat schon in ihrer Kindheit alles ermöglicht bekommen, was geht.

 

Ich will hier keinen Populismus betreiben, denn es ist längst Vergangenheit, es ist vorbei und sie ist erfolgreich. Das sollte man ihr gönnen. Aber die CDU sollte sich nicht feiern lassen wie in alten Tagen, denn die gute alte BRD-Zeit ist ebenso vorbei wie die Diktatur in der DDR.

 

Es gibt keine feierlich gewählte CDU mehr, es gibt eine Partei, deren Stimmen sich aus einer arg veralteten Wähler-Generation erklären, aus über 60 – 70-jährigen, wovon manche zur Schande aller Deutschen auch noch aus Gewohnheit oder Parteitreue heraus wählen, ohne sich einmal die Wahlprogramme aller Parteien angesehen zu haben.

 

Die social media in facebook, aber auch in twitter und anderen Online-Medien zeigt eindeutig, dass viele junge Leute sehr schockiert sind über diesen Wahlausgang.

 

Ich möchte eine Partei, die volksnah ist, die die Fühler ausstreckt und sich nicht nur feiern lässt auf einer hohen Tribüne, zu der man als Bürger aufschauen soll – wenn man denn Zeit dazu hat und nicht gerade für 6 Euro die Stunde arbeiten geht!

 

Jetzt ist auch noch unsere Familienministerin zurückgetreten – ganz sang- und klanglos ist sie einfach weg, hat sich aus der Politik verabschiedet – um mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Ich mochte sie, denn sie saß am Puls der Zeit, sie wusste, was läuft in Deutschland. Es ist also nicht wichtig, in welcher Partei sie war oder ist, sondern ob sie nicht nur geredet – sondern auch gehandelt hat. Ja das hat sie!!! Danke für die gute Arbeit!

 

Ich möchte einfach als Bürger mitbestimmen können, wer unser Land regiert! Ich bin so frustriert und total benommen von diesem Wahlergebnis!

 

Ja, ich gebe zu, dass ich Kreuzchen bei den Oppositionsparteien gesetzt habe – einfach, um zu zeigen, dass meine Stimme genauso viel zählt, genauso viel wert ist wie die gefeierten Stimmen für die CDU.

 

 Ich bin genauso das Volk und so viele andere auch – und dort oben verstehen die Politiker unsere Botschaft einfach nicht.

 

Sie diskutieren nicht zeitgemäß, sondern über “irgendwas”, wie mir scheint – über Europa, über Schuldenschnitt, über Macht, über…???

 

Bitte, nehmt euch die Zeit und schaut euch unsere(n) kleinen Nachwuchs(künstler) an – die brauchen ein Fundament!!!! Sie brauchen Liebe, Kraft, ein offenes Ohr, gute Bildungschancen!

 

Sie brauchen keine Burn-out-Eltern, die in einer Burn-out- Gesellschaft schuften, um sich leere Phrasen von Burn-out-Politikern anzuhören!

 

Verflixt, Politiker sollen unser Land vertreten – und zwar für das Volk! Es ist nicht eure Tribüne und nicht euer Wahlsieg!

 

Der, der wählt – ist der, der das Sagen im Land hat.

 

Und nun noch kurz: Wer hat die CDU gewählt? Komm mal kurz mit! Ich muss dringend mit dir reden!

 

Sep 242013
 
 NicoLeHe/ pixelio.de

NicoLeHe / pixelio.de

 

Ganz ehrlich, seit ein paar Tagen rast der Puls, das Herz schiebt Sonderschichten – und nein, ich bin nicht frisch verliebt.

Verliebt schon, nur nicht mehr frisch.

Scherz beiseite. Ich bin wirklich so richtig aufgeregt und habe keine ruhige Minute. Es purzeln Verstand und Gefühl wild durcheinander, ich mache mir Sorgen, habe irgendwie Kummer und bin aufgewühlt.

Es hat mit der Bundestagswahl zu tun zum Einen, und zum anderen mit…ja womit? Mit dem Alltag, mit unserer Gesellschaft, mit den Menschen” wie du und ich”…

Nein, manchmal hilft kein Augenzwinkern mehr, wenn einem vor lauter Traurigkeit und  auch manchmal vor Frust und ohnmächtiger Wut die Tränen in die Augen steigen, wenn das Gefühl einen übermannt und man nicht viel dagegen tun kann.

Es gibt Momente in meinem Leben, da frage ich mich, ob andere Menschen wohl ähnlich wie ich empfinden? Sehen sie am Straßenrand die alte Omi, die sich auf ihren Rolli stützt?

Ob sie wohl Kinder hat, die sie unterstützen? Enkel, die um sie herumspringen und sie jung halten?

Bei der ärmlichen Kleidung und den tiefen Falten im Gesicht, besonders der Stirn – wohl eher nicht. Gibt es das eigentlich noch, wie früher, dass man eine Art Patenschaft für eine Omi übernehmen kann? Sollte ich sie mal darauf ansprechen, ob sie Hilfe braucht?

Nein, denke ich mir, ich bin nicht Mutter Theresa, ich kann das nicht alleine abdecken, das Elend, die Altersarmut.

Dann komme ich nach Hause, habe meine Stromrechnung oder meine KFZ-Steuer im Briefkasten liegen, wahrscheinlich noch zwei, drei Mahnungen oder vielleicht einen Bescheid von einem Inkassobüro. Schlimm, denke ich mir, wenn am Ende des Monats das Geld so knapp ist, dass man sich nur mit viel Rechnerei durchs Leben wagen kann. Ob es anderen wohl ähnlich geht?

Das Mäusel braucht Sachen und zum Tanzen will sie auch, der Kindergarten muss bezahlt werden und die Speisenversorgung. Das Männe braucht einen vollen Tank, um auf seine gut bezahlte Arbeit zu kommen. Das ist nicht ironisch gemeint. Unbefristete Arbeit, ein sehr guter Job – muss aber ironisch anfügen, keine 100% wie seine Westkollegen. Egal, einer der Gutverdienenden ist er in der Gegend hier. Und ich? Volle unbefristete Rente aufgrund einer Darmerkrankung.

Wir sollten gut klarkommen, und wir müssten sogar CDU-Wähler sein.

Unsere Wertvorstellungen sind ja fast christlich, obwohl wir keine Christen sind. Aber wir wollen unsere Tochter mit Rückgrat erziehen, als eine Person mit Persönlichkeit und die kommt nicht von ungefähr.

Kinder brauchen Meinungsfreiheit, Liebe und Unterstützung. Sie sollen den Wert des Geldes kennenlernen und dass die Eltern dafür viel arbeiten müssen. Ist das eine konservative Einstellung?

Wir empfinden uns als moderne (ost)deutsche und europäische Familie…

Werte ja, altmodisch sein – nein!

Irgendwo macht gerade ein Vater sein Kind zur Schnecke. Ob es noch alle Tassen im Schrank hätte. Kinderweinen. Ein Mädchen, bestimmt älter, vielleicht so 10 oder 12?

Was mag ihn dazu bewegen, sie so anzuschreien? Wurde er so angeschrien, als er ein Kind war? Wurde er früher in der Schule gemobbt oder hat er Probleme auf seiner Arbeit? Wieso wird man so? Vielleicht hat er auch gerade den Briefkasten geleert und irgendwelche Mahnungen entdeckt.

Augenzwinkern adé, und Meditation auch….von wegen “und jetzt steigt Fröhlichkeit in dir auf”… ja wie denn?

Es redet ja keiner mehr mit dem anderen, und die Deutschen denken von den anderen Deutschen, denen ginge es besser und sie hätten mehr Geld. Es wird ja tabuisiert, wie es jedem Einzelnen wirklich geht. Die Medien gaukeln es doch vor: Wer Schulden hat, kann nicht mit Geld umgehen, alle anderen haben supertolle Wohnungen, ja gar Häuser!

Trash-Fernsehen vom feinsten!

Es wird so weiter gehen, dass wir uns für doof verkaufen lassen – und wer nicht nachdenkt, ist selber schuld. Wer nicht mitdenkt, wird noch weiter veralbert werden und sich noch mehr vor jeglicher offener Kommunikation scheuen!

Ist es ein Risiko, so eine krasse Meinung im Internet zu veröffentlichen?

Ja mei – und? Wie ist deine Meinung denn?

Die Welt ist doch eh ein großes Dorf, irgendwann siehst du mich irgendwo auf der Straße und kannst sagen, hey, du bist doch die, die mrs-eastie schreibt oder? Und ich würde sagen, ja bin ich, habe jetzt aber keine Zeit, muss noch ein bisschen meditieren.

Wegen der inneren Erfülltheit! Ich arbeite daran!

Die Quintessenz von diesem spontan eingepflegten Text ist doch die:

Nichts ist so, wie es scheint.

Der Nachbar ist wahrscheinlich ärmer als du- und JA, es geht den meisten so, dass Ende des Monates das Geld im Portemonnaie weniger wird oder sogar ganz verschwunden ist.

Und ja, zu DDR-Zeiten gab es junge Leute, die den Omis die Kohle rein geschippt haben. War nicht für diesen Blog-Text erfunden, sondern stimmt tatsächlich.

Ich bin immer noch aufgewühlt.

Über Themen wie die Tafel, zu denen mittlerweile schon Mütter mit Kindern gehen müssen, die keineswegs im “Medienstyle” abgestürzt sind, sondern heutzutage genauso ein Studium hinter sich haben können.

Über Themen wie die Altersarmut, die mich besonders berührt, weil ich als Kind über ältere Menschen etwas anderes gelernt habe, nämlich sie zu achten und zu ehren.

Das müsste eigentlich doch im C der DU festgeschrieben sein????

Ich weiß, ich weiß – ich bin eine Idealistin, eine Träumerin. Schon viele wollten mir die Realität “beibringen”.

Alle sind egoistisch, sei ‘es auch, sonst gehst du unter.

Ja, mag sein. Aber wo Visionen sind, da ist Zukunft! Und meine Zukunft wird die sein, dass ich in Ruhe neditieren kann – nachdem ich mit meiner Familie im Zoo und danach chic essen war.

Und zwar am Ende des Monats!

OOoooohmmmm, mediale Grüße!

Aug 272013
 

Hallo liebe(r) Leser,

 

heute habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht, was man noch so tun könnte, um den Bekanntheitsgrad seines Blogs zu steigern.

 

Klar kennen wir die ganzen Tipps, die es schon vielfach im Internet gibt, zum Beispiel, auch mit anderen Bloggern in Kontakt zu treten oder in Foren seine Webadresse zu hinterlassen. (die als erstes eventuell trotzdem durchlaufen werden sollten!!!)

 

Doch hier habe ich 4 Tipps für dich, die etwas unkonventioneller sind, aber efolgreich.

 

  1. Veröffentliche ein Video über deinen Blog auf youtube

 

Das ist eigentlich nicht schwer. Dazu meldest du dich zu allererst auf youtube an. Dann brauchst du eine gute Foto- oder Videokamera und natürlich ein kleines oder großes Schnittprogramm. Der Windows Movie Maker ist vollkommen ausreichend, um ein kleines Homevideo zu drehen.

 

Natürlich darf ein gutes Konzept nicht fehlen, quasi die zündende Idee, wie du ein bisschen mit Pepp und Kreativität deine Botschaft hinaus ins Internet schickst. Am besten du sammelst eine Weile auf einem Stück Papier deine Einfälle und Ideen, vielleicht auch einen reißenden Slogan. Denk´daran, dass das Video dein Aushängeschild ist.

 

  1. Geh in den Supermakrt und pinn deine Webadresse bei Suchen & Finden an die Pinnwand

 

Eine unkonventionelle, aber ich denke doch wirkungsvolle Idee. Gerade wenn du gleichzeitig Verkäufer oder Gewerbetreibender bist, kannst du diese Möglichkeit nutzen, um Angebote bekannt zu machen. Oder du teilst mit deinem Blog der Menschheit dein ideelles Gednkengut mit. Auch hier kannst du Werbung für dich machen, indem du andere auf dich aufmerksam machst.

 

  1. Gestalte dir dein eigenes T-Shirt mit Werbung für deinen Blog

 

Eine gute Adresse, um eigene Entwürfe auf Kleidungsstücke oder Taschen drucken zu lassen ist spreadshirt.de Dann kannst du für deinen Blog Werbung laufen, warum denn nicht? Wenn du ein markanter “Typ” Mensch bist, dann fällst du einigen Leuten bestimmt auf und das kannst dir gut zunutze machen.

 

  1. Verziere dein Auto mit deiner Web-Adresse

 

Es muß ja nicht riesengroß sein, aber im Stau sollte es dein Hintermann gut erkennen können. Bestellen kann man es überall da, wo es möglich ist, seinen eigenen Schriftzug zu gestalten im Zuge des Verkaufs von Autoaufklebern.

 

Alle vier Ideen kamen mir heute früh in den Sinn und ich dachte mir, ehe ich es wieder irgendwo notiere und es dann im Gedankennirvana verschwindet, schreibe ich es doch gleich mal auf.

 

Natürlich erfordern solche Schritte der Werbung Selbstbewusstsein – aber hey – ich gehe davon aus, wenn du ein Blog schreibst, hast du genau davon ´ne Menge oder? Solltest du zumindest haben, denn jeder der bloggt, vor allem aus seiner eigenen Sicht, muss öffentlich auch dazu stehen können.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und da es ja noch die Beta-Version ist, kannste auch gerne hier berichten, ob du eins dieser Varianten ausprobiert hast und wie es gelaufen ist. Es geht auch eine e-mail, die ich dann im Blog veröffentliche.

 

Also, hau rein und bis dahin!

Aug 272013
 

Es ist soweit, ich muss mal wieder zu dem Thema Morbus Crohn und psychische Ursachen schreiben. Ich hoffe innigst, dass die gesamte Ärzteschaft, die sich mit diesem Thema befasst, diesen Artikel liest, aber auch alle Morbus-Crohn-Betroffenen.

Gleich vorneweg, ich halte im Zusammenhang mit meiner Erkrankung Morbus Crohn wenig von Heilpraktikern und Geistheilern

… und was es sonst noch so aus der Esoterikschiene gibt. Generell mag ich zwar das Spirituelle und bin auch davon überzeugt, dass wir Menschen Spiritualität, Glauben und Esoterik brauchen – weil es einfach zu unserem Menschsein dazu gehört.

Ich glaube auch, dass Körper, Geist und Seele zusammenhängen. Doch was derzeit hier in Deutschland (ich weiß nicht, ob auch anderswo in Europa) passiert, ist, dass viele dieser sogenannten Heiler behaupten, der Morbus Crohn wäre heilbar. Und das sagen sie sowohl zu denjenigen, die in Remission sind (Krankheit ruht und verursacht wenig Beschwerden) als auch zu denjenigen, die sehr schwere Schübe haben und sich an diese einzige Hoffnung der “Heilung” klammern, wenn die Schulmedizin “versagt”.

Bevor ich den Bogen zu meiner Überschrift schlage, möchte ich jetzt erst einmal ein paar Dinge rund um das Thema Psyche und Morbus Crohn auseinanderklamüsern.

Der Morbus Crohn wurde sehr lange als psychosomatische Krankheit eingestuft.

Wie auch bei manchen anderen Erkrankungen, von denen angenommen wird, dass sie psychosomatischen Ursprungs seien, ist Morbus Crohn in psychosomatischer Hinsicht oft untersucht worden, ohne zu einem wissenschaftlich einhelligen Urteil über die Krankheitsentstehung kommen zu können. Bräutigam et al. (1992) tendieren zu der Sichtweise, verschiedene Ursachen für entzündliche Darmerkrankungen anzunehmen, die physiologischer, allergischer, autoimmunologischer, genetischer und psychologischer Art sein können. Erkrankungen des Verdauungstraktes werden jedoch allgemein oft mit Überforderung, stetem äußerem Druck, Stress, extremer Aufregung und Angst als auslösendem und aufrechterhaltendem Moment in Zusammenhang gebracht. Lebenssituationen werden beispielsweise als “nicht verdaut” beschrieben. Immerhin kann man es als gesicherte Tatsache ansehen, dass der Darm ein Organ ist, welches auf Emotionen oft empfindlich reagiert. Bei seelischer Anspannung wird es plötzlich wesentlich besser durchblutet, wobei auch unwillkürliche Muskelbewegungen (Motilität) und die Schleimproduktion und –absonderung (Sekretion) ansteigen. Dies führt zu einem austreibenden Effekt, im Extrem zum Durchfall. (Entnommen der Webseite: http://www.beratung-therapie.de)

Es ist schon eine bodenlose Frechheit, Menschen mit einer schweren Darmerkrankung zu unterstellen, sie hätten irgendein Erlebnis nicht verdaut oder wären mit irgendeiner Überforderung nicht klargekommen.

Gar Angst im schlimmsten Maße gehabt, womöglich noch in der Kindheit. Aber o.k., da steht ja eindeutig, dass mehrere Faktoren für den Ausbruch der Erkrankung zusammenspielen müssen (vermutlich! d. h. kein Mensch weiß das bisher), allerdings wird gleich hinterher geschoben, dass Erkrankungen des Verdauungstraktes mit diesem und jenem Verhalten in Verbindung gebracht werden – von wem, wie, wo und seit wann – das steht nirgends. Was dem (unbedarften) Leser bleibt, ist der Eindruck, Morbus Crohn bekommen Menschen, die leicht überfordert sind, stetem äußeren Druck nicht standhalten. Oder was hast du aus dem obigen Zitat mitgenommen?

Theoretisch müsste zuerst die Hypothese oben stehen, unten dann die Beweisführung – aber egal. Was soll ich diese Seite analysieren, wo es auf tausend anderen im Netz so oder so ähnlich nachzulesen ist und das teilweise haarsträubend:

Verschiedene Aspekte der psychosomatischen Krankheitsursachen

Schon früh wurde bei Morbus Crohn die Frage nach Persönlichkeitsmerkmalen gestellt, die auf eine Disposition für die Erkrankung hinweisen. Obwohl Internisten unter ihren Morbus-Crohn-Patienten meist keine Personen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen und psychopathologischen Strukturmerkmalen ausmachen und eine für alle Patienten spezifische Persönlichkeits- oder Konfliktstruktur nicht aufzufinden ist, gibt es doch einige gemeinsame Auffälligkeiten. Zum Beispiel wurde beobachtet, dass viele dieser Patienten nur schwer in der Lage sind, sich durchzusetzen und zu entfalten. In Belastungssituationen zeigen sie eher ein vermeidendes Verhalten, welches oftmals als “Pseudoautonomie” beschrieben wird. Hierdurch wird versucht, dem Konfliktbereich auszuweichen. Oft lässt sich auch eine Entspannungs- und Genussblockade feststellen, die sich in nervöser Ungeduld, Überempfindlichkeit und leichter Erregbarkeit äußern kann. Hinzu kommt, dass im kognitiven Bereich häufig zwanghaftes und stark kontrollierendes Verhalten an den Tag gelegt wird. Es wurde beobachtet, dass bei vielen Morbus-Crohn-Patienten ein innerer Konflikt entstanden war, zum einen durch die Aufrechterhaltung weniger, aber enger Beziehungen (mit einem starken Wunsch nach Geborgenheit und Nähe) und zum anderen einem gleichzeitigen großen Wunsch nach Unabhängigkeit und Angst vor zu viel Nähe, wobei die sozialen Erwartungen hier viel Raum einnehmen. In diesem Sinne wurden die häufigen Durchfälle auch als Versuch symbolischer (!) Art angesehen, sich von etwas zu trennen, was bedrohlich erscheint und Angst macht. Gleichzeitig wurden anklammernde und regressive Bindungstendenzen festgestellt. (wieder entnommen aus www.beratung-therapie.de)

Das ist der Gipfel der Unverschämtheit!

Es wurden keine empirischen Studien dazu herausgebracht und Sie, lieber Herr Dipl.-Psych. Volker Drewes, sollten darauf hinweisen, dass der ganze letzte Abschnitt über Morbus-Crohn-Patienten eine reine Vermutung ist!

Wieso sich hier kein DCCV (Verband für an Morbus-Crohn-Erkrankte) einschaltet, fragt sich auch! Tausendfach sind solche Albernheiten im Internet verbreitet und das halte ich für sehr gefährlich. Aus dem einfachen Grund, weil der Morbus Crohn das hier ist:

Der Morbus Crohn ist eine Entzündung des Magen-Darm-Trakts, die vom Mund bis zum After auftreten kann. Meistens sind der untere Dünndarm und der Übergang zum Dickdarm betroffen.

Der Name Morbus Crohn geht zurück auf einen der Beschreiber der Krankheit, den Magen- und Darmspezialisten Burrill Bernard Crohn (USA). Im Gegensatz zur Colitis ulcerosa sind beim Morbus Crohn alle Schichten der Darmwand entzündet, die sich mit fortschreitendem Krankheitsverlauf verdickt. Die Entzündung tritt dabei typischerweise segmental auf, das heißt, neben erkrankten Abschnitten des Darms finden sich in direkter Nachbarschaft gesunde Bereiche.

Als Folge des Entzündungsprozesses kann es zu Einengungen des Darms (Stenosen) und zu Fisteln kommen. Fisteln sind neu entstandene Entzündungsgänge. Es kann sich um Verbindungen zwischen verschiedenen Darmabschnitten, aber auch um solche zwischen dem Darm und der Haut oder anderen inneren Organen handeln. Gehäuft finden sich diese Fisteln im Bereich des Afters.

Die Ursachen

Bisher ist nicht geklärt, wie der Morbus Crohn entsteht und welche Auslöser für die Krankheit verantwortlich sind. Morbus Crohn kann erblich bedingt sein: Bisher sind mehr als 70 Gene bekannt, die mit einem Morbus Crohn in Verbindung gebracht werden.

Umweltfaktoren spielen zudem ebenfalls eine wichtige Rolle: So ist es von Bedeutung für die Erkrankungswahrscheinlichkeit, in welchem Land man lebt, ob im ländlichen oder städtischen Raum, und unter welchen hygienischen Verhältnissen.

Als gesichert gilt auch, dass Rauchen ein Auslöser sein kann, da das Risiko, an Morbus Crohn zu erkranken, bei Rauchern doppelt so hoch ist wie bei Nichtrauchern.

Beschwerden und Symptome

Die Hauptsymptome eines Morbus Crohn sind dünnflüssiger Stuhl und Bauchschmerzen über einen längeren Zeitraum. Auch Blähungen, Fieberschübe, Übelkeit – nicht selten begleitet von Erbrechen – sowie Krämpfe können auf die Krankheit hinweisen.

Durch die Durchfälle und die verminderte Fähigkeit des Körpers, genug Nahrung aufzunehmen, kann es zu Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit kommen. Bei Kindern und Jugendlichen können weitere Symptome auftreten, insbesondere auch Wachstumsstörungen.

Die Diagnose

Ob es sich bei den Symptomen um einen Morbus Crohn handelt oder nicht, stellt der Experte anhand von Blutuntersuchungen, Ultraschall, Magen- und Darmspiegelung sowie ggf. Kernspintomographie oder Computertomographie fest. Im Verlauf der Erkrankung müssen bestimmte Untersuchungen wiederholt werden, wenn sich daraus Entscheidungen für die Behandlung ableiten lassen.

Die Therapie

Morbus Crohn ist derzeit noch nicht heilbar und da die Ursachen nicht gesichert feststehen, zielen Therapiemaßnahmen vor allem darauf ab, die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern, Beschwerden zu mildern und Entzündungsprozesse zu stoppen. Besonders wichtig für die Behandlungsempfehlung ist es, den genauen Ort der Entzündung im Magen-Darm-Trakt zu kennen, zudem die Intensität der Entzündung, die Häufigkeit der Krankheitsschübe und die assoziierten Komplikationen.

Neben Empfehlungen zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag und in Bezug auf die Ernährung, stellen Medikamente einen zentralen Bestandteil der Therapie dar. Sie sollen die Erkrankung in eine möglichst lang andauernde Ruhephase, die Remission, überführen.

Wesentliche Gruppen von Medikamenten stellen die Glukokortikosteroide, Immunsuppressiva und Antikörper gegen den Entzündungsstoff Tumornekrosefaktor dar. Unterschieden wird zwischen Medikamenten, die den akuten Krankheitsschub bessern sollen und solchen, die darüber hinaus auch die Wahrscheinlichkeit für neue Schübe reduzieren sollen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient mit einem Morbus Crohn in seinem Leben operiert werden muss, ist hoch. Eine Operation kann nötig werden, wenn es zu darmverschließenden Engstellen kommt, zu bestimmten Fistelformen, starken Blutungen und Abszessen.

Da auch eine Operation die Krankheit nicht heilen kann, ist es besonders wichtig, möglichst wenig Darm operativ zu entfernen, um Funktionsstörungen, z.B. durch eine unzureichende Nährstoffaufnahme, zu vermeiden. In interdisziplinären Konferenzen wird daher die für den Betroffenen am besten geeignete Therapieempfehlung entwickelt. (www.kompetenznetz-ced.de)

Nun noch mal zu den esoterischen Heilern

Heilpraktiker und auch viele andere Heiler haben ein gutes Konzept, das kann man nicht bestreiten. Sie hören zu und wirken beruhigend. Der Mensch fühlt sich ernst und wichtig genommen und aus vielen wird wieder etwas mehr Gefühl heraus gekitzelt, weil sie den Bezug zu ihrer Gefühlswelt längst verloren hatten, viele verdrängte Inhalte irgendwo unter der Oberfläche herum sausten und unbewusste Wut produzierten, die sich oft vielfältig im Körper niederschlägt. Genannt Psychosomatik. Höllische Schmerzen, aber keine Diagnose zum Beispiel. Diese Menschen brauchen jemanden, der ihnen zuhört, sie emotional stützt, ihnen Wärme ins Herz zaubert, sie wichtig nimmt.

Sicherlich hilft das auch bei Morbus Crohn, denn jeder Mensch braucht Liebe und Fürsorge, Mitsprache, was seine Gesundheit anbetrifft und natürlich das absolute sich “Ernstgenommen” fühlen, was eben leider sehr oft in der Schulmedizin fehlt.

ABER: Es gibt auch Krankheiten, die werden durch Bakterien oder Viren ausgelöst.

Das ist ein Faktum! Man denke nur an Wurst, die in Weichmacherverpackungen herumschwimmt, oder angegammeltes Fleisch, oder Fleisch von Tieren, die mit Antibiotika behandelt wurden. Und all´ das wirkt wohl nicht auf den Darm?

Na gut. Kommen wir zurück zur eigentlichen Überschrift.

“Wenn sich eine Mutti Sorgen macht”, heißt eigentlich: wenn sich meine Mutti Sorgen macht.

Ihre beiden erwachsenen Kinder leiden seit 2007 an Morbus Crohn. Bei mir und meinem Bruder brach die Erkrankung im selben Jahr aus.

Bei ihm wurde gespiegelt, eine Biopsie gemacht und die Diagnose gestellt: Morbus Crohn im Anfangsstadium.

Bei mir wurde nach 5 Darmperforationen sofort notoperiert, ein künstlicher Darmausgang angelegt (jetzt wieder rückverlegt) und danach eine Biopsie gemacht: Morbus Crohn in einem schweren Stadium (das, was man eigentlich präventiv immer verhindern möchte). Von Speiseröhre bis After.

Bevor die Erkrankung bei uns beiden ausbrach, hatten unsere Hunde beide Durchfälle. Wir wohnen nicht zusammen und haben zu dem Zeitpunkt weit auseinander gelebt, haben uns aber im Sommer für zwei Wochen getroffen. (für die, die es interessiert wegen des merkwürdigen Krankheitsverlaufes)

Eine Mutti, die dann solche Informationen im Netz wie die da oben von dem Psychologen liest, stellt sich unheimlich viele Fragen. Vor allem, was schief gelaufen sein soll bei uns.

Und nun ein Schlusswort an alle Eltern, denen es ähnlich geht

Ich bin eine absolut selbstbewusste Frau, ich habe weder Angst vor Konflikten noch leide ich an mangelndem Selbstwertgefühl. Ich bin zwar ein durchaus feinsinniger und höflicher Mensch, und stecke hin und wieder auch zurück. Aber eher deswegen, weil ich für mich abschätze, ob es sich lohnt, darüber zu streiten.

Bevor der Crohn ausbrach, habe ich erfolgreich zwei Lehrausbildungen absolviert und erfolgreich in meinem Job gearbeitet. Ich habe keine Bindungsprobleme, kann meine Meinung sagen (und schreiben), bin mit mir selbst im Klaren, habe keine Entspannungs- oder Genussblockade, kann mich durchsetzen und bin psychisch total fit.

Ihr braucht euch also keine Gedanken machen, ob irgendein Trauma aus der Kindheit oder irgendein anderer extremer Stress den Morbus Crohn bei euren Kindern ausgelöst hat. Es ist schlicht und ergreifend der absolute Oberquatsch!

Dass Stress auf den (erkrankten) Körper eine negative Wirkung hat, ist klar

Das die teils furchtbar belastende, schmerzvolle Krankheitsanamnese irgendwann auch auf die Psyche drückt, ist sicher jedem mehr als verständlich. Dass bei einem von blutigen Geschwülsten durchzogenen Darm auch Aggression entstehen kann – man braucht kein Heilpraktiker oder Psychologe sein, um das zu verstehen.

Aber im Vorlauf der Erkrankung bereits von psychischen Besonderheiten zu sprechen…

ohne empirische Erhebungen, und das im Internet auch noch zu veröffentlichen – als Wahrheit(!!) – das geht eindeutig zu weit.

Durch solche Texte haben es Morbus-Crohn-Patienten wie ich extrem schwer, uns dagegen “durchzusetzen”. Denn wie “beweist” man jemandem, dass man psychisch vollkommen in Ordnung ist, wenn jeder glaubt, man ist es nicht? Und das, weil man eine entzündliche chronische Darmerkrankung hat!

Mein Leben hat sich seitdem ich 2007 aus dem Koma aufgewacht bin, extrem verändert

Im Uniklinikum Magdeburg musste ich Fragen nach gescheiterten Beziehungen beantworten (ja habe ich), danach ob ich ein Scheidungskind wäre (ja bin ich, ich war ein Jahr alt), ob ich Mobbingsituationen ausgesetzt gewesen wäre (ich nicht, aber ältere Kolleginnen meiner Schicht)…keiner fragte mich, ob ich rohe Eier gegessen habe, Frischmilch getrunken oder Hackepeter gegessen – (als Auslöser für Morbus Crohn könnten ja durchaus kontaminierte Produkte in Betracht kommen, wie mir ein Gastroenterologe aus dem Krankenhaus Mittweida bestätigte).

Während der Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt durch die Deutsche Rentenversicherung Bund (sogenannte Teilhabe am Arbeitsleben) sollte ich gar vorgetestet werden, ob ich geistig und seelisch in der Lage bin, noch arbeiten zu gehen, und wurde in eine Gruppe mit lernbehinderten Menschen gesteckt und ein Sachbearbeiter des VDK sagte wortwörtlich zu mir, seine Schwägerin hätte auch Morbus Crohn und sie wäre manchmal sehr sonderbar vom Verhalten her, ich solle auf jeden Fall auch psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen.(!)

Es war eine Irrfahrt durch die verschiedensten Institutionen, bis hin zum medizinischen Dienst der Krankenkassen – und manche Gutachter dachten, ich hätte eine psychosomatische Erkrankung. Bis ich ihnen meinen Bauch zeigte, die großen Narben – die unter anderem durch eine Wundheilungsstörung ewig nicht zuheilten (verursacht durch den MRSA, aber das wird ein neuer Artikel!)

Ich ärgere mich so sehr, dass alles das nie an die Öffentlichkeit kommt…

dass es nie von den Medien publiziert wird, denn die psychischen Beschwerden beginnen mit solchen furchtbaren Belastungen – inszeniert von deutschen Institutionen, die eigentlich für die Gesundheit des Menschen zuständig sein wollen.

Ich ärgere mich auch so sehr, dass meine Mutti sich Vorwürfe macht, nicht alles für uns Kinder getan zu haben – nur weil im Internet steht, wir wären nicht durchsetzungsfähig, hätten eine extreme ungesunde Mutterbindung, hätten “Schiss” vor Konflikten, wären nicht stressresistent und was es da nicht noch alles gibt. (ich rede nicht nur von oben erwähnter Seite)

Wir hatten beide eine richtig gute Kindheit, gute Noten in der Schule und super Berufsausbildungen. Viele Erinnerungen sind einfach nur wunderschön, und unsere Eltern haben uns alles mit auf den Weg gegeben, was wir brauchen, um durchs Leben zu kommen. Auch mit einer Erkrankung!

Danke Mutti und Vati! Ihr habt nichts falsch gemacht und eure Kinder sind stolz auf euch.

Wer sich für das Thema interessiert, kann ja mal in die Suchmaschine seiner Wahl eingeben: “Morbus Crohn psychosomatisch?”

Ich wünsche allen Betroffenen und deren Familien einen schönen Tag, lasst euch ja nicht unterkriegen!

Nov 192012
 

Hallo liebe Leserschaft, noch einmal in eigenem Interesse einen kleinen, aber feinen Artikel über den Unterschied von Kindergarten und Kinderkrippe.

Die Kinderkrippe zählt zur Frühbetreuung des Säuglings bzw. Kleinkindes von 0 – 3 Jahren, d.h. es sind ganz viele verschiedene Voraussetzungen in der Einrichtung notwendig, um eine richtig gute Versorgung der ganz Kleinen gewährleisten zu können.

In der damaligen DDR (heute neue Bundesländer) gab es eine flächendeckende Krippenbetreuung, da fast alle Frauen arbeitstätig waren. Die kleinen Mäuschen wurden also früh von den Muttis in die Krippe gebracht, und dort übernahmen ausgebildete (!!!!) Krippenerzieherinnen die Aufgabe der Mutter, wickeln, füttern, pflegen, kuscheln, trösten.. es wurde ganz sehr auf die Bindung zwischen Erzieher und den Kindern geachtet und nach strengen pädagogischen Standards gegangen.

Natürlich gab es damals die politische Ideologie, ich will das auch nicht herunterspielen, aber mir ging es hier noch einmal darum, zu verdeutlichen, dass in eine Kinderkrippe gut ausgebildete und pädagogisch geschulte Erzieherinnern gehören, damit die Bindungstheorie überhaupt einigermassen unterstützt werden kann (soweit dies bei einer Fremdbetreuung unter 3 – jähriger überhaupt möglich ist)

Wichtig ist immer die neue Bezugsperson im Leben des Kleinkindes, denn es wechselt sozusagen (bildlich gesprochen) vertrauensvoll von Mama / Papa auf die Erzieherin, welche dem Kind Stabilität und Sicherheit, Geborgenheit, und Empathie entgegen bringen können muss!

Es gibt bis heute große Unterschiede in der Kleinstkind-Betreuung zwischen alten und neuen Bundesländern, es sei noch einmal darauf hin gewiesen, dass sich hier ganz viele neue Konzepte erst entwickeln müssen und Kinder “nicht einfach mal so” unter 3 Jahren in einer Einrichtung “abgegeben” werden können, ohne dass sie emotionalem Stress ausgeliefert sind!!! Hier sind auch Pädagogen, Kinderärzte, Frauenärzte, Erzieher gefragt, die der breiten Bevölkerung endlich einen Einblick bzw. Zugriff auf die gesammelten Infos und Forschungsergebnisse gewähren sollten, die in den letzten Jahren in Bezug auf Kinderkrippenpädagogik  (sprich frühkindliche Pädagogik) gemacht worden sind.

Viele Eltern kennen heutzutage nicht einmal den Unterschied zwischen Kinderkrippe und Kindergarten!

In sogenannten Spielegruppen, wo Kinder unter 3 Jahren oft stundenweise abgegeben werden, ist oft kein geschultes Fachpersonal, sondern vermittelte Personen vom Arbeitsamt eingesetzt!

Viele sanfte Ablösungen (auch bekannt unter Eingewöhnung) finden nicht statt! Kleine Kinder unter 3 Jahren werden einfach abgegeben und die Mutter soll sich umdrehen und gehen!

Es ist wirklich von Nöten, hier noch einmal zu betonen, dass eine Fremdbetreuung unter 3 Jahren sich generell schädlich auf die Entwicklung des Kleinstkindes auswirken kann, weil es von der Natur nicht vorgesehen ist, dass das Kind vor Erreichen des Ich- Bewusstseins  (mit 1 – 2 Jahre, etappenweiser Prozess) bzw. der Stärkung des noch frischen Selbst-Bewusstseins mit (Ausbildung mit 2 – 3 Jahren, und danach Aufbau bis ins Erwachsenenalter..) bereits von der Mutter getrennt wird. Es kommt dabei auch darauf an, ob das Kind bis dahin bereits sicher gebunden ist.

Es muss also immer eine Ersatz-Bezugsperson da sein, die die Bedürfnisse des Kindes in der Einrichtung gut abfedern kann, mit Wärme, Geborgenheit, Trost, Pflege, Zusprache..!!!!

Der Blickkontakt zwischen “Betreuer” und Kind muss von Anfang an da sein, damit das Kind überhaupt eine Bindung aufbauen kann, damit es sich in der neuen fremden Welt mit unzähligen fremden lauten Kindern einfach gut orientieren kann, sich sicher und gut aufgehoben fühlt!

Ich will niemandem zu nahe treten, aber ich bin der Ansicht ungeschultes Personal ist hier fehl am Platz! Meiner Ansicht nach muss eine grundlegende Ausbildung zur Krippernerzieherin her, und zwar auch bei Tagesmüttern!

Ich weiss nur nicht, ob es heute überhaupt noch so eine Ausbildung gibt! Das wird dann meine nächste Recherche werden.

Bitte, bitte – liebe Eltern! Mein Appell an euch lautet: Nehmt die Entwicklung eurer kleinen Würmchen nicht auf die leichte Schulter! Überlegt euch wirklich gut, ob sie unter 3 Jahren in einer Kinderkrippe gehen müssen! Schaut euch das Konzept der Krippe genau an und auch die Erzieher! Achtet auf eine sanfte Ablösung und vermittelt eurem Kind das Gefühl, es vertrauensvoll in die Hände der Erzieher geben zu können!

Liebe Pädagogen und alle, die mit Kinderarbeit beschäftigt sind! Bitte klärt in breiter Masse doch einmal die jungen Familien darüber auf, was es für ihre Kinder bedeutet, unter 3 Jahren in eine flächendeckende Fremdbetreuung gegeben zu werden! Den Eltern muss doch bewusst sein, worauf sie sich einlassen, damit sie dann selber entscheiden können!

Ich bin ein Krippenkind, so wie nahezu 90 % aller Ostkinder in meinem Alter. Wir hatten aber zu DDR- Zeiten ein super ausgebildetes Krippenpersonal, auch wenn nach der Wende extrem darauf herumgehackt wurde. Die Erzieher waren pädagogisch ausgebildet und sie waren auf Krippenpädagogik geschult!

Trotz allem bin ich nach wie vor der Ansicht, ein Kind gehört gerade in den ersten Lebensjahren zu seinen Eltern und insbesondere zu seiner Mutter! Das habe ich mir auch nicht ausgedacht, sondern das ist ein Naturgesetz! Es muss jeder Mutter freistehen, wie sie sich entscheidet, denn die Gesellschaft unterliegt nun einmal verschiedenen Umwälzungen und Entwicklungen.

Jedoch muss Eltern auf jeden Fall der Unterschied zwischen Kinderkrippe und Kindergarten klar sein. Ab 3 Jahren geht das Kind dann in den Kindergarten. Hier finden dann auch schon ganz andere Denk- und Gefühlsprozesse in dem kleinen Würmchen statt, so dass es viele Vorgänge auch innerhalb der Kindergartengruppe ganz anders zuordnen kann, eine ganz andere Reife besitzt, seine Umwelt wahrzunehmen, Vorgänge einzuordnen ud Stärke aus sich selber zu ziehen!

Vielen Dank fürs Durchlesen und einen guten Start in die neue Woche mit hoffentlich vielen neuen Erkenntnissen zur Kleinkindentwicklung! Ich glaube, das wird jetzt öfter Thema hier sein!

 

Mai 202012
 

Erwachsene Kinder der Wende- und Nachwendezeit gibt es viele. Eigentlich ist von Wendekindern die Rede, welche 1990 geboren wurden. Eigentlich gibt es sowieso für fast jede Generation einen Begriff durch die Sozialwissenschaft: Nachkriegskinder, Golfgeneration…
Aber von den Kindern, die während der Wendezeit gerade ihren Eintritt in die Pubertät hatten oder in der Pubertät waren, redet kein Mensch. Das wird nicht analysiert und durchleuchtet. Traut sich niemand an das Thema heran oder erscheint es unwichtig? Ich denke, es ist so prägend für einen jungen Menschen, was in der Pubertät mit ihm passiert!

Ich gehöre mit Baujahr `77 zu einer selbst ernannten Zwischengeneration. Zwar bin ich im Osten geboren, jedoch fühle ich mich trotzdem nach wie vor zwischen den Welten. Viele junge Menschen in meinem Alter, ob nun Ost oder West, Nord oder Süd, fühlen ähnlich. Das Phänomen dabei: Manchmal machen drei vier Jahre Altersunterschied nach unten oder oben schon eine ganze Menge aus, was die Einstellung zu diesem- unseren- Land betrifft. Das klingt unglaublich, aber testen Sie es doch selber mal aus. Fragen Sie doch jeden, den Sie kennen, in diesem Alter, wie er fühlt! Ost oder West?? Hää?

Wer heute im Alter von (ca.) 30-34 Jahren ist, kennt die Begriffe Ossi und Wessi nicht. Wir sind Wossis und wir haben keine Berührungsängste. Wir haben uns mit 10- 14 Jahren kennengelernt, wenn wir auf Klassenfahrt waren. Wir haben die Leserbriefe in der Bravo gelesen und kennen Biene Maja genauso wie Pittiplatsch. Während unsere Eltern damit beschäftigt waren, die Wende zu verdauen, haben wir uns klammheimlich angenähert, diskutiert, uns ein bisschen verliebt und uns interessiert für die anderen.

Wir sind diejenigen, die sich heute aus Ost-West-Diskussionen heraushalten, weil wir es gähnend langweilig und stupide finden. Deshalb sind wir auch alle diejenigen, die am liebsten gleich in der Schweiz, in Österreich oder  in Spanien  Zuflucht gesucht haben. Wir sind die, die keine Kinder bekommen. Es geht gar nicht darum, ob studiert oder nicht, unsere Zwischengeneration hat ein so tolerantes, weltoffenes Wertesystem, dass wir Angst haben, unsere Kinder nach stupiden Ost- oder Westrichtlinien zu erziehen. Wir sind diejenigen, die als erste in die alten Bundesländer sind, um eine Ausbildung zu machen oder zu studieren und von dort die große Liebe mit nach Hause zu bringen, und wir sind auch diejenigen, die dann oft im Westteil blieben, mit ostdeutschen oder westdeutschen Partnern und Freundeskreisen.

Während wir so aufwuchsen, dass eine komplette Umwälzung eines Landes selbst die Orientierung unserer erwachsenen Eltern lahmlegt und wir oft heimlich, aber dennoch neugierig über Ernst Thälmann, Hitler, den HO, die Frösi, Burratino, Biene Maja, die Bravo, Jungpioniere, Demokratie, das Berchtesgadener Land und alle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen uns diskutierten, uns mit uns auseinandersetzen, Briefe schrieben, uns gegenseitig besuchten, nach außen die Meinung der Eltern vertraten und irgendwann eine ganz eigene zu uns und unserem Land fanden, sind die jüngeren Erwachsenen zwischen 20 und 29 überraschend patriotisch. Regionalpatriotisch.

Da gibt es in meinvz wieder Gruppen wie „mein Heimatland gibt es nicht mehr“ oder „ Soll die Mauer wieder aufgebaut werden“? und der allgemeine Ost-West-Wahn ist trotz offensichtlichem Nord-Süd-Gefälle in den Köpfen wieder ausgebrochen. Da gibt es Jugendliche, die sich als Ossis sehen, aber nicht mal den Pioniergruß kennen und gar nicht wissen, was ein Fahnenappell ist. Das gibt es Jugendliche, die sich als Wessis sehen und denken, Erfurt ist die Landeshauptstadt von Sachsen.

Wozu haben wir das Ganze eigentlich ertragen, vor dem Fernseher zu sitzen und die riesigen Menschenmengen zu beobachten, die sich in die Züge quetschten, die vielen Tränen und Umarmungen zu sehen, und uns teilweise ohne das Wissen unserer aller Eltern miteinander zu befassen und zu beschäftigen? Schade, dass das niemanden in diesem Land interessiert. Ich hoffe, die Sichtweise bringt manche zum Nachdenken. Danke fürs Durchlesen.

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