Apr 272016
 
Zersetzung der Seele – die operative Psychologie in der DDR

Die DDR und „ihre“ Maßnahmen gegen mündige Bürger

Weshalb ich „ihre“ in Anführungszeichen gesetzt habe? Nun, bevor ich wieder Öl ins Feuer gieße und unsinnige Diskussionen über Ossis und Wessis entfache, ist es mir doch lieber, gleich auf eine gewisse Differenzierung von „Alltag in der DDR“ und „politischer Diktatur in der DDR“ vorzunehmen.

An und für sich setze ich das bei meiner Stammleserschaft ohnehin voraus, dass ihr nicht alles in schwarz oder weiß, gut oder böse, rechts oder links einteilt und dem Schubladendenken nicht verfallt.

Alle anderen Leser bitte ich gleich vorweg, nicht immer nur die eine Seite der Medaille zu betrachten, sondern sich einen Überblick zu verschaffen – über das Leben in der Deutschen Demokratischen Republik.

Deshalb schreibe ich ja hier darüber: Um einen Fokus auf das zu richten, was gut war – und gleichzeitig so vernichtend sein konnte.

Operative Psychologie

Die „Operative Psychologie“ war ein Forschungs- und Lehrfach an der Juristischen Hochschule (JHS) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR. Diese beschäftigte sich mit „den Erscheinungen, Bedingungen, Gesetzmäßigkeiten und des psychischen Erlebens und der psychischen Steuerung des Verhaltens und der Handlungen der Menschen in der politisch-operativen Arbeit des MfS“[1]. Die auf diese Weise gewonnenen Erkenntnisse wurden zur „Zersetzungpolitischer Gegner des SED-Regimes genutzt.

Quelle: Wikipedia

Viele Jahre mussten ins Land gehen, damit ich über dieses Thema schreiben kann. Bis heute bin ich mir nicht sicher, ob manche Leute, die heute groß „Ich bin stolz, ein Ossi zu sein“ schreien, überhaupt wissen, dass die DDR ein Unrechtsstaat war, eine Diktatur.

Bisher hat nie jemand in Frage gestellt, was ich zu dem Thema DDR zu berichten hatte – auch wenn ich damals verhältnismäßig jung war. Das Verhältnis zum Staat war immer sehr gespalten, worüber ich gleich berichten werde.

Dennoch liebe ich die Region, in der ich aufwuchs, in der ich meine Kindheit verbrachte und habe ich auch sehr viele schöne Kindheitserinnerungen. Ich kann jeden hier im Osten verstehen, der manche Dinge aus der DDR vermisst. Wer sich diese Widersprüchlichkeiten nicht erklären kann, der hat hier auf meinem Blog Gelegenheit, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Es wird noch mehr solche Artikel geben, doch das braucht Zeit.

Ich habe keine Lust mich oder andere zu stigmatisieren oder in der Manier mancher sensationsgeiler Medien ein einfaches Bild von der Vergangenheit der DDR zu zeichnen und der Konsequenzen daraus für unser heutiges vereintes Deutschland.

Es geht mir um Aufarbeitung, und ich werde gefühlsmäßig an viele Grenzen stoßen, hüben wie drüben. Das bin ich aber gewöhnt, und werde euch ausführlich in nächster Zeit berichten, warum ich diese Rolle gut ausfülle.

Ja, ich liebe Ostdeutschland, ich bin eine gebürtige Ostdeutsche, bin hier groß geworden, erwachsen geworden – und habe nie woanders als im Osten gewohnt. Ich war zur Wiedervereinigung elf Jahre alt und somit ein Kind.

Wieso also schreibe ich Artikel über die Zersetzung der Seele in der DDR?

Im Jahr 1960 begann sich in der DDR ein Zweig herauszubilden, der – sagen wir mal spekulativ – ein wenig effektiver als nur militärisch gegen Ideologie- Feinde vorgehen wollte.

Die beste Angriffsfläche in jedem Menschen, egal wie stark er ist, zeigt sich in der Manipulation seiner Psyche. Viele kennen sicherlich den Begriff Gehirnwäsche. Der eine oder andere weiß eventuell ein wenig Bescheid über das Arbeiten von Sekten und fanatischen Gemeinschaften ( egal welcher Art, nicht nur religiös). Dieser Begriff der Indoktrination ist nicht neu. Über langen Zeitraum werden immer wieder dieselben „Phrasen“ gedroschen, bis das Gehirn irgendwann auf Schmalspur funktioniert, sich nur noch auf ein Thema fokussiert und alles andere ausblendet.

Genau das erkannte das Ministerium für Staatssicherheit und baute es Stück für Stück in seine Funktionsweise mit ein. Doch worum genau geht es dabei?

Wer nie in einer Diktatur groß wurde, kann sich nicht vorstellen, wie so eine Kontrolle der Bewohner des Landes abläuft. Es gab in der DDR eine – sagen wir staatlich aufgezwungene – Weltanschauung, die jeder gehorsame Mensch genau so auch zu verinnerlichen haate. Jeder, der Zweifel daran hegte oder aber seinen Individualismus in den Vordergrund stellte, galt recht schnell als bedrohlich für das System.

Das MfS war dafür zuständig, die Bürger der DDR dahingehend zu beobachten und zu kontrollieren, dass deren Ansichten mit diesem aufdiktiertem Weltbild nicht in Widerspruch standen. Viele Bürger legten mehr oder weniger einen recht diplomatischen Spagat mit diesem System hin, um keinen Ärger zu bekommen.

Wer allerdings zu offen dagegen vorging, hatte jede Menge Probleme. Auch die Kinder dieser Leute hatten Probleme und manchmal endete das in einer Katastrophe besonderen Ausmaßes.

Die operative Psychologie funktionierte tatsächlich als Zersetzung des Lebens und das auf eine recht perfide Art und Weise. Sie passierte heimlich und versteckt – sodass der Nährboden für Vertrauen und Nähe Freunden oder Familienmitglieder gegenüber komplett entzogen wurde.

Bis heute weiss niemand so ganz genau, wen diese Maßnahmen trafen und wissenschaftlich wurden die Folgen – vor allem die seelischen – bis heute leider nicht Studien unterzogen. Es gibt Menschen in diesem Land, die hochtraumatisiert sind und bisweilen auch ihre Kinder (welche nun schon erwachsen sind). Die jedoch nicht wissen, dass viele Dinge in ihrem Leben geschahen, weil es jemand so wollte.

Die Trumanshow in der DDR

Gruselig…du gehst in deine Wohnung und plötzlich hängt ein Bild an der Wand, welches du nicht kennst. Du fährst mit dem Fahrrad und zwei kleinen Kindern in den entfernteren Konsum einkaufen und als du mit voll bepackten Taschen zurück kommst, sind beide Reifen aufgeschlitzt. Du hängst die schweren Beutel links und rechts an den Lenker, nimmst deine beiden quengelnden Kinder und schiebst mühselig dein Fahrrad gen Wohnung.

Fix und fertig schleppst du die Taschen nach oben und öffnest die Tür, willst jetzt doch noch einmal genau untersuchen, wo dieses mysteriöse Bild an der Wand her kommt – und es ist weg….

Du erzählst einem sehr engen Freund davon, bei dem du dir sicher bist, dass er dich niemals verraten würde. Ihr sitzt im Wohnzimmer bei einer Tasse Kaffee und unterhaltet euch über dieses Bild. Den nächsten Tag weiß in deiner Arbeitsstelle jeder darüber Bescheid, obwohl dein Freund dir schwört, es niemandem erzählt zu haben…Nicht nur peinlich, sondern vor allem zweifelst du an dir – an deinem Verstand. du wirst belächelt, ausgegrenzt und für irre erklärt. Das tut die Öffentlichkeit von ganz allein.

Doch wie konnte das alles passieren? Bist du wirklich Wahnvorstellungen erlegen?

Diese Geschichte ist keinesfalls übertrieben.

Ich habe dazu hier eine gut recherchierte Dokumentation gefunden, die du dir anschauen solltest.

Wie geht es dir nach Schauen dieses Films?

Natürlich fragt sich jeder, der nicht dem „gängigen“ Meinungsideal der DDR entsprach, ob es wohl auch ihn betraf? Situationen aus der Kindheit drängen sich nach oben, deren produzierte Bilder keiner mehr sehen will, die wegggedrängt und ausgeschaltet werden.

Jetzt ist ja alles gut, es ist lange her, längst vorbei. Keine Gefahr mehr.

Doch wo sind die Akten zu dem Thema? Wer kann auf Fragen antworten? Wer glaubt einem eigentlich heutzutage?

Welche Psychologen sind dafür ausgebildet, um ein verschwiegenes Trauma zu behandeln? Was wurde aus den Kindern, die involviert waren?

Zu viele Ungereimtheiten, zu wenig Hilfe seit der Wende – wie muss es den Opfern wohl ergangen sein und wie geht es ihnen jetzt?

Wir können nicht verleugnen, was an Unrecht geschehen ist. Nur die kritische Auseinandersetzung mit den Geschehnissen bringt uns auf einen Weg der Aufarbeitung….weit weg von sensationsgeilen Medien und ignoaranten Politikern, vielleicht auch einem stummen Volk, was eben nicht immer so geeint war.

Es hilt nicht,  die ganze DDR zu diffamieren, denn es gab keine homogene DDR-Bevölkerungsschicht. Das sollte ich wohl nicht erklären müssen.

Dennoch wünsche ich  euch ein paar ruihge Minuten, um inner zu halten und nachzudenken. Die DDR war nicht entweder böse oder gut. Sie war böse und gut. So wie man es von fast jedem System behaupten kann, welches durch Menschen funktioniert.

Einen kritischen Aufarbeitungsdienstag wünscht euch

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Jun 252015
 
Wer ordentlich ist, ist nur zu faul zum Suchen

Oder irgendwie so ähnlich.
Fakt ist: Wer einen chaotischen Partner hat, der muß wohl notgedrungen damit klarkommen. Wer allerdings kleine Kinder hat, dem ist meist eine gewohnte Unordnung ganz vertraut.

Das kommt offensichtlich darauf an, wie kreativ die Kinder sind – und wie ordentlich die Eltern.

Unordnung ist meiner Ansicht nach nicht nur eine Frage der Erziehung, sondern des Charakters. Ich erinnere mich noch sehr genau daran, daß ich als kleines Mädchen meine Anziehsachen brav zusammengelegt habe und abends auf meinen Stuhl getan. Denn ich wollte früh lieber ein paar Minuten länger schlafen können und nicht die knappe Zeit damit verbringen, Klamotten zu suchen.

Leider war das mit zwei Brüdern nicht sehr einfach. Der Große ging einen steilen Weg auf die Pubertät zu, der kleine interessierte sich mehr für sein warmes Milchfläschchen. Der Platzmangel vor Umbau des Hauses tat auch sein Übriges. Denn wer mit anderen auf engstem Raum zusammen lebt, der muß sich den Gegebenheiten ganz anders anpassen.

Diese Eigenschaft habe ich offensichtlich bis heute beibehalten. An meine Tochter habe ich jedoch weder diese Besonderheit weiter vererbt noch das Ordnungs-Gen.

Ich hoffe auf ein großes Wunder, aber ich befürchte, das Leben wird mich lauthals auslachen. Vor allem dann, wenn sie irgendwann in die Pubertät kommt.

Was kostet die Welt

Ja, die Pubertät. Da ist alles anders und im Ausnahmezustand. Dementsprechend sehen oft auch die Zimmer der Heranwachsenden aus. Meine Eltern verstanden das damals nicht. Ich hatte schlichtweg keine Zeit, aufzuräumen. Es gab echt Wichtigeres. Mit Freunden abhängen. Ins Kino gehen. Der erste Liebeskummer. So Sachen halt.

Zuhause war ich in der Zeit selten und mein Zimmer war eine Art riesige Aufbewahrungsbox. Es hielt sich aber in Grenzen. Schlimmer war es, als ich mein Zimmer noch teilen mußte. Zuerst mit der großen Variante von Bruder. Der klaute sich schonmal meinen Zirkel und mein Lineal für die Schule, weil er seine Sachen schlichtweg nicht fand. Den Eintrag ins Hausaufgabenheft bekam dann ich.

Jungs sind schon komisch. Socken hier, Pullover da – in Häufchen vor dem Bett, egal was die Mama sagt. Es gab Zank und Tränen, denn ich wollte wirklich meine Ruhe. Doch ein eigenes Zimmer bekam ich  trotzdem nicht.

Die geniale Lösung des Problems sah anders aus:

Großer Bruder raus, der Kleine rein. Da blieb es nicht bei Söckchenhaufen.

Es war viel schlimmer. Er krallte sich alles aus meinem Regal, was er fassen konnte, bekritzelte meine Hausaufgaben und zerstreute sein gesamtes Spielzeug auf dem Fußboden. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich keinen Weg mehr zu meinem Bereich im Zimmer fand, ohne auf irgend etwas zu treten.

Mütter und Söhne

Wer sich wie ich Gedanken um die tägliche Unordnung in seinem Leben macht, der schielt auch hin und wieder nach den Ursachen. Weshalb bin nur ich diejenige, die das Auto aussaugt oder die Fenster putzt?

Manche Menschen besitzen das Talent, da wo sie auch nur stehen, Chaos zu hinterlassen. Kommoden dienen als komplette Ablagefläche. Wenn die voll ist, wird die Schrankwand als Lagerstelle zweckentfremdet.

Im Flur türmt sich die neueste Steine-Sammlung auf meinem Schreibtisch – die lagen doch vorhin noch nicht da? Schraubenzieher auf dem Tisch und Spielzeug auf dem Fußboden. Hier braucht es einen General!

Es ist nicht immer einfach, ruhig zu bleiben. Natürlich strahlt das Glück der Liebe in mein Herz und läßt mich verständnisvoll über das Chaos blicken. Augenscheinlich zumindest. In Wahrheit fühle ich mich zurückversetzt in das Jahr 1987 und später. Was mache ich nur falsch?

Gelassen sehen? Aber selbstverständlich bin ich die relaxteste Mutter und Hausfrau…äh… Frau, die es gibt.

Dennoch sinniere ich oft über die Ursachen. Sind tatsächlich alle Männer unfähig, einen Haushalt zu organisieren? Haben die Mütter bei ihren Söhnen in der Erziehung etwas falsch gemacht?

Eine Freundin vertraute mir vor einiger Zeit einmal an, daß sie sich manchmal fühlt wie ein Aschenbrödel. Eine andere sagt, sie fährt das Putzfrauenauto und ihr Freund das tolle. Anspielungen, die mich nachdenklich machen.

Ich bin auf einer ganz heißen Spur! Männer sind tatsächlich oft so, wie die Mama es ihnen beigebracht hat. Was für eine gruselige Vorstellung! Denn ich wette, die meisten mussten keinen Lappen im Haushalt schwingen.

Die berühmtesten „Such-mich-Verstecke“

Vielleicht kennt ihr das Phänomen. Das was gesucht wird, kurz bevor es zur Haustür hinaus geht, ist meist an verschiedenen, aber doch bekannten Stellen wieder zu finden.

1. Meine Schlüssel liegen desöfteren im Kühlschrank.

Das hat zwei Gründe. Erstens, bevor wir wegfahren, räume ich oft noch schnell Sachen auf. Ich mag es nicht, in eine unaufgeräumte Wohnung heim zu kommen.

Unter anderem stelle ich dann auch Dinge vom Tisch in den Kühlschrank.

Die zweite Ursache ist, dass ich manchmal kurz vorher noch etwas trinke. Beide Male bleibt dann der Schlüssel, den ich zum Abschließen schon in der Hand hatte, im Kühlschrank liegen.

Wenn er also nicht da hängt, wo er hängen soll, laufen wir automatisch zum Kühlschrank.

2. Wo ist mein Autoschlüssel?

In Schichten arbeiten, Terminen nachkommen, von Berufswegen mit dem Auto unterwegs sein, das Kind zum Kindergarten schaffen, Papier wegbringen …. das ist so die Kurzform unseres Eltern-Daseins. Mitzwei Auto´s ist es nicht immer unkompliziert, auch wenn man es denken mag.

Je nachdem, wie weit ich fahre, wie schnell ich da sein muß und was ich vorhabe, wechsel ich von meinem in das Auto meines Mannes. Das beginnt eigentlich schon damit, ein k-inderfahrrad mit Stützrädern in einen winzigen Kofferraum einer alten Blechkarre zu stopfen. Klappt nicht. Großes Auto muß her.

Fliegender Wechsel sozusagen. Da verschwinden die Autoschlüssel schon mal im Alltagsnirwana. Oder noch vielsimpler in Hosentaschen. Neue Hose = totales Chaois. Da wir alle sehr temperamentvoll sind und leicht an die Decke gehen, reicht so eine Streßsituation kurz vor dem Wegfahren, um durch diese blöde Suche nach dem Autoschlüssel schlechte Laune zu bekommen.

Wenn es also heißt, Autoschlüssel suchen, dann schauen wir zuerst in Hosen- und Jackentaschen nach.

3. Wo ist meine Mütze?

Ganz ehrlich. Sie hat wirklich ein großes Mützenproblem. Töchterchen bekam schon einen ganz süßen, bunten Beutel an die Garderobe gehängt mit sehr vielen Mützen und Käppi´s. (Heißt übrigens nicht so, es heißt „Basecap, Mama“!)

Ich bin praktisch veranlagt und versuche einfach zu ordnen, was irgendwie zu ordnen geht. Doch aus irgend einem Grund ist genau die Kopfbedeckung, die wir an dem Tag brauchen, nicht in diesem verflixten Beutel. Und ganz sicher auch keine 20 Meter drumherum.

Beliebte Verstecke bzw. Ablageflächen für Mützen sind auf jeden Fall die zwei Autos, der Kindersitz oder der Kofferraum, ihr Rucksack, das Ablagefach im Kindergarten oder die Gartenlaube. Da wird es wirklich schon dramatisch.

Könnt ihr euch vorstellen, wie lange wir brauchen, um aus dem Haus zu kommen, wenn

a) die Mütze vielleicht im Auto liegt

b) der Autoschlüssel vielleicht in einer Hosentasche steckt und

c) wir zum Schluß den Wohnungsschlüssel suchen?

4. Wo sind Haarspangen und Zopfgummi?

Wer Mädchen zuhause hat, kennt es vielleicht. Wir haben einen wirklich riesigen Verschleiß an besagten Artikeln. Egal, wieviele ich davon nachkaufe, nach spätestens zwei Wochen stehen wir früh da und finden weder Haarspangen noch Zopfgummis. Die sind meistens leider auch unauffindbar.

Als Versteck dient dennoch das Kinderzimmer. Die Haare von Puppen sind generell verschönert. Und nicht nur mit Haarspangen. Aber dazu später mehr.

Verzweifelt also nicht, wenn der Haushalt nicht so geleckt aussieht, wie ihr es gerne hättet. Es gibt eben auch Familien, wo nicht alles an seinem Platz steht. Vom Boden essen kann man nicht, aber wozu gibt es Tische? Und das Leben zu genießen, kann manchmal auch entspannender als Putzen sein!
Ich wünsche euch einen wunderschönen stressfreien Freitag.

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Jun 222015
 
Liebe
Ich habe eins gelernt, das Leben ist richtig schön, wenn deine Augen verstehen mit Liebe alles zu sehen und wenn auch dein Herz schlägt, so unbändig und wild für das, was du liebst, mehr als alles andere auf der Welt.

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Mai 232014
 

Astrid

Ich bin gelernte Mediengestalterin für Bild und Ton und arbeite in meinem kleinen Einzelunternehmen als Werbe- und Onlinetexterin. Es ist mir ein Muss, Bild und Sprache miteinander gefühlvoll zu verbinden, um Emotionen zu wecken und Sinne zu schärfen.

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Manchmal kann man schon ins Sinnieren kommen über die Begrifflichkeiten von Freundschaft, Liebe, freiem Denken, Zusammenhalt.

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Mai 192014
 
schwarzerose9

Es gibt Momente, da könnte ich die Wände hochgehen. Heute war so ein Augenblick. Und das an deinem Geburtstag.

Bestimmt hättest du mich für verrückt gehalten. Aber du kennst ja dein Schwesterherz.

Ich habe heute den ganzen Tag an dich gedacht. Anlass war eine Frage, die auf facebook gestellt wurde. Das ist ein riesiges soziales Netzwerk, was die verschiedensten Personen miteinander vernetzt – zusammenbringt oder entzweit. Von oberflächlichem small talk über tiefgründige Gespräche bis hin zu absoluter Sinnfreiheit ist alles dabei.

Jedenfalls kann man dort neuerdings Fragen beantworten, die dann jeder in deiner Freundesliste lesen kann. Verrückt, nicht wahr?

So verrückt, wie dir heute hier einen Platz in meinem Blog zu geben. Warum öffentlich?

Zwischen den vielen Meldungen  des Tages gehen oft die kleinen Einzelschicksale unter.

Doch wenn schon Internet, dann doch mit einem klein wenig mehr Gefühl. Wenn schon im Rampenlicht stehen, dann doch mit einem bisschen weniger Maskerade. Wenn schon öffentlich, dann bitte mit dem Gesicht des Menschen dahinter, der dieses Blog verfasst.

Wie es mal Aurora Lacasa sagte: Warum soll ich verheimlichen, wo ich wohne und wie ich zu erreichen bin? Schließlich bin ich durch meine Fans erst die, die ich eben bin. (sinngemäß)

Weißt du, wie die Frage auf facebook lautete?

Sie lautete: Wann hast du Fahrrad fahren gelernt?

Ich musste ein bisschen lächeln. Ich musste ein bisschen weinen …

Du hast meinen Gepäckträger festgehalten und bist nebenher gelaufen, während ich krampfhaft versuchte, in die Pedalen zu treten und gleichzeitig zu lenken.

Ich schaffte es, weil du da warst. Doch irgendwann wurde ich zu schnell. Und als ich merkte, dass du nicht mehr neben mir mitläufst, fuhr ich ins Feld … und kippte um …

Ich war so sauer auf dich und dachte, du willst mich ärgern. Schließlich machen das Brüder ganz gerne, kleine wütende Schwestern aufziehen.

Aber du hast mir an diesem Tag einen Satz gesagt, der bis heute so oft in meinen Ohren hallt. Vor allem, an Tagen wie diesem!

„Hättest du dir mehr vertraut als mir, dann wärst du gefahren und hättest gleichzeitig in die richtige Richtung gelenkt! Du musst dir vertrauen, um vorwärts zu kommen!“

Du läufst nicht neben mir. Du bist einfach nicht mehr da. Und ich vermisse dich immer noch so sehr. Aber ich habe durch dich eine wichtige Lektion gelernt!

Heute geht es aber nicht um mich. Heute ist dein Tag – Ich wollte dir nur sagen: Ich trage dich in meinem Herzen.

Danke!

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Nov 272013
 
 Stephanie Hofschlaeger/ pixelio.de

Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Warum so viele Menschen so wenig Empathie besitzen und was das für ein Land bedeutet

Es war einmal…das Märchen vom artigen Kind

Beim “Kind sein” beginnt alles. Das sollte jedem von uns klar sein. Nahm ich bisher an. Doch in den letzten Wochen wurde ich eines Besseren belehrt. Weder Eltern noch Kindergartenleiter scheinen sich oft darüber bewusst zu sein, was eine Prägung in den ersten fünf Lebensjahren bedeutet. Natürlich werden wir auch darüber hinaus noch intensiv geprägt, jedoch die ersten fünf Lebensjahre legen ein Fundament, einen Grundstein für Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, kognitive Fähigkeiten und ein gesundes Selbstbewusstsein.

Kinder mussten viele Jahre lang funktionieren. Sie mussten das tun, was ihnen die Erwachsenenwelt diktierte – ohne Wenn und Aber. Stillsitzen und Inhalte aufnehmen, die sie meistens nicht wirklich ansprachen. Ohne Widerworte schlucken, was ihnen intellektuell geboten wurde. Ja nicht vorlaut oder altklug sein. Keins dieser “Zappelphilippe” oder “Schmutzfinken” werden, wie Nachbars Kinder.

Nachbars Kinder waren aber oft jene, welche später Erfolg im Beruf hatten, ein zufriedenes Leben führten. Das brachte eine ganze Generation zum Umdenken. Aber nicht nur das. Auch die Hitler-Zeit warf viele Fragen auf. Wie konnte es kommen, dass sich so viele Menschen von einer Person leiten ließen?

Die Antwort darauf ist relativ einfach.

Kinder wurden früher nicht dazu animiert, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

Ich schreibe bewusst “früher” – eine nicht greifbare und schlecht umreissbare Zeitspanne. Früher heißt für mich, Kinder, die in einer Diktatur aufwuchsen, hatten es bedeutend schwer, sich selbst zu entfalten. Außer sie entsprachen dem gängigen gesellschaftlichen Ideal. Diktaturepisoden hatten wir ja nun nicht nur eine in der Geschichte Deutschlands – und hin oder her, wo eine Diktatur vorherrscht, da werden schon Kinder zu späteren unmündigen Bürgern herangezogen.

Die Frage ist nur, was passiert mit den Kindern der Kinder? Welche Erziehungsmaßnahmen reichen bis in die heutige Zeit?

Kinder brauchen Regeln. Jedoch sie benötigen gleichzeitig Zuspruch, Halt und Geborgenheit. Sie sind angewiesen auf uns Erwachsene, um in ihren Gefühlen und Gedanken abgeholt und ernstgenommen zu werden.

Wer als Kind nicht in den Arm genommen wurde, weiß das ein Leben lang und vergisst es nie wieder. Wer im Kindergarten zur Strafe in der Ecke stehen musste oder in einem riesengroßen, leeren Schlafsaal allein einschlafen musste, hat dies ganz gewiss nicht vergessen. Wer immer der Letzte beim Essen war und deshalb ausgelacht wurde, wird sich auch als Erwachsener gut daran erinnern können. Wer eine Frage richtig beantworten konnte, dies jedoch nicht im Schulbuch stand und er daraufhin vom Lehrer eine schlechte Note bekam, wird sich das merken übers 18. Lebensjahr hinaus.

Der Schlüssel zum Gesellschaftswohl liegt in unseren Kindern

Was vielen nicht klar zu sein scheint, ist: Wie wir unsere Kinder behandeln, was wir ihnen ermöglichen oder auch verbieten, wo wir sie lieben, aber ihnen auch unsere Wut zeigen- alle diese Faktoren sind maßgeblich daran beteiligt, wie unsere Gesellschaft sich entwickeln wird. Denn auch wenn Kinder oft als die kleinen süßen oder tyrannischen Menschlein abgetan werden, so ist die Kindheit doch die Wiege zu allem Wohl oder Übel. Nicht nur innerhalb der Familie. Nein- in unserem Land!

So wie Kinder sich frühzeitig entwickeln, so entwickeln sich später Verhaltensformen zwischen Erwachsenen

Selbstverständlich ist der Mensch immer in der Lage, sich weiter zu entwickeln und nicht jede Prägung für sich gesehen wiegt so viel, dass ein Kindergartenalltag oder ein strenger Lehrer in der Schule allein für die persönliche Entwicklung eines jeden von uns verantwortlich sind. Dennoch sollten wir uns darauf besinnen, welche Faktoren wichtig sind, um Diskussionsbereitschaft, Mündigkeit, Problemlösung zu fördern und damit ein neues gesellschaftliches Zeitalter anzutreten.

Erwachsene, die als Kinder oft negative Kritik geerntet haben, sind weniger kritikfähig. Selbst konstruktive Kritik kann und wird dann oft später als persönlicher Angriff gewertet. Wer nicht über seine Gefühle sprechen durfte, dem fehlt später eine gute Selbstreflektion- wichtig für Fairplay und Teamgeist. Nur gestärkte Personen können sich kritisch mit sich selbst und anderen auseinandersetzen. Wo kein Einfühlungsvermögen beigebracht wurde, wird es nie ein Schlüpfen in andere Blickwinkel geben, was jedoch sehr wichtig für Konfliktlösungen und Kompromissbereitschaft ist. Wer in der Kindheit für eigene Ideen und Gedanken bestraft wurde, wird später große Probleme haben, zu sich selbst zu stehen und erfinderisch zu sein.

Kindergarten und Schule sind mehr als Auffangstationen – sie sind eine Ersatzfamilie

Pädagogisches Personal hat eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe im Arbeitsleben mit auf den Weg bekommen. Das sollte jedem bewusst sein. Auch unseren Politikern. Schon in der Kinderkrippe werden Kindern Werte vermittelt, es sind oft die allerersten Erfahrungen in ihrem jungen Leben. Die Gefühle, die dort von Erzieher zu Kind transportiert werden, sind die wichtigsten überhaupt außer denen von Mama, Papa und den entfernteren Verwandten.

Kinder suchen in Pädagogen Halt und Wärme, so abstrus das klingen mag. Hier wird wirklich deutlich, wie wichtig ein fairer und freundschaftlicher Umgang mit den kleinsten Sprösslingen ist. Abgesehen von den liebevollen, aber konsequenten Regeln, die ebenso wichtig sind, werden unsere Kinder so zu wichtigen Teilhabern der Gesellschaft, wenn sie sich angenommen und bestätigt fühlen.

Wenn es nur ums liebe Geld geht – Kindereinrichtungen als Wirtschaftsfaktor

Wir haben ein großes Phänomen in unserem Land. Einerseits halten wir die Demokratie hoch und sind stolz darauf. Das ist auch wirklich gut. Doch immer öfter macht sich das Gefühl breit, dass diese Volksherrschaft gar keine echte ist, sondern von Politik und Wirtschaft diktiert wird. Die schnellen Entwicklungen im Medien- und Forschungsbereich dagegen zeigen einen völlig neuen Weg: Wir befinden uns hier in einem großen Umbruch, einer nie da gewesenen Umwälzung. Auch gesellschaftspolitisch.

Nie war es so wichtig wie heute, gefestigt zu sein, Werte zu besitzen, nach denen wir leben wollen. Werte, die nicht von einem Übervater oder einer Übermutter kommen, sondern aus dem neuen Menschen selbst. Eine Welt, die sich anders anfühlt, als nur vom Geld regiert zu sein. Geld regiert die Welt, diesen Ausspruch kennt jeder. Und doch beginnt dieses Manko bereits bei den Kleinsten der Kleinen. Kinder müssen in Einrichtungen gesteckt werden, damit Mama und Papa für den Arbeitgeber jederzeit und immer verfügbar sind. Damit Geld in die Kassen kommt.

Gleichzeitig wird kräftig an der Bildung gespart. Aber nicht nur das. Auch das elementarste aller Grundbedürfnisse geht verloren: Liebe und Trost, einen Geborgenheitsraum, in dem sich ein Kind in aller Ruhe entwickeln kann. Und die Rahmenbedingungen dafür. Kindergärtnerinnen haben in Sachsen einen Personalschlüssel von 1:17.

Kindergarten und Schule – Orte der sozialen und kognitiven Entwicklung?

Ausgebrannte Pädagogen und Erzieher, die selbst oft traurig und verzweifelt in der Situation gefangen sind, ihren Zöglingen nicht alles bieten zu können und andererseits sowohl kulturelle als auch bildungsrelevante Unterschiede der Ursprungsfamilien überbrücken zu müssen, müssten sich hier wirklich zusammenfinden, um auf die Lage unserer Kinder aufmerksam zu machen.

Das jetzige Bildungssystem ist marode und nicht offen für Neuerungen. Das beginnt leider schon in der Kindergrippe und setzt sich bis an die Hochschulen fort. Kinder brauchen Entfaltung und persönliche Freiheit, individuelle Förderung und liebevollen Halt, denn so entwickeln sich Empathie, Durchsetzungsvermögen und Denksport. Je kleiner unsere Mäuse sind, desto mehr Zuspruch benötigen sie, um zu mündigen Bürgern werden zu können.

So, wie es jetzt ist, kann es einfach nicht weitergehen!!!

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Sep 242013
 
Lupo/ pixelio.de

Lupo / pixelio.de

 

Ok ich weiß, ich habe mir auf die Fahne geschrieben, auf mrs-eastie nicht parteiisch zu werden, immerhin werbe ich mit Parteiunabhängigkeit in meinem Blog.

 

Trotzdem habe ich natürlich eine politische Meinung, wenn ich auch bisher keine Partei gefunden habe, die mich mit ihren Inhalten wirklich zufrieden stellt.

 

Ich möchte eine Partei, die sich um die deutschen Bürger kümmert und für ihre Belange ein offenes Ohr hat, sozusagen eine Volkspartei, aber am liebsten weder zu rechts, noch zu links – sondern einfach bürgernah.

 

Eine Partei, die sich um Kinder und Jugendliche kümmert und diese eventuell sogar zum Schwerpunkt ihres Wahlprogramms macht, wäre echt prima. Eine Partei, die nicht nur lapidar von irgendwelchen “Bildungsangeboten” redet, sondern deren Mitglieder Umfragen in Schulen und Kindertageseinrichtungen starten, um den Volk und vor allem dem Nachwuchs dieses Volkes nahe zu sein – ach was sage ich – es zu verstehen, zu fördern, zu bilden und zu mündigen Bürgern heranwachsen zu lassen!

 

Eine Partei, die sich um Familien kümmert, vor allem dann, wenn Krisensituationen vorherrschen, Alleinerziehende, sozial Schwache, durch Schicksalsschläge (Tod, Missbrauch u.ä.) gebeutelte Familien – aber auch die glücklichen Familien unterstützt, Papi-Zeiten, gute Abstimmung von Kindergarten und Beruf, vielleicht Förderung von Betriebskindergärten u.ä.

 

Ich möchte eine Partei, die nicht wegen “klarer Führung” gelobt wird (sogar im Ausland) – weil es mich erschauern lässt und zutiefst schockiert, so etwas in der deutschen Politik überhaupt zu hören!

 

Und ja, ich möchte eine Partei, die vernünftig spart auf der einen Seite und gleichzeitig Geld locker macht auf der anderen, die wenn nötig in wirtschaftliche Ereignisse eingreift, wenn diese aus dem Ruder laufen, die Managergehälter drosselt und mehr Geld unter den Armen verteilt, vor allem unter denen, die zur Tafel gehen müssen – und ihre Kinder gleich noch mit dorthin schleppen müssen!

 

Meiner Familie geht es gut – aber wir wissen noch, wo wir herkommen, wir wissen, dass ein “Hartz IV– Empfänger” von heute nicht zu vergleichen ist mit Sozialhilfeempfängern aus den 80ern, einfach weil seit der Wende wirtschaftsmäßig so viel schief gelaufen ist, dass es nicht nur in Ostdeutschland, sondern auch im Norden eine hohe Arbeitslosigkeit gibt.

 

Es ist mir egal, ob Angela Merkel so erfolgreich gewählt wurde, wie derzeit Konrad Adenauer – Angela Merkel hat nie gelernt, was Armut bedeutet, ihre Eltern haben auch zu DDR-Zeiten nicht jahrelang auf einen Trabant warten müssen, denn unsere Angie kommt aus einer hochbetuchten Familie der damaligen DDR und hat schon in ihrer Kindheit alles ermöglicht bekommen, was geht.

 

Ich will hier keinen Populismus betreiben, denn es ist längst Vergangenheit, es ist vorbei und sie ist erfolgreich. Das sollte man ihr gönnen. Aber die CDU sollte sich nicht feiern lassen wie in alten Tagen, denn die gute alte BRD-Zeit ist ebenso vorbei wie die Diktatur in der DDR.

 

Es gibt keine feierlich gewählte CDU mehr, es gibt eine Partei, deren Stimmen sich aus einer arg veralteten Wähler-Generation erklären, aus über 60 – 70-jährigen, wovon manche zur Schande aller Deutschen auch noch aus Gewohnheit oder Parteitreue heraus wählen, ohne sich einmal die Wahlprogramme aller Parteien angesehen zu haben.

 

Die social media in facebook, aber auch in twitter und anderen Online-Medien zeigt eindeutig, dass viele junge Leute sehr schockiert sind über diesen Wahlausgang.

 

Ich möchte eine Partei, die volksnah ist, die die Fühler ausstreckt und sich nicht nur feiern lässt auf einer hohen Tribüne, zu der man als Bürger aufschauen soll – wenn man denn Zeit dazu hat und nicht gerade für 6 Euro die Stunde arbeiten geht!

 

Jetzt ist auch noch unsere Familienministerin zurückgetreten – ganz sang- und klanglos ist sie einfach weg, hat sich aus der Politik verabschiedet – um mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Ich mochte sie, denn sie saß am Puls der Zeit, sie wusste, was läuft in Deutschland. Es ist also nicht wichtig, in welcher Partei sie war oder ist, sondern ob sie nicht nur geredet – sondern auch gehandelt hat. Ja das hat sie!!! Danke für die gute Arbeit!

 

Ich möchte einfach als Bürger mitbestimmen können, wer unser Land regiert! Ich bin so frustriert und total benommen von diesem Wahlergebnis!

 

Ja, ich gebe zu, dass ich Kreuzchen bei den Oppositionsparteien gesetzt habe – einfach, um zu zeigen, dass meine Stimme genauso viel zählt, genauso viel wert ist wie die gefeierten Stimmen für die CDU.

 

 Ich bin genauso das Volk und so viele andere auch – und dort oben verstehen die Politiker unsere Botschaft einfach nicht.

 

Sie diskutieren nicht zeitgemäß, sondern über “irgendwas”, wie mir scheint – über Europa, über Schuldenschnitt, über Macht, über…???

 

Bitte, nehmt euch die Zeit und schaut euch unsere(n) kleinen Nachwuchs(künstler) an – die brauchen ein Fundament!!!! Sie brauchen Liebe, Kraft, ein offenes Ohr, gute Bildungschancen!

 

Sie brauchen keine Burn-out-Eltern, die in einer Burn-out- Gesellschaft schuften, um sich leere Phrasen von Burn-out-Politikern anzuhören!

 

Verflixt, Politiker sollen unser Land vertreten – und zwar für das Volk! Es ist nicht eure Tribüne und nicht euer Wahlsieg!

 

Der, der wählt – ist der, der das Sagen im Land hat.

 

Und nun noch kurz: Wer hat die CDU gewählt? Komm mal kurz mit! Ich muss dringend mit dir reden!

 

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Sep 242013
 
 NicoLeHe/ pixelio.de

NicoLeHe / pixelio.de

 

Ganz ehrlich, seit ein paar Tagen rast der Puls, das Herz schiebt Sonderschichten – und nein, ich bin nicht frisch verliebt.

Verliebt schon, nur nicht mehr frisch.

Scherz beiseite. Ich bin wirklich so richtig aufgeregt und habe keine ruhige Minute. Es purzeln Verstand und Gefühl wild durcheinander, ich mache mir Sorgen, habe irgendwie Kummer und bin aufgewühlt.

Es hat mit der Bundestagswahl zu tun zum Einen, und zum anderen mit…ja womit? Mit dem Alltag, mit unserer Gesellschaft, mit den Menschen” wie du und ich”…

Nein, manchmal hilft kein Augenzwinkern mehr, wenn einem vor lauter Traurigkeit und  auch manchmal vor Frust und ohnmächtiger Wut die Tränen in die Augen steigen, wenn das Gefühl einen übermannt und man nicht viel dagegen tun kann.

Es gibt Momente in meinem Leben, da frage ich mich, ob andere Menschen wohl ähnlich wie ich empfinden? Sehen sie am Straßenrand die alte Omi, die sich auf ihren Rolli stützt?

Ob sie wohl Kinder hat, die sie unterstützen? Enkel, die um sie herumspringen und sie jung halten?

Bei der ärmlichen Kleidung und den tiefen Falten im Gesicht, besonders der Stirn – wohl eher nicht. Gibt es das eigentlich noch, wie früher, dass man eine Art Patenschaft für eine Omi übernehmen kann? Sollte ich sie mal darauf ansprechen, ob sie Hilfe braucht?

Nein, denke ich mir, ich bin nicht Mutter Theresa, ich kann das nicht alleine abdecken, das Elend, die Altersarmut.

Dann komme ich nach Hause, habe meine Stromrechnung oder meine KFZ-Steuer im Briefkasten liegen, wahrscheinlich noch zwei, drei Mahnungen oder vielleicht einen Bescheid von einem Inkassobüro. Schlimm, denke ich mir, wenn am Ende des Monats das Geld so knapp ist, dass man sich nur mit viel Rechnerei durchs Leben wagen kann. Ob es anderen wohl ähnlich geht?

Das Mäusel braucht Sachen und zum Tanzen will sie auch, der Kindergarten muss bezahlt werden und die Speisenversorgung. Das Männe braucht einen vollen Tank, um auf seine gut bezahlte Arbeit zu kommen. Das ist nicht ironisch gemeint. Unbefristete Arbeit, ein sehr guter Job – muss aber ironisch anfügen, keine 100% wie seine Westkollegen. Egal, einer der Gutverdienenden ist er in der Gegend hier. Und ich? Volle unbefristete Rente aufgrund einer Darmerkrankung.

Wir sollten gut klarkommen, und wir müssten sogar CDU-Wähler sein.

Unsere Wertvorstellungen sind ja fast christlich, obwohl wir keine Christen sind. Aber wir wollen unsere Tochter mit Rückgrat erziehen, als eine Person mit Persönlichkeit und die kommt nicht von ungefähr.

Kinder brauchen Meinungsfreiheit, Liebe und Unterstützung. Sie sollen den Wert des Geldes kennenlernen und dass die Eltern dafür viel arbeiten müssen. Ist das eine konservative Einstellung?

Wir empfinden uns als moderne (ost)deutsche und europäische Familie…

Werte ja, altmodisch sein – nein!

Irgendwo macht gerade ein Vater sein Kind zur Schnecke. Ob es noch alle Tassen im Schrank hätte. Kinderweinen. Ein Mädchen, bestimmt älter, vielleicht so 10 oder 12?

Was mag ihn dazu bewegen, sie so anzuschreien? Wurde er so angeschrien, als er ein Kind war? Wurde er früher in der Schule gemobbt oder hat er Probleme auf seiner Arbeit? Wieso wird man so? Vielleicht hat er auch gerade den Briefkasten geleert und irgendwelche Mahnungen entdeckt.

Augenzwinkern adé, und Meditation auch….von wegen “und jetzt steigt Fröhlichkeit in dir auf”… ja wie denn?

Es redet ja keiner mehr mit dem anderen, und die Deutschen denken von den anderen Deutschen, denen ginge es besser und sie hätten mehr Geld. Es wird ja tabuisiert, wie es jedem Einzelnen wirklich geht. Die Medien gaukeln es doch vor: Wer Schulden hat, kann nicht mit Geld umgehen, alle anderen haben supertolle Wohnungen, ja gar Häuser!

Trash-Fernsehen vom feinsten!

Es wird so weiter gehen, dass wir uns für doof verkaufen lassen – und wer nicht nachdenkt, ist selber schuld. Wer nicht mitdenkt, wird noch weiter veralbert werden und sich noch mehr vor jeglicher offener Kommunikation scheuen!

Ist es ein Risiko, so eine krasse Meinung im Internet zu veröffentlichen?

Ja mei – und? Wie ist deine Meinung denn?

Die Welt ist doch eh ein großes Dorf, irgendwann siehst du mich irgendwo auf der Straße und kannst sagen, hey, du bist doch die, die mrs-eastie schreibt oder? Und ich würde sagen, ja bin ich, habe jetzt aber keine Zeit, muss noch ein bisschen meditieren.

Wegen der inneren Erfülltheit! Ich arbeite daran!

Die Quintessenz von diesem spontan eingepflegten Text ist doch die:

Nichts ist so, wie es scheint.

Der Nachbar ist wahrscheinlich ärmer als du- und JA, es geht den meisten so, dass Ende des Monates das Geld im Portemonnaie weniger wird oder sogar ganz verschwunden ist.

Und ja, zu DDR-Zeiten gab es junge Leute, die den Omis die Kohle rein geschippt haben. War nicht für diesen Blog-Text erfunden, sondern stimmt tatsächlich.

Ich bin immer noch aufgewühlt.

Über Themen wie die Tafel, zu denen mittlerweile schon Mütter mit Kindern gehen müssen, die keineswegs im “Medienstyle” abgestürzt sind, sondern heutzutage genauso ein Studium hinter sich haben können.

Über Themen wie die Altersarmut, die mich besonders berührt, weil ich als Kind über ältere Menschen etwas anderes gelernt habe, nämlich sie zu achten und zu ehren.

Das müsste eigentlich doch im C der DU festgeschrieben sein????

Ich weiß, ich weiß – ich bin eine Idealistin, eine Träumerin. Schon viele wollten mir die Realität “beibringen”.

Alle sind egoistisch, sei ‘es auch, sonst gehst du unter.

Ja, mag sein. Aber wo Visionen sind, da ist Zukunft! Und meine Zukunft wird die sein, dass ich in Ruhe neditieren kann – nachdem ich mit meiner Familie im Zoo und danach chic essen war.

Und zwar am Ende des Monats!

OOoooohmmmm, mediale Grüße!

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Aug 272013
 

Hallo liebe(r) Leser,

 

heute habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht, was man noch so tun könnte, um den Bekanntheitsgrad seines Blogs zu steigern.

 

Klar kennen wir die ganzen Tipps, die es schon vielfach im Internet gibt, zum Beispiel, auch mit anderen Bloggern in Kontakt zu treten oder in Foren seine Webadresse zu hinterlassen. (die als erstes eventuell trotzdem durchlaufen werden sollten!!!)

 

Doch hier habe ich 4 Tipps für dich, die etwas unkonventioneller sind, aber efolgreich.

 

  1. Veröffentliche ein Video über deinen Blog auf youtube

 

Das ist eigentlich nicht schwer. Dazu meldest du dich zu allererst auf youtube an. Dann brauchst du eine gute Foto- oder Videokamera und natürlich ein kleines oder großes Schnittprogramm. Der Windows Movie Maker ist vollkommen ausreichend, um ein kleines Homevideo zu drehen.

 

Natürlich darf ein gutes Konzept nicht fehlen, quasi die zündende Idee, wie du ein bisschen mit Pepp und Kreativität deine Botschaft hinaus ins Internet schickst. Am besten du sammelst eine Weile auf einem Stück Papier deine Einfälle und Ideen, vielleicht auch einen reißenden Slogan. Denk´daran, dass das Video dein Aushängeschild ist.

 

  1. Geh in den Supermakrt und pinn deine Webadresse bei Suchen & Finden an die Pinnwand

 

Eine unkonventionelle, aber ich denke doch wirkungsvolle Idee. Gerade wenn du gleichzeitig Verkäufer oder Gewerbetreibender bist, kannst du diese Möglichkeit nutzen, um Angebote bekannt zu machen. Oder du teilst mit deinem Blog der Menschheit dein ideelles Gednkengut mit. Auch hier kannst du Werbung für dich machen, indem du andere auf dich aufmerksam machst.

 

  1. Gestalte dir dein eigenes T-Shirt mit Werbung für deinen Blog

 

Eine gute Adresse, um eigene Entwürfe auf Kleidungsstücke oder Taschen drucken zu lassen ist spreadshirt.de Dann kannst du für deinen Blog Werbung laufen, warum denn nicht? Wenn du ein markanter “Typ” Mensch bist, dann fällst du einigen Leuten bestimmt auf und das kannst dir gut zunutze machen.

 

  1. Verziere dein Auto mit deiner Web-Adresse

 

Es muß ja nicht riesengroß sein, aber im Stau sollte es dein Hintermann gut erkennen können. Bestellen kann man es überall da, wo es möglich ist, seinen eigenen Schriftzug zu gestalten im Zuge des Verkaufs von Autoaufklebern.

 

Alle vier Ideen kamen mir heute früh in den Sinn und ich dachte mir, ehe ich es wieder irgendwo notiere und es dann im Gedankennirvana verschwindet, schreibe ich es doch gleich mal auf.

 

Natürlich erfordern solche Schritte der Werbung Selbstbewusstsein – aber hey – ich gehe davon aus, wenn du ein Blog schreibst, hast du genau davon ´ne Menge oder? Solltest du zumindest haben, denn jeder der bloggt, vor allem aus seiner eigenen Sicht, muss öffentlich auch dazu stehen können.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und da es ja noch die Beta-Version ist, kannste auch gerne hier berichten, ob du eins dieser Varianten ausprobiert hast und wie es gelaufen ist. Es geht auch eine e-mail, die ich dann im Blog veröffentliche.

 

Also, hau rein und bis dahin!

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Aug 272013
 

Es ist soweit, ich muss mal wieder zu dem Thema Morbus Crohn und psychische Ursachen schreiben. Ich hoffe innigst, dass die gesamte Ärzteschaft, die sich mit diesem Thema befasst, diesen Artikel liest, aber auch alle Morbus-Crohn-Betroffenen.

Gleich vorneweg, ich halte im Zusammenhang mit meiner Erkrankung Morbus Crohn wenig von Heilpraktikern und Geistheilern

… und was es sonst noch so aus der Esoterikschiene gibt. Generell mag ich zwar das Spirituelle und bin auch davon überzeugt, dass wir Menschen Spiritualität, Glauben und Esoterik brauchen – weil es einfach zu unserem Menschsein dazu gehört.

Ich glaube auch, dass Körper, Geist und Seele zusammenhängen. Doch was derzeit hier in Deutschland (ich weiß nicht, ob auch anderswo in Europa) passiert, ist, dass viele dieser sogenannten Heiler behaupten, der Morbus Crohn wäre heilbar. Und das sagen sie sowohl zu denjenigen, die in Remission sind (Krankheit ruht und verursacht wenig Beschwerden) als auch zu denjenigen, die sehr schwere Schübe haben und sich an diese einzige Hoffnung der “Heilung” klammern, wenn die Schulmedizin “versagt”.

Bevor ich den Bogen zu meiner Überschrift schlage, möchte ich jetzt erst einmal ein paar Dinge rund um das Thema Psyche und Morbus Crohn auseinanderklamüsern.

Der Morbus Crohn wurde sehr lange als psychosomatische Krankheit eingestuft.

Wie auch bei manchen anderen Erkrankungen, von denen angenommen wird, dass sie psychosomatischen Ursprungs seien, ist Morbus Crohn in psychosomatischer Hinsicht oft untersucht worden, ohne zu einem wissenschaftlich einhelligen Urteil über die Krankheitsentstehung kommen zu können. Bräutigam et al. (1992) tendieren zu der Sichtweise, verschiedene Ursachen für entzündliche Darmerkrankungen anzunehmen, die physiologischer, allergischer, autoimmunologischer, genetischer und psychologischer Art sein können. Erkrankungen des Verdauungstraktes werden jedoch allgemein oft mit Überforderung, stetem äußerem Druck, Stress, extremer Aufregung und Angst als auslösendem und aufrechterhaltendem Moment in Zusammenhang gebracht. Lebenssituationen werden beispielsweise als “nicht verdaut” beschrieben. Immerhin kann man es als gesicherte Tatsache ansehen, dass der Darm ein Organ ist, welches auf Emotionen oft empfindlich reagiert. Bei seelischer Anspannung wird es plötzlich wesentlich besser durchblutet, wobei auch unwillkürliche Muskelbewegungen (Motilität) und die Schleimproduktion und –absonderung (Sekretion) ansteigen. Dies führt zu einem austreibenden Effekt, im Extrem zum Durchfall. (Entnommen der Webseite: http://www.beratung-therapie.de)

Es ist schon eine bodenlose Frechheit, Menschen mit einer schweren Darmerkrankung zu unterstellen, sie hätten irgendein Erlebnis nicht verdaut oder wären mit irgendeiner Überforderung nicht klargekommen.

Gar Angst im schlimmsten Maße gehabt, womöglich noch in der Kindheit. Aber o.k., da steht ja eindeutig, dass mehrere Faktoren für den Ausbruch der Erkrankung zusammenspielen müssen (vermutlich! d. h. kein Mensch weiß das bisher), allerdings wird gleich hinterher geschoben, dass Erkrankungen des Verdauungstraktes mit diesem und jenem Verhalten in Verbindung gebracht werden – von wem, wie, wo und seit wann – das steht nirgends. Was dem (unbedarften) Leser bleibt, ist der Eindruck, Morbus Crohn bekommen Menschen, die leicht überfordert sind, stetem äußeren Druck nicht standhalten. Oder was hast du aus dem obigen Zitat mitgenommen?

Theoretisch müsste zuerst die Hypothese oben stehen, unten dann die Beweisführung – aber egal. Was soll ich diese Seite analysieren, wo es auf tausend anderen im Netz so oder so ähnlich nachzulesen ist und das teilweise haarsträubend:

Verschiedene Aspekte der psychosomatischen Krankheitsursachen

Schon früh wurde bei Morbus Crohn die Frage nach Persönlichkeitsmerkmalen gestellt, die auf eine Disposition für die Erkrankung hinweisen. Obwohl Internisten unter ihren Morbus-Crohn-Patienten meist keine Personen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen und psychopathologischen Strukturmerkmalen ausmachen und eine für alle Patienten spezifische Persönlichkeits- oder Konfliktstruktur nicht aufzufinden ist, gibt es doch einige gemeinsame Auffälligkeiten. Zum Beispiel wurde beobachtet, dass viele dieser Patienten nur schwer in der Lage sind, sich durchzusetzen und zu entfalten. In Belastungssituationen zeigen sie eher ein vermeidendes Verhalten, welches oftmals als “Pseudoautonomie” beschrieben wird. Hierdurch wird versucht, dem Konfliktbereich auszuweichen. Oft lässt sich auch eine Entspannungs- und Genussblockade feststellen, die sich in nervöser Ungeduld, Überempfindlichkeit und leichter Erregbarkeit äußern kann. Hinzu kommt, dass im kognitiven Bereich häufig zwanghaftes und stark kontrollierendes Verhalten an den Tag gelegt wird. Es wurde beobachtet, dass bei vielen Morbus-Crohn-Patienten ein innerer Konflikt entstanden war, zum einen durch die Aufrechterhaltung weniger, aber enger Beziehungen (mit einem starken Wunsch nach Geborgenheit und Nähe) und zum anderen einem gleichzeitigen großen Wunsch nach Unabhängigkeit und Angst vor zu viel Nähe, wobei die sozialen Erwartungen hier viel Raum einnehmen. In diesem Sinne wurden die häufigen Durchfälle auch als Versuch symbolischer (!) Art angesehen, sich von etwas zu trennen, was bedrohlich erscheint und Angst macht. Gleichzeitig wurden anklammernde und regressive Bindungstendenzen festgestellt. (wieder entnommen aus www.beratung-therapie.de)

Das ist der Gipfel der Unverschämtheit!

Es wurden keine empirischen Studien dazu herausgebracht und Sie, lieber Herr Dipl.-Psych. Volker Drewes, sollten darauf hinweisen, dass der ganze letzte Abschnitt über Morbus-Crohn-Patienten eine reine Vermutung ist!

Wieso sich hier kein DCCV (Verband für an Morbus-Crohn-Erkrankte) einschaltet, fragt sich auch! Tausendfach sind solche Albernheiten im Internet verbreitet und das halte ich für sehr gefährlich. Aus dem einfachen Grund, weil der Morbus Crohn das hier ist:

Der Morbus Crohn ist eine Entzündung des Magen-Darm-Trakts, die vom Mund bis zum After auftreten kann. Meistens sind der untere Dünndarm und der Übergang zum Dickdarm betroffen.

Der Name Morbus Crohn geht zurück auf einen der Beschreiber der Krankheit, den Magen- und Darmspezialisten Burrill Bernard Crohn (USA). Im Gegensatz zur Colitis ulcerosa sind beim Morbus Crohn alle Schichten der Darmwand entzündet, die sich mit fortschreitendem Krankheitsverlauf verdickt. Die Entzündung tritt dabei typischerweise segmental auf, das heißt, neben erkrankten Abschnitten des Darms finden sich in direkter Nachbarschaft gesunde Bereiche.

Als Folge des Entzündungsprozesses kann es zu Einengungen des Darms (Stenosen) und zu Fisteln kommen. Fisteln sind neu entstandene Entzündungsgänge. Es kann sich um Verbindungen zwischen verschiedenen Darmabschnitten, aber auch um solche zwischen dem Darm und der Haut oder anderen inneren Organen handeln. Gehäuft finden sich diese Fisteln im Bereich des Afters.

Die Ursachen

Bisher ist nicht geklärt, wie der Morbus Crohn entsteht und welche Auslöser für die Krankheit verantwortlich sind. Morbus Crohn kann erblich bedingt sein: Bisher sind mehr als 70 Gene bekannt, die mit einem Morbus Crohn in Verbindung gebracht werden.

Umweltfaktoren spielen zudem ebenfalls eine wichtige Rolle: So ist es von Bedeutung für die Erkrankungswahrscheinlichkeit, in welchem Land man lebt, ob im ländlichen oder städtischen Raum, und unter welchen hygienischen Verhältnissen.

Als gesichert gilt auch, dass Rauchen ein Auslöser sein kann, da das Risiko, an Morbus Crohn zu erkranken, bei Rauchern doppelt so hoch ist wie bei Nichtrauchern.

Beschwerden und Symptome

Die Hauptsymptome eines Morbus Crohn sind dünnflüssiger Stuhl und Bauchschmerzen über einen längeren Zeitraum. Auch Blähungen, Fieberschübe, Übelkeit – nicht selten begleitet von Erbrechen – sowie Krämpfe können auf die Krankheit hinweisen.

Durch die Durchfälle und die verminderte Fähigkeit des Körpers, genug Nahrung aufzunehmen, kann es zu Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit kommen. Bei Kindern und Jugendlichen können weitere Symptome auftreten, insbesondere auch Wachstumsstörungen.

Die Diagnose

Ob es sich bei den Symptomen um einen Morbus Crohn handelt oder nicht, stellt der Experte anhand von Blutuntersuchungen, Ultraschall, Magen- und Darmspiegelung sowie ggf. Kernspintomographie oder Computertomographie fest. Im Verlauf der Erkrankung müssen bestimmte Untersuchungen wiederholt werden, wenn sich daraus Entscheidungen für die Behandlung ableiten lassen.

Die Therapie

Morbus Crohn ist derzeit noch nicht heilbar und da die Ursachen nicht gesichert feststehen, zielen Therapiemaßnahmen vor allem darauf ab, die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern, Beschwerden zu mildern und Entzündungsprozesse zu stoppen. Besonders wichtig für die Behandlungsempfehlung ist es, den genauen Ort der Entzündung im Magen-Darm-Trakt zu kennen, zudem die Intensität der Entzündung, die Häufigkeit der Krankheitsschübe und die assoziierten Komplikationen.

Neben Empfehlungen zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag und in Bezug auf die Ernährung, stellen Medikamente einen zentralen Bestandteil der Therapie dar. Sie sollen die Erkrankung in eine möglichst lang andauernde Ruhephase, die Remission, überführen.

Wesentliche Gruppen von Medikamenten stellen die Glukokortikosteroide, Immunsuppressiva und Antikörper gegen den Entzündungsstoff Tumornekrosefaktor dar. Unterschieden wird zwischen Medikamenten, die den akuten Krankheitsschub bessern sollen und solchen, die darüber hinaus auch die Wahrscheinlichkeit für neue Schübe reduzieren sollen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient mit einem Morbus Crohn in seinem Leben operiert werden muss, ist hoch. Eine Operation kann nötig werden, wenn es zu darmverschließenden Engstellen kommt, zu bestimmten Fistelformen, starken Blutungen und Abszessen.

Da auch eine Operation die Krankheit nicht heilen kann, ist es besonders wichtig, möglichst wenig Darm operativ zu entfernen, um Funktionsstörungen, z.B. durch eine unzureichende Nährstoffaufnahme, zu vermeiden. In interdisziplinären Konferenzen wird daher die für den Betroffenen am besten geeignete Therapieempfehlung entwickelt. (www.kompetenznetz-ced.de)

Nun noch mal zu den esoterischen Heilern

Heilpraktiker und auch viele andere Heiler haben ein gutes Konzept, das kann man nicht bestreiten. Sie hören zu und wirken beruhigend. Der Mensch fühlt sich ernst und wichtig genommen und aus vielen wird wieder etwas mehr Gefühl heraus gekitzelt, weil sie den Bezug zu ihrer Gefühlswelt längst verloren hatten, viele verdrängte Inhalte irgendwo unter der Oberfläche herum sausten und unbewusste Wut produzierten, die sich oft vielfältig im Körper niederschlägt. Genannt Psychosomatik. Höllische Schmerzen, aber keine Diagnose zum Beispiel. Diese Menschen brauchen jemanden, der ihnen zuhört, sie emotional stützt, ihnen Wärme ins Herz zaubert, sie wichtig nimmt.

Sicherlich hilft das auch bei Morbus Crohn, denn jeder Mensch braucht Liebe und Fürsorge, Mitsprache, was seine Gesundheit anbetrifft und natürlich das absolute sich “Ernstgenommen” fühlen, was eben leider sehr oft in der Schulmedizin fehlt.

ABER: Es gibt auch Krankheiten, die werden durch Bakterien oder Viren ausgelöst.

Das ist ein Faktum! Man denke nur an Wurst, die in Weichmacherverpackungen herumschwimmt, oder angegammeltes Fleisch, oder Fleisch von Tieren, die mit Antibiotika behandelt wurden. Und all´ das wirkt wohl nicht auf den Darm?

Na gut. Kommen wir zurück zur eigentlichen Überschrift.

“Wenn sich eine Mutti Sorgen macht”, heißt eigentlich: wenn sich meine Mutti Sorgen macht.

Ihre beiden erwachsenen Kinder leiden seit 2007 an Morbus Crohn. Bei mir und meinem Bruder brach die Erkrankung im selben Jahr aus.

Bei ihm wurde gespiegelt, eine Biopsie gemacht und die Diagnose gestellt: Morbus Crohn im Anfangsstadium.

Bei mir wurde nach 5 Darmperforationen sofort notoperiert, ein künstlicher Darmausgang angelegt (jetzt wieder rückverlegt) und danach eine Biopsie gemacht: Morbus Crohn in einem schweren Stadium (das, was man eigentlich präventiv immer verhindern möchte). Von Speiseröhre bis After.

Bevor die Erkrankung bei uns beiden ausbrach, hatten unsere Hunde beide Durchfälle. Wir wohnen nicht zusammen und haben zu dem Zeitpunkt weit auseinander gelebt, haben uns aber im Sommer für zwei Wochen getroffen. (für die, die es interessiert wegen des merkwürdigen Krankheitsverlaufes)

Eine Mutti, die dann solche Informationen im Netz wie die da oben von dem Psychologen liest, stellt sich unheimlich viele Fragen. Vor allem, was schief gelaufen sein soll bei uns.

Und nun ein Schlusswort an alle Eltern, denen es ähnlich geht

Ich bin eine absolut selbstbewusste Frau, ich habe weder Angst vor Konflikten noch leide ich an mangelndem Selbstwertgefühl. Ich bin zwar ein durchaus feinsinniger und höflicher Mensch, und stecke hin und wieder auch zurück. Aber eher deswegen, weil ich für mich abschätze, ob es sich lohnt, darüber zu streiten.

Bevor der Crohn ausbrach, habe ich erfolgreich zwei Lehrausbildungen absolviert und erfolgreich in meinem Job gearbeitet. Ich habe keine Bindungsprobleme, kann meine Meinung sagen (und schreiben), bin mit mir selbst im Klaren, habe keine Entspannungs- oder Genussblockade, kann mich durchsetzen und bin psychisch total fit.

Ihr braucht euch also keine Gedanken machen, ob irgendein Trauma aus der Kindheit oder irgendein anderer extremer Stress den Morbus Crohn bei euren Kindern ausgelöst hat. Es ist schlicht und ergreifend der absolute Oberquatsch!

Dass Stress auf den (erkrankten) Körper eine negative Wirkung hat, ist klar

Das die teils furchtbar belastende, schmerzvolle Krankheitsanamnese irgendwann auch auf die Psyche drückt, ist sicher jedem mehr als verständlich. Dass bei einem von blutigen Geschwülsten durchzogenen Darm auch Aggression entstehen kann – man braucht kein Heilpraktiker oder Psychologe sein, um das zu verstehen.

Aber im Vorlauf der Erkrankung bereits von psychischen Besonderheiten zu sprechen…

ohne empirische Erhebungen, und das im Internet auch noch zu veröffentlichen – als Wahrheit(!!) – das geht eindeutig zu weit.

Durch solche Texte haben es Morbus-Crohn-Patienten wie ich extrem schwer, uns dagegen “durchzusetzen”. Denn wie “beweist” man jemandem, dass man psychisch vollkommen in Ordnung ist, wenn jeder glaubt, man ist es nicht? Und das, weil man eine entzündliche chronische Darmerkrankung hat!

Mein Leben hat sich seitdem ich 2007 aus dem Koma aufgewacht bin, extrem verändert

Im Uniklinikum Magdeburg musste ich Fragen nach gescheiterten Beziehungen beantworten (ja habe ich), danach ob ich ein Scheidungskind wäre (ja bin ich, ich war ein Jahr alt), ob ich Mobbingsituationen ausgesetzt gewesen wäre (ich nicht, aber ältere Kolleginnen meiner Schicht)…keiner fragte mich, ob ich rohe Eier gegessen habe, Frischmilch getrunken oder Hackepeter gegessen – (als Auslöser für Morbus Crohn könnten ja durchaus kontaminierte Produkte in Betracht kommen, wie mir ein Gastroenterologe aus dem Krankenhaus Mittweida bestätigte).

Während der Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt durch die Deutsche Rentenversicherung Bund (sogenannte Teilhabe am Arbeitsleben) sollte ich gar vorgetestet werden, ob ich geistig und seelisch in der Lage bin, noch arbeiten zu gehen, und wurde in eine Gruppe mit lernbehinderten Menschen gesteckt und ein Sachbearbeiter des VDK sagte wortwörtlich zu mir, seine Schwägerin hätte auch Morbus Crohn und sie wäre manchmal sehr sonderbar vom Verhalten her, ich solle auf jeden Fall auch psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen.(!)

Es war eine Irrfahrt durch die verschiedensten Institutionen, bis hin zum medizinischen Dienst der Krankenkassen – und manche Gutachter dachten, ich hätte eine psychosomatische Erkrankung. Bis ich ihnen meinen Bauch zeigte, die großen Narben – die unter anderem durch eine Wundheilungsstörung ewig nicht zuheilten (verursacht durch den MRSA, aber das wird ein neuer Artikel!)

Ich ärgere mich so sehr, dass alles das nie an die Öffentlichkeit kommt…

dass es nie von den Medien publiziert wird, denn die psychischen Beschwerden beginnen mit solchen furchtbaren Belastungen – inszeniert von deutschen Institutionen, die eigentlich für die Gesundheit des Menschen zuständig sein wollen.

Ich ärgere mich auch so sehr, dass meine Mutti sich Vorwürfe macht, nicht alles für uns Kinder getan zu haben – nur weil im Internet steht, wir wären nicht durchsetzungsfähig, hätten eine extreme ungesunde Mutterbindung, hätten “Schiss” vor Konflikten, wären nicht stressresistent und was es da nicht noch alles gibt. (ich rede nicht nur von oben erwähnter Seite)

Wir hatten beide eine richtig gute Kindheit, gute Noten in der Schule und super Berufsausbildungen. Viele Erinnerungen sind einfach nur wunderschön, und unsere Eltern haben uns alles mit auf den Weg gegeben, was wir brauchen, um durchs Leben zu kommen. Auch mit einer Erkrankung!

Danke Mutti und Vati! Ihr habt nichts falsch gemacht und eure Kinder sind stolz auf euch.

Wer sich für das Thema interessiert, kann ja mal in die Suchmaschine seiner Wahl eingeben: “Morbus Crohn psychosomatisch?”

Ich wünsche allen Betroffenen und deren Familien einen schönen Tag, lasst euch ja nicht unterkriegen!

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