Tag-Archive for » Ostpreußen «

Aschbude in Masuren – ein Ort scheint unauffindbar

Auf der Suche nach meinen Ahnen habe ich den Ortsnamen Aschbude(n) gefunden, den ich lange Zeit vergeblich versucht habe, zuzuordnen. Doch durch viel fleißige Recherche fand ich dann folgende Info: Lange’s Ortsregister schreibt zu Aschbuden: Ehemaliges Instmannsdorf Landkreis Ortelsburg Reg.Bez. Allenstein Südlich des Ratzeburger Sees, östlich / südöstlich von Ortelsburg 1820 4 Gebäude, 66 Seelen. Zum Forst Puppen eingepfarrt zur Kirche: Friedrichowen Amt: Friedrichfelde   Die Angabe der Karte, Lage auf der Karte und polnischer Name sowie Einwohnerzahl 1939 fehlt. Im Pfarralmanach von 1912 gibt es kein Aschbuden im Landkreis Ortelsburg, im Gemeindelexikon von 1905 auch nicht. Dem kann man entnehmen, dass der “Ort” bereits 1905 nicht mehr existierte; er ist daher [ ... ]

Kleines Lexikon litauischer Familiennamen

Heute habe ich wieder eine tolle Homepage entdeckt, die ein kleines Lexikon litauischer Familiennamen integriert hat. Litauische Familiennamen waren ursprünglich in Ostpreußen verbreitet. Hierbei handelt es sich meist um patronymische Bildungen mit den Suffixen -atis, -at, -eit, -uhn: Adomatis (zu Adam), Endrikat (zu Andreas), Abromeit (zu Abraham), Steppuhn (zu Stephan). Die Familiennamen Kallweit/Kalweit gehen auf die litauische Bezeichnung für den Schmied zurück, bei Gerull liegt ein Übername zu lit. geras “gut, gütig, guter Mensch” + Suffix -ulis vor. Die litauische Sprache gehört zum baltischen Zweig der indogermanischen Sprachen. Wegen seiner hohen Altertümlichkeit ist sie für die Indogermanistik von großer Bedeutung. Es gibt [ ... ]

Ich trag’ meiner Heimat Gesicht von Ruth Geede

Manchmal ist es ein Lächeln. Oder auch nur die Andeutung eines solchen; ein Vertiefen der Falten in den Augenwinkeln, deren leichte Schräge heller ist als die Haut der Stirn. Als hätten sich die Augen sehr oft zusammengezogen, um in den Himmel, in das Licht, in die Weite zu blicken. Und ein kaum merkbares Heben der Mundwinkel, das dem Gesicht einen Ausdruck von stiller Zufriedenheit verleiht. Manchmal ist es eine Bewegung. Ein leichtes Senken der Hand: Ach, laß doch, was soll’s! Oder ein Abwinken: Das ist doch alles nicht so schlimm. Kein Negieren, keine Resignation, eher ein selbstverständliches Sichfügen. Und dann eine [ ... ]

Die alten Prußen (Prussen/Pruzzen/Prūsai/Altpreußen) – die Ureinwohner Ostpreußens. Ihre Geschichte von Anfang bis Ende

Quelle: http://www.timediver.de Peter von Dusburg, ein Priesterbruder des Deutschen Ordens berichtet in seiner “Chronica Terre Prussie” über die Bewohner des Landes “Prutheni” (lateinisierte Form), was auf die Aussprache eines langen “u” hindeutet. Um 2200 v. Chr. Im Chalkolithicum ist das Gebiet von Menschen besiedelt, die der Haffküsten Kultur, einer regionale Ausprägung der Glockenbecherkultur, zugerechnet werden. Archäologische Funde beweisen heute eine Kontinuität der Besiedlung bis zum Mittelalter. Dies bedeutet, dass die zum baltischen Zweig der Indogermanen gehörenden Prußen und ihre Vorväter von jeher in diesem Gebiet ansässig waren. Um 98 Der römische Senator und Historiker Publius (oder Gaius) Cornelius Tacitus erwähnt in seiner ethnographischen Schrift Germania [ ... ]

Französische Schweizer in Ostpreußen

Die ersten Schweizer kamen 1709 nach Ostpreußen; in den folgenden Jahren nahm die Einwanderung erheblich zu. Der größte Teil der Schweizer Kolonisten wurde im Kreise Gumbinnen angesiedelt. Sie sind es gewesen, die als erste Kolonie die Befreiung vom Scharwerk erkämpft und damit zur sozialen Hebung des Bauernstandes wesentlich beigetragen haben. Im Jahre 1714 entstand die deutsch-schweizerische Gemeinde Sadweitschen. Die Gottesdienste wurden in der ersten Zeit in einer Scheune abgehalten. 1739 wurde in Gumbinnen die reformierte Kirche gebaut, und die kirchliche Betreuung der reformierten Gemeinden erfolgte nun von Gumbinnen aus. 1716 wurde eine französisch-schweizerische Gemeinde in Judtschen gegründet. Der Gottesdienst wurde in deutscher [ ... ]

Nachfahrenliste Anna Murach

1. Murach, Anna oo Michael Gwiazda Gwiasda 1 Kind von Nr. 1 2. Gwiazda Gwiasda, Anortha, Eigenkäthnerstochter, * Gawrzialken Wilhelmsthal um 1850 oo Baerenbruch 19.08.1869 Gottlieb Toporzisek Toporzysek, Wirthssohn, später Losmann, * Baerenbruch Niedźwiedź um 1846 2 Kinder von Nr. 2 3. Toporzisek Toporzysek, Samuel, * Bärenbruch 27.10.1870 4. Toporzisek, Maria Marie, * Baerenbruch 19.08.1873 23.09.1869 Geburtsdatum gleicher Name, gleicher Ort oo August Karl Carl Kuneia Kuneya, * Ortelsburg Szczytno 01.08.1873 August Carl Kuneya 1 Kind von Nr. 4 5. Kuneia, Emma Martha, * Schalke 17.10.1902, + Kr. Worbis 1978 2 Kinder von Nr. 5 6. Kuneia, Erich Robert, * Gawrzialken Wilhelmsthal 15.03.1924, + Kreis Worbis 1980 oo Irma Bachmann 7. Buttler, Gustav 4 Kinder von Nr. [ ... ]

Nachfahrenliste Michel Toporzisek Toporzysek Toporzissek

1. Toporzisek Toporzysek Toporzissek, Michel ; Michael, Wirth, * Baerenbruch oo Mina ; Wilhelmine Garstka Garstek Gartzka 5 Kinder von Nr. 1 2. Toporzisek Toporzysek, Gottlieb, Wirthssohn, später Losmann, * Baerenbruch Niedźwiedź um 1846 oo Baerenbruch 19.08.1869 Anortha Gwiazda Gwiasda, Eigenkäthnerstochter, * Gawrzialken Wilhelmsthal um 1850 3. Toporzisek, Regine, * Baerenbruch Ortelsburg OP 12.09.1853, Taufpaten: Samuel Garstka, Regine Garstka 4. Toporzisek Toporzysek Toporzissek, Wilhelmine, * Baerenbruch OP 04.03.1855, Taufpaten: Johann Zamoprski, Regina Zamorski, Louise Garztka 5. Toporzisek Toporzysek Toporzissek Toporzyszek, Ewa, * Baerenbruch 12.07.1857, Taufpaten: Luise Garstka, Ewa Biegay, Samuel Garstka, + Baerenbruch 20.09.1857, [] Baerenbruch /Kl. Jerutten 23.09.1857 6. Toporzisek Toporzysek Toporzissek, Friedrich, * 1859, + Baerenbruch [ ... ]

Nachfahrenliste Adam Golles Goles Golesch

1. Golles Goles Golesch, Adam, Arbeitsmann, * Wessolygrund 16.04.1804 oo Ortelsburg Szczytno 04.04.1831 Charlotte Pokora, * Erdmannen 13.10.1805 7 Kinder von Nr. 1 2. Pokora, Johann, * Beutnerdorf 10.03.1828, + Ortelsburg Szczytno 07.10.1829 3. Golles Goles Golesch, Adam, * Ortelsburg Szczytno 14.02.1831 4. Golles Goles Golesch, Friedrich, * Ortelsburg Szczytno 07.06.1834, + Ortelsburg Szczytno 22.08.1852 5. Golles Goles Golesch Goless, Wilhelmina, * Ortelsburg Szczytno 22.04.1837 oo Jakob Kuneia, Instmann 6. Golles Goles Golesch, Carl, * Ortelsburg Szczytno 28.10.1840, + Ortelsburg Szczytno 22.10.1852 7. Golles Goles Golesch, Amalie, * Ortelsburg Szczytno 03.06.1846 8. Golles Goles Golesch, Charlotte, * Ortelsburg Szczytno 26.07.1850, + Ortelsburg Szczytno 16.04.1851 4 Kinder von Nr. 5 9. Kuneia Koneya, [ ... ]

Masuren in Masuren

Die Masuren – meine Urgroßmutter war eine von ihnen – sprachen masurisch, eine westslawische Sprache mit einer vom Deutschen stark beeinflussten Mundart. Um 1900 wurde sie von über 130.000 Menschen und um 1940 noch von rund 40.000 Menschen gesprochen, neben etwa 20.000 Menschen, die sowohl masurisch als auch deutsch sprachen. Das Masurische hätte man ursprünglich als polnischen Dialekt bezeichnen können, jedoch machte es dessen Veränderungen in der Neuzeit nicht mehr mit. Meine Urgroßmutter sprach Deutsch, aber sie sprach es mit Akzent. Und doch war sie keine Polin, sondern eben „aus Masuren“! Sie redete von ihrer Heimat immer als „Masuren“ – den Begriff Ostpreußen [ ... ]

Balten sind keine Slawen!

Von sprachforschlicher Seite gesehen stehen die Balten aber den Slawen am nächsten, man nimmt nämlich heute an, dass sich die baltische Sprachfamilie relativ spät (eventuell vor ca. 2000 Jahren) von der slawischen getrennt hat. Finnen sind übrigens keine Balten. Finnen und Balten gehören zu unterschiedlichen Sprachgruppen. Gleiches gilt für die Esten, welche linguistisch gesehen ebenfalls keine Balten sind, sondern zu den Finnen gehören. Der Begriff Balte ist an und für sich sowieso eine ethnische Ernennung, für die Menschen, die vor Jahrhunderten im Baltikum lebten, hatte er kein Gewicht. Bis ins 18. Jahrhundert. wurde der Begriff Balte nur für Deutsch-Balten verwendet. Die eigentlichen Balten [ ... ]
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